mini|hochkant|Amr Diab Amr Abdel Basset Abdel Aziz Diab (, * 11. Oktober 1961 in Port Said, Ägypten)Webseite von Amr Diab, abgerufen am 2. März 2020 ist ein ägyptischer Sänger und Schauspieler. Er gewann 1998, 2002, 2007 und 2009 den „World Music Award“ als der bestverkaufte Sänger in der arabischsprachigen Welt. Er spielte auch in einigen arabischen Filmen die Hauptrolle.
Diab wurde im Jahr 2016 zum Guinness-Weltrekordhalter ernannt, nachdem er sieben World Music Awards und fünf Platin-Schallplatten gewonnen hatte. Er erhielt den Guinness-Weltrekord-Titel für die meisten World Music Awards als Bestsellerkünstler aus dem Nahen Osten.
Leben und Karriere Amr Diab entstammt einer Künstlerfamilie aus Port Said, Ägypten. Er wurde von seinem Vater schon sehr früh zum Singen ermutigt und so sang er mit sechs Jahren im lokalen Radio von Port Said die ägyptische Nationalhymne so gut, dass er vom Gouverneur der Stadt dafür mit einer Gitarre belohnt wurde. In ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen, zog es ihn als Jugendlichen in die Großstadt Kairo, um Musik zu studieren. Dort wurde er bald von den Talentscouts der ägyptischen Musikindustrie entdeckt. Kaum hatte er 1985 sein Musikstudium mit dem Bachelor-Abschluss beendet, erschien seine erste Hit-Kassette.
1989 entdeckte der deutsche Musikproduzent Gerhard Augustin und frühere Manager von Ike & Tina Turner, den Künstler für den europäischen Musikmarkt und veröffentlichte in Deutschland bei ARIOLA und BELLAPHON-Schallplatten die LP Mayall-Mayall, die dann auch auf Augustins Label GAMMAROCK Music in Spanien und Portugal erschien. Auf diese Weise avancierte Amr Diab in den 1980er Jahren zu einem der jungen Stars des Shaabi. In den 1990er Jahren schwenkte Amr Diab dann auf einen neuen Stil um, der in Ägypten als „mediterran“ bezeichnet wird und sich stark an westlichem Disco-Pop wie etwa den Gypsy Kings oder Gloria Estefan anlehnt, nur eben mit orientalischem Einschlag. Seinen größten Erfolg erzielte Amr Diab 1996 mit dem Song Nour El Ain, dessen Habibi-Refrain nicht nur im gesamten Nahen Osten, sondern auch in Indien, Spanien oder Südamerika erfolgreich war. Als in den 1990er Jahren in der arabischen Welt die ersten privaten TV-Programme auf Sendung gingen, etablierte sich Amr Diab mit teuren Videoclips als erster Superstar des aufkommenden Satelliten-Zeitalters. Daneben versuchte er sich als Schauspieler in diversen Filmen. Amr Diab gilt in Ägypten auch als modisches Vorbild.
Daneben machte er mit weiteren Hits wie Tamally Ma’ak, Amarain oder Bayen Habeit auf sich aufmerksam. 2023 erschien das neue Album Makanak. Amr Diab nahm zudem in den folgenden Liedern Stellung zu der politischen Lage in Ägypten 2011. Er veröffentlichte Masr A’let oder Egypt Said, welche er den Verstorbenen der Revolution widmete. Dem Lied folgte die Einweihung seiner Wohltätigkeitsorganisation Masry Begad. Die Wohltätigkeitsorganisation sammelte Spenden für Menschen und Gemeinschaften, die vom Aufstand betroffen waren.
Musikrichtung Diab wird auch häufig als der Vater der mediterranen Musik bezeichnet. David Cooper und Kevin Dawe nennen seine Musik „die neue Art der mediterranen Musik“ (übersetzt aus einem englischen Zitat). Diab hat laut dem Musikethnologen Michael Frishkopf (2003) ein neues Konzept von mediterraner Musik produziert – besonders mit seinem internationalen Hit Nour El Ain von 1996.Michael Frishkopf: Some Meanings of the Spanish Tinge in Contemporary Egyptian Music. In: Goffredo Plastino (Hrsg.): Mediterranean Mosaic: Popular Music and Global Sounds. Routledge, New York 2003, ISBN 0-415-93656-X, S. 147.
