mini|Die acht Sugus-Sorten Zitrone, Orange, Erdbeer, Ananas, Kirsche, Apfel, Birne und Pfirsich (von oben links nach unten rechts)Sugus (vgl. mittellateinisch sugus, von lateinisch sucus „Saft“) ist der Name eines seit den 1930ern mit der Schweiz assoziierten und zunächst jahrzehntelang dort hergestellten Kaubonbons. Durch mehrere Firmenübernahmen gehört es seit 2008 zu Mars Incorporated.
Geschichte Als 1929 Konsumgüter wie Kaffee und Kakao rar und teuer waren, suchte der Direktor der Neuenburger Schokoladenfabrik Suchard nach Alternativen. In Krakau wurde zu der Zeit bei dem polnischen Ableger des Unternehmens ein Kaubonbon hergestellt, dessen Lizenz der Direktor für die Schweiz erwarb und 1931, in Abstimmung mit dem Verwaltungsrat, als neues Produkt auf dem Schweizer Markt einführte.
Ab 1945 wurden die Bonbons auch ins Ausland verkauft, z. B. nach Südamerika, Afrika und Asien und in andere Länder Europas. Sugus wurde in den 1970er- und 1980er-Jahren in Deutschland vertrieben, dann aus unbekannten Gründen eingestellt.Diese Information kann man leider nur auf diversen privaten Blogs nachlesen.
1990 übernahm Kraft Foods die Firma Suchard mit Sugus, welches seit 1993 nicht mehr in der Schweiz produziert wird. 2005 wurde die Firma von dem US-amerikanischen Süsswarenproduzenten Wrigley übernommen, der seit 2008 im Besitz von Mars Incorporated ist und Fabriken in Ländern wie den USA, England, Australien, dem chinesischen Festland und Taiwan hat. Daher darf Sugus nicht mehr mit dem Schweizer Kreuz und nicht mit «Swissness» als Assoziation werben.
Geschmacksrichtungen Von Beginn an bis zur Umstellung durch den amerikanischen Konzern Wrigley gab es das Kaubonbon verschiedenfarbig verpackt in den Geschmacksrichtungen Erdbeere bzw. Himbeere (vor den 1990ern), Ananas, Zitrone und Orange.
Seit der Übernahme gibt es das zu ca. 80 % zuckerhaltige Kaubonbon in anderen Geschmacksrichtungen wie z. B. seit 2007 Apfel, Kirsche, Birne oder Pfirsich und eine zuckerfreie Variante.
Beliebtheit, Kritik In der Schweiz wurden 2006 täglich ca. 350.000 Sugus verzehrt, was 800 Tonnen pro Jahr entsprach. Sugus gehörte damit zu der Zeit zu den erfolgreichsten Handelsmarken der Schweiz.
Die Umstellung der Rezeptur 2025 auf glutenfrei und vegetarisch führte zu Online-Protesten durch die Konsumenten und Verkaufseinbussen, so dass einige Händler und Grosshändler die Ware aus dem Sortiment nahmen. Auch die neue Verpackungsart zum gleichen Zeitpunkt führte zu Kritik, da sich das Papier schlechter vom Inhalt lösen liesse.
Trivia miniatur|Militärsportauszeichnung der Schweizer Armee Die bis 2003 verwendeten quadratischen Leistungsabzeichen der Schweizer Armee wurden umgangssprachlich Sugus genannt.
Weblinks
Website von Mars
Einzelnachweise
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