Ein Koppelpunkt (engl.: crosspoint) ist in der Telekommunikation eine Schalteinrichtung in Koppelfeldern, die mehrere Leitungen verbindet. Dabei kann es sich um 2-Draht- oder 4-Draht-Leitungen (Hin- und Rückweg) handeln. Koppelfelder sind zentrale Einrichtungen in Vermittlungsanlagen. Ein Koppelpunkt besteht aus Schaltelementen, die eine, zwei oder mehr Leitungen über gemeinsam geschaltete elektromechanische, elektronische oder optische Kontakte temporär verbinden können. Elektromechanische und optische Koppelpunkte können analoge Verbindungswege schalten, elektronische schalten gewöhnlich digitale Verbindungswege.
Typen elektromechanischer Koppelpunkte: Relais, Hebdrehwähler Typen elektronischer Koppelpunkte: Transistoren, integrierte Halbleiterbauelemente Typen optischer Koppelpunkte: Bauelemente der integrierten Optik, z. B. planarer Wellenleiter, Streifenleitung, Arrayed-Waveguide Grating
Koppelpunkte werden für Koppelfelder in Raummultiplex- oder Zeitmultiplexverfahren verwendet.
Literatur Wolf-Dieter Haaß: Handbuch der Kommunikationsnetze. Springer Verlag, Berlin / Heidelberg 1997, ISBN 978-3-642-63825-1. Harald Schumny: Signalübertragung. 2. durchgesehene Auflage, Friedrich Vieweg & Sohn Verlag, Braunschweig 1987, ISBN 978-3-528-14072-4. Harald Müller: Flexible Signalisierungsarchitektur für Multimediadienste mit heterogenen Endgeräten. Herbert Utz Verlag, München 1996, ISBN 3-89675-152-2. Volker Jung, Hans-Jürgen Warnecke (Hrsg.): Handbuch für die Telekommunikation. Springer Verlag, Berlin / Heidelberg 1998, ISBN 978-3-642-97703-9.
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Kategorie:Vermittlungstechnik