Der 26. April ist der 116. Tag des gregorianischen Kalenders (der 117. in Schaltjahren), somit bleiben 249 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse Politik und Weltgeschehen 1457 v. Chr.: Die Schlacht bei Megiddo findet statt. Sie ist die vermutlich am ausführlichsten dargestellte kriegerische Auseinandersetzung im alten Ägypten. mini|140px|1220: Urkunde des Confoederatio 1220: Als Zugeständnis für die Wahl seines Sohnes Heinrich zum römisch-deutschen König erlässt Staufer-Kaiser Friedrich II. die Confoederatio cum principibus ecclesiasticis und übergibt den Bischöfen damit wesentliche Königsrechte. 1315: König Robert the Bruce eröffnet in Ayr das erste schottische Parlament. 1326: Nachdem trotz eines Waffenstillstands zwischen Schottland und England im Schottischen Unabhängigkeitskrieg mehrere Schiffe von englischen Freibeutern gekapert worden sind, erneuert der schottische König Robert the Bruce die seit dem 12. Jahrhundert bestehende Auld Alliance mit Frankreich.
mini|links|140px|1429: Das Herzogtum Straubing-Holland vor dem Preßburger Schiedsspruch
1429: Im Preßburger Schiedsspruch verfügt der römisch-deutsche König Sigismund die Verteilung des Herzogtums Straubing-Holland an die anderen wittelsbachischen Herzogtümer Bayern-München, Bayern-Landshut und Bayern-Ingolstadt. 1478: Auf Lorenzo und Giuliano di Piero de’ Medici, die de-facto-Herrscher von Florenz, wird während eines Gottesdienstes von einer Gruppe Adeliger um Francesco de’ Pazzi und Girolamo Riario ein Attentat verübt. Giuliano verliert sein Leben, während Lorenzo der Pazzi-Verschwörung entkommt. 1607: Drei Schiffe der Virginia Company of London erreichen die Chesapeake Bay, wo am 14. Mai an der Mündung des James River die erste englische Siedlung Jamestown in der Kolonie Virginia gegründet wird. 1807: Nach der unentschiedenen Schlacht bei Preußisch Eylau im Februar beschließen Russland und Preußen im Vertrag von Bartenstein, den gemeinsamen Kampf gegen Napoleon Bonaparte fortzuführen. 1860: Mit dem Frieden von Tetuan endet der Spanisch-Marokkanische Krieg. Das unterlegene Marokko muss eine Entschädigung an Spanien leisten, das bis zur Zahlung die Stadt Tétouan als Faustpfand behält.
mini|140px|1865: Die Garrett-Farm, auf der Booth erschossen wurde
1865: Der Mörder von US-Präsident Abraham Lincoln, John Wilkes Booth, wird in einer Scheune in Virginia von Unionssoldaten umzingelt und erschossen. Sein Mitverschwörer David Harold ergibt sich den Soldaten. 1865: 17 Tage nach der Kapitulation von General Robert Edward Lee kapituliert am Ende des Sezessionskrieges auch General Joseph E. Johnston mit seiner Army of Tennessee vor dem Unionsgeneral William T. Sherman bei Durham Station, North Carolina. 1886: Mit dem von Kaiser Wilhelm I. unterzeichneten Ansiedlungsgesetz für die früher zu Polen gehörenden Ostprovinzen Preußens soll der Anteil einheimischer Bauern reduziert werden. Behördliche Enteignungen stärken jedoch stattdessen den polnischen Nationalismus. 1915: Im geheim gehaltenen Londoner Vertrag geht Italien ein Bündnis mit Großbritannien, Frankreich und Russland ein. Für seinen Kriegseintritt gegen die Mittelmächte im Ersten Weltkrieg werden ihm große Gebietsgewinne nach Kriegsende in Aussicht gestellt. 1919: Eine Landesversammlung verabschiedet die Verfassung des demokratischen Volksstaats Württemberg, der nach der Novemberrevolution aus dem Königreich Württemberg hervorgegangen ist.
mini|140px|1925: Ergebnis des 2. Wahlgangs
1925: Im zweiten Wahlgang der Reichspräsidentenwahl wird der Kandidat des Reichsblocks, der frühere Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg, als Nachfolger des verstorbenen Sozialdemokraten Friedrich Ebert zum zweiten Reichspräsidenten der Weimarer Republik gewählt. Der 78-jährige Hindenburg erhält 14,7 Millionen Stimmen. Auf Wilhelm Marx, den Kandidaten des Zentrums und der Sozialdemokratie, entfallen 13,8 Millionen, auf Ernst Thälmann, den Kandidaten der KPD, 1,9 Millionen. 1933: Ein Erlass des kommissarischen preußischen Innenministers Hermann Göring führt zur Bildung des Geheimen Staatspolizeiamtes, der Keimzelle der später auf das gesamte Reich ausgeweiteten Gestapo.