Filmkarriere Amr Diabs Erfolg in der Musikindustrie hat ihn dazu veranlasst, mit anderen Formen von Medien zu experimentieren, wie zum Beispiel Film. Diab spielte sich selbst in seinem ersten Film, El Afareet, der 1989 veröffentlicht wurde und mit der ägyptischen Schauspielerin Madiha Kamel als einer der Hauptrollen besetzt war. Sein zweiter Film war die Produktion Ice Cream in Gleam (Ays Krim fi Glym) von Hussein El-Imam, in dem Diab 1992 die Hauptrolle spielte. Der Film wurde von der University of California, Los Angeles (ULCA) School of Theater, Film and Television als einer der besten fünf ägyptischen Musikfilme ausgewählt. Der Film wurde im Rahmen des neuen Programms Music on the Nile: Fifty Years of Egyptian Musical Films im James Bridges Theater an der UCLA am 6., 8. und 10. April 1999 gezeigt. David Chute von der LA Weekly bezeichnete ihn als „einen großen Sprung“. Sein dritter Film wurde 1993 veröffentlicht und trug den Titel Deahk We La’ab (Lachen und Spaß). Der Film feierte Premiere beim Egyptian Film Festival im Jahr 1993. Diab spielte an der Seite des internationalen ägyptischen Filmstars Omar Sharif (Lawrence von Arabien, Doktor Schiwago) und Yousra. Insgesamt konnte Diab im Film nicht den gleichen Erfolg verbuchen wie in seiner Musikkarriere. Seit 1993 konzentriert sich Diab ausschließlich auf seine Gesangskarriere.
Diskografie Alben 1983: Ya Taree' 1984: Ghanny Men Albak 1986: Asef 1987: Hala Hala 1988: Mayyal 1988: Khalseen 1989: Shawwa’na 1990: Matkhafeesh 1991: Habibi 1992: Ayyamna 1993: Ya Omrina 1994: Weylomony 1995: Rag’een 1996: Nour El Ain 1998: Awedony 1999: Amarain 2000: Tamally Maak 2001: Aktar Wahed 2003: Allem Alby 2004: Leily Nahary 2005: Kammel Kalamak 2007: El Leila Di 2009: Wayaah 2011: Banadeek Ta’ala 2013: El Leila 2014: Shoft El Ayaam 2016: Ahla w Ahla 2017: Maadi El Nas 2018: Kol Hayaty 2020: Sahran 2020: Ya Ana Ya La 2023: Makanak 2025: Ebtadena 2026: Habeitak
Soundtracks 1992: Ice Cream Fe Gleem
Singles (Auswahl) 1994: Weylomony 1996: Nour El Ain 1999: Amarain 1999: Eleos (mit Angela Dimitriou) 2000: Tamally Maak 2000: El Alem Allah 2004: Leily Nahary 2004: Qusad Einy 2004: Rihet El Habayeb 2010: Aslaha Bitifreaa 2018: Bayen Habeit (mit Marshmello) 2019: Ana Gheir 2019: Tehayrk 2019: Mitghayr 2020: Malak Ghayran 2020: Amaken El Sahar 2020: Ahe Ahe 2021: El Donia El Helwa 2021: El Donia Betoro’s 2021: Etaal 2021: Ahla W Nos 2021: Helw El Taghyeer 2021: Ray’a 2021: Inta El Haz 2021: Babtdy Mel Zero 2021: Law Betheb 2021: Katr Min Orbak 2022: Khala El Hagar Yenta 2022: El Ser 2022: Elly Bena 2022: Hatedalaa 2022: Elly Yemshy Yemshy 2022: El Look El Gedeed 2022: Zamn El Mogamla 2022: Paris 2022: Mn 6 Le 9 2022: Matygy Nefok 2022: Single 2023: Madhouk Alina 2023: Battamen Aleik 2023: Shokran Min Hina Le Bokra 2023: Ta’ala 2023: El Hafla 2023: Khalas Ala Alby 2023: Oly Esmy 2023: Ya Leil (feat. Abdallah Diab) 2023: Walahy Abdan 2024: Hekayatna Helwa 2024: El Kelma El Helwa 2024: El Ta’ama 2024: Tetehabi
Weblinks
Website von Amr Diab
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Einzelnachweise
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