Darts ist der Name einer britischen Gesangsgruppe, die zwischen 1977 und 1985 aktiv war und in alter Tradition den Musikstil Doo Wop pflegte bzw. wieder neu auferstehen ließ. Die größten Hits waren Come Back My Love und It’s Raining (beide UK Platz 2, 1978).

Geschichte Nach der Auflösung der John Dummer Blues Band gründeten Schlagzeuger John Dummer und Bassist Iain Thompson die Gruppe Darts. Dazu kamen Keyboarder Hammy Howell, Saxophonist Horatio Hornblower und die Sänger Rita Ray, Den Hegarty, Griff Fender und Bob Fish. Gemeinsam schufen sie einen Sound, der Rock ’n’ Roll mit Harmoniegesang verband. Durch Unterstützung des Londoner Pop-Historikers und Radio-DJs Charlie Gillett kam es in den späten 1970er Jahren zu einem Plattenvertrag beim Label Magnet Records.

Die Debütsingle, ein Medley aus Daddy Cool und dem Little-Richard-Hit The Girl Can’t Help It, wurde zum ersten großen Erfolg der Band und stieg Ende 1977 in die Top 10 der britischen Hitparade auf. Bis 1980 hatte die Gruppe noch eine Reihe weiterer Charthits, darunter die selbst geschriebenen Lieder It’s Raining und Don’t Let It Fade Away und Coverversionen amerikanischer Hits wie The Cardinals’ Come Back My Love, The Ad Libs’ The Boy from New York City, Gene Vincents Get It und Gene Chandlers Duke of Earl.

1979 verließ Hegarty die Band und wurde durch Kenny Edwards ersetzt. Mit den folgenden Singles Can’t Get Enough of Your Love, Reet Petite, Peaches und Sh-Boom / White Christmas konnten die Darts nur noch mittlere Chartpositionen erreichen, lediglich Let’s Hang On schaffte 1980 eine Top-20-Platzierung.

Nachdem auch Howell, Fish, Currie und Dummer die Darts verlassen hatten und durch den Sänger Kenny Andrews, die Gitarristen Duncan Kerr und Rob Davis sowie den Drummer Keith Gotheridge ersetzt worden waren,Darts band: The doo-wop revivalists who rocked the charts, 18. August 2023 (mit Update vom 6. Oktober 2023) auf www.goldradiouk.com veröffentlichte die Gruppe bis 1985 noch diverse Singles, blieb aber erfolglos. Hegarty hatte inzwischen einige Hits als Leader von Rocky Sharpe and the Replays; Ray und Fish produzierten 1985 ein Album für eine Mädchengruppe namens Mint Juleps, die von den Darts inspiriert worden war und mit A-cappella-Gesang auf sich aufmerksam machte.

Im Jahr 2006 vereinigten sich die einstigen Bandmitglieder noch einmal für einige Konzerte. In diesem Jahr kam auch die Platinum Collection heraus, ein Album, in dem die größten Hits, aber auch einige weniger bekannte Aufnahmen zu hören waren. In dem Dokumentarfilm A Band called Darts erzählt Paul McGann die Geschichte der Darts.A Band called Darts auf www.youtube.com

Mitglieder Den Hegarty (* 13. September 1954 in Dublin, Irland), Gesang George Currie (* 14. Januar 1950 in Dundee, Schottland), Leadgitarre John Dummer (* 19. November 1944 in Surbiton, Surrey), Schlagzeug Griff Fender (* 3. Juni 1954 in Portsmouth, Hampshire, als Ian Collier), Gesang Bob Fish (* 3. Juni 1949 in Rochford, Essex als Robert Fish; † August 2021), Gesang Horatio Hornblower (* 15. Januar 1957 in Brighton, Sussex als Nigel Trubridge), Saxofon Hammy Howell (* 24. Oktober 1954 in Wimbledon als William Howell, † 13. Januar 1999) Piano Rita Ray (* 11. Dezember 1954 in Ghana als Lydia Sowa), Gesang Thump Thomson (* 11. Juni 1946 als Iain Thomson in Aberdeen, Schottland), E-Bass

Diskografie Alben 1977: Darts 1977: The Amazing Darts 1978: Everyone Plays Darts 1979: Attack 1981: Across America

Kompilationen 1980: Greatest Hits 1980: Lo Mejor 1980: Darts 1980: 12 Shots 1981: Double Top 1981: Doo-Wop Darts 1983: Greatest Hits 1984: Darts 1987: The Collection 1995: Daddy Cool – 16 Classic Tracks 2005: The Platinum Collection

Singles 1977: Daddy Cool / The Girl Can’t Help It 1977: Come Back My Love 1977: Love Bandit 1978: Don’t Let It Fade Away 1978: The Boy from New York City 1978: It’s Raining 1978: Get It 1979: Duke of Earl 1979: Can’t Get Enough of Your Love 1979: Reet Petite 1979: Consíguelo / How Many Things 1980: Let’s Hang On 1980: Peaches 1980: White Christmas / She-Boom (Life Could Be a Dream) 1981: Jump Children Jump 1981: Sad and Lonely 1981: Come Back My Love / The Boy from New York City 1981: Show Us Your Shoe 1981: Daddy Cool / The Girl Can’t Help It / Sh-Boom (Life Could Be a Dream) 1983: Destination Love / One Bad Stud / Shopping for Clothes / Ruby Baby (EP) 1983: Can’t Teach a Fool 1983: Lorraine 1983: The Mystery of Ragoula 1984: Groovin’ 1985: Blow Away

Auszeichnungen für Musikverkäufe Goldene Schallplatte

1978: für das Album Darts

Quellen

Weblinks

Kategorie:Doo-Wop-Gruppe Kategorie:Englische Band