mini|links|140px|1937: Das zerstörte Gernika
1937: Die baskische Stadt Gernika wird im Spanischen Bürgerkrieg bei einem von der deutschen Legion Condor unter Wolfram von Richthofen und dem italienischen Corpo Truppe Volontarie ausgeführten Luftangriff völlig zerstört. Das vorgebliche militärische Ziel, die Rentería-Brücke, bleibt jedoch unbeschädigt. Das Kriegsverbrechen inspiriert Pablo Picasso zu seinem Monumentalgemälde Guernica. 1942: In der Krolloper findet die letzte Reichstagssitzung im Dritten Reich statt. Adolf Hitler wird per Beschluss nun auch Oberster Gerichtsherr, ohne an bestehende Rechtsvorschriften gebunden zu sein. Wohl und Wehe jedes Deutschen hängt formell am Führerbefehl, gegen den es keine rechtsstaatlichen Mittel mehr gibt. Die Gleichschaltung des Reiches ist damit abgeschlossen. 1945: Der letzte größere deutsche Panzerangriff des Zweiten Weltkriegs, die seit dem 21. April tobende Schlacht um Bautzen, führt zur Rückeroberung der Stadt durch die deutsche Wehrmacht unter Hermann von Oppeln-Bronikowski. 1945: Die Rote Armee erobert die Stadt Stettin, britische Truppen nehmen Bremen ein. 1945: Aus dem Raum Bad Belzig treten drei improvisierte Divisionen der 12. Armee (Gen. Wenck) zu einer Offensive gegen die Rote Armee an. Das von Wenck eigenmächtig festgelegte Ziel des letzten Angriffs deutscher Truppen im Zweiten Weltkrieg ist die Befreiung der im Kessel von Halbe eingeschlossenen 9. Armee (Gen. Theodor Busse) sowie der Besatzung von Potsdam und die Evakuierung der Verwundeten in den Beelitzer Heilstätten. 1946: Douglas MacArthur erlässt eine Neufassung der Tokio Charta. Sie ist Grundlage für die Tokioter Prozesse. 1960: Nach mehrtägigen Demonstrationen gegen seinen autokratischen Regierungsstil und vermutete Wahlmanipulationen tritt Rhee Syng-man als Präsident Südkoreas zurück.
mini|1964: Lage Tansanias
1964: Die Republik Tanganjika vereinigt sich mit dem Inselstaat Sansibar zu einem ab dem 1. November Vereinigte Republik Tansania genannten Land. Staatsoberhaupt wird der bisherige Präsident Tanganjikas, Julius Nyerere.
mini|100px|1994: Nelson Mandela bei der Stimmabgabe
1994: In Südafrika beginnen die ersten freien Wahlen nach dem Ende des Apartheid-Regimes. Sie dauern bis zum 29. April. 1997: Bundespräsident Roman Herzog hält seine vielbeachtete Ansprache, die wegen der Formulierung Durch Deutschland muss ein Ruck gehen! als Ruck-Rede bekannt wird. 1998: Weihbischof Juan Gerardi Conedera, der Leiter des kirchlichen Menschenrechtsbüros, wird in Ciudad de Guatemala erschlagen, nachdem er zwei Tage zuvor einen Bericht über die während des Guatemaltekischen Bürgerkriegs verübten Verbrechen der Militärdiktatur vorgelegt hat.
Wirtschaft
1935: In Berlin wird die erste Welt-Hunde-Ausstellung mit 124 Rassen aus 15 Ländern eröffnet. Die Ausstellung gilt als die weltweit größte ihrer Art. 1956: Die Ideal X, das erste Containerschiff der Welt für den Transport von ISO-Containern, verladen von der Sea-Land Corporation Ltd., verlässt Newark, New Jersey, auf dem Weg nach Houston, Texas. 1965: Die Deutsche Bundesbank gibt Banknoten über 500 Deutsche Mark aus. Auf ihrer Rückseite ist als Symbol für Ritterlichkeit die Burg Eltz abgebildet. 1965: In Rio de Janeiro beginnt das private brasilianische TV-Netzwerk Rede Globo sein Fernsehprogramm. Schwerpunkt sind neben Nachrichten Sportübertragungen und Telenovelas.
Wissenschaft und Technik
1506: Die erste Brandenburgische Landesuniversität, die Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) mit vier Fakultäten wird feierlich eröffnet. Schon im ersten Jahr ihres Wirkens immatrikulieren sich dort über 900 Studenten aus den deutschen Gebieten und aus Polen, Schweden, Norwegen und Dänemark.
mini|140px|1803: Bruchstück des Meteoriten von L’Aigle
1803: Bei L’Aigle in der Normandie regnet es Steine vom Himmel. Die französische Akademie der Wissenschaften muss danach einräumen, dass ihre bisherigen Zweifel an der außerirdischen Herkunft früherer Meteorsteine falsch waren. 1865: Der italienische Astronom Annibale De Gasparis entdeckt im Asteroidengürtel den Asteroid 83 (Beatrix) und benennt ihn nach Dantes Jugendliebe Beatrice Portinari. 1920: Die Shapley-Curtis-Debatte in Washington löst ein neues Verständnis zur Natur von Galaxien und der Größe des Universums unter Astronomen aus.
mini|links|140px|1939: Me 209 V1
1939: Mit der von Robert Lusser konstruierten Messerschmitt Me 209 stellt Fritz Wendel über einer Messstrecke zwischen Augsburg und Buchloe einen neuen Geschwindigkeits-Weltrekord für kolbenmotorgetriebene Flugzeuge von 755,138 km/h auf, der bis 1969 Bestand hat.
mini|140px|1951: Die Frankfurter Äquatorialsonnenuhr
1951: In Frankfurt am Main wird die vom Uhrmacher Lothar M. Loske entworfene und von den Heddernheimer Metallwerken in zweijähriger Bauzeit ausgeführte Äquatorialsonnenuhr eingeweiht. Sie gilt als die größte Sonnenuhr ihrer Art in der Welt.
mini|links|100px|1962: Ranger 4
1962: Während des Wettlaufs zum Mond erreicht mit Ranger 4 zum ersten Mal eine US-amerikanische Raumsonde den Mond, allerdings ohne vor dem planmäßigen Zerschellen an der Oberfläche Bilder übermitteln zu können. 1989: Die deutsche Bundesregierung genehmigt den Aufbau einer Deutschen Agentur für Raumfahrtangelegenheiten (DARA).
mini|140px|2007: SOFIA-Erstflug
2007: Das fliegende Teleskop Stratosphären-Observatorium für Infrarot-Astronomie (SOFIA) als Nachfolger des bis 1995 operierenden Kuiper Airborne Observatory hat seinen Erstflug.
Kultur
1767: Am Burgtheater in Wien erfolgt die Uraufführung der Oper L’amore artigiano (Handwerkerliebe) von Florian Leopold Gassmann, die bald in ganz Europa aufgeführt wird. 1779: Wolfgang Amadeus Mozart vollendet seine Sinfonie (Ouverture) in G-Dur, KV 318.
mini|links|100px|1784: Les Danaïdes, Pariser Erstdruck
1784: Die der französischen Königin Marie Antoinette gewidmete tragédie lyrique Les Danaïdes von Antonio Salieri auf einen Text von François Bailly du Roullet und Louis Théodore Baron de Tschudi, nach einer italienischen Vorlage von Ranieri de’ Calzabigi, wird mit großem Erfolg in Paris uraufgeführt.
mini|140px|1840: „Ick bün all dor“
1840: Wilhelm Schröders Dat Wettlopen twischen den Haasen un den Swinegel op de lütje Haide bi Buxtehude (Der Wettlauf zwischen dem Hasen und dem Igel auf der kleinen Heide bei Buxtehude) in niederdeutscher Sprache wird im Hannoverschen Volksblatt erstmals veröffentlicht. Drei Jahre später wird es von den Brüdern Grimm als Nummer 187 in ihre Märchensammlung übernommen. 1862: Der Uraufführung der ursprünglich für das Theater an der Wien geschriebenen und für das Theater am Franz-Josefs-Kai in Wien adaptierten Operette Die Kartenschlägerin von Franz von Suppè ist kein Erfolg beschieden. 1912: Im Piper Verlag erscheint der Almanach Der Blaue Reiter, herausgegeben von Wassily Kandinsky und Franz Marc. Mäzene des Vorhabens sind der Kunstsammler Bernhard Koehler, der Verleger Reinhard Piper und der Kunsthistoriker Hugo von Tschudi.
mini|140px|1924: Fritz Lang und Thea von Harbou
1924: Die Uraufführung des zweiten und letzten Teils des Stummfilms Die Nibelungen, Kriemhilds Rache, von Fritz Lang und Thea von Harbou findet im Ufa-Palast am Zoo in Berlin statt und wird ein großer Publikumserfolg. Neben den darstellerischen Leistungen werden vor allem die Spezialeffekte Eugen Schüfftans gelobt, die dieser mit dem von ihm entwickelten Schüfftan-Verfahren auf die Leinwand bringt.
mini|links|100px|1925: Der Process, Verlagseinband
1925: Max Brod veröffentlicht als Nachlassverwalter seines ein Jahr zuvor verstorbenen Freundes Franz Kafka gegen dessen letzten Willen in Berlin das Romanfragment Der Process.