mini|hochkant|Nora Binder im Jahr 2007 Nora Binder (* 18. Februar 1984 in Bergisch Gladbach, Nordrhein-Westfalen) ist eine deutsche Schauspielerin sowie Geschichts- und Sozialwissenschaftlerin. Ihre bekannteste Rolle als Schauspielerin verkörperte sie in der Fernsehserie Mein Leben & Ich als Claudia Fischer.

Leben Binder durchlief verschiedene Ausbildungsstationen. Dazu zählen unter anderem die Akademie Silvana Kreutzer (1998), ein Schauspielkurs Comedia Colonia bei Eliena Palmer (1998–1999) sowie ein Theaterintensivkurs an der Schauspielschule B. Bötel (1999). Von 2004 bis 2008 absolvierte sie ein Studium der Europäischen Medienkultur an der Universität Lyon II (Université Lumière) und an der Bauhaus-Universität Weimar, das sie mit dem Bachelorabschluss erfolgreich beendete. 2012 erwarb sie in Konstanz ihren Masterabschluss und war 2013, für sechs Monate, im Rahmen ihrer Promotion an der Universität Konstanz doctoral fellow am Deutschen Historischen Institut in Washington, D.C. In Konstanz war sie Mitarbeiterin des Exzellenzclusters zur Wissenschaftsgeschichte der Sozialpsychologie Kurt Lewins. Im November 2019 wurde Binder zum Dr. phil. im Fachbereich Geschichte & Soziologie promoviert. Seit April 2020 ist sie unter anderem Assoziiertes Mitglied am Max-Weber-Kolleg der Universität Erfurt. Gleichzeitig erhielt sie ein zwölfmonatiges Postdoc-Initialisierungs-Stipendium.

Das Ensemble von Mein Leben & Ich wurde im Jahr 2002 in der Kategorie Beste Comedyserie sowie im Jahr 2004 in der Kategorie Beste Sitcom für den Deutschen Fernsehpreis nominiert., abgerufen am 15. August 2011 Des Weiteren wurde Binder als Ensemblemitglied für Mein Leben & Ich in den Jahren 2002, 2004, 2005 und 2006 für den Deutschen Comedypreis in der Kategorie Beste Comedyserie nominiert. Neben dieser ihrer bekanntesten Rolle spielte sie in diversen Nebenrollen, beispielsweise in der Lindenstraße, Pastewka oder Heiter bis tödlich: Nordisch herb.

2013 wurde Binder mit dem Max-Dessoir-Preis für ihre herausragende Arbeiten in der Geschichte der Psychologie ausgezeichnet.

Binders Bruder Fabian Binder ist Musikproduzent und war als Jugendlicher ebenfalls schauspielerisch tätig.

Filmografie mini|Nora Binder bei einer Drehpause zur vierten Staffel der TV-Serie Mein Leben & Ich Filme 2002: Lottoschein ins Glück 2007: Der Mann im Heuhaufen 2007: Liebling, wir haben geerbt! 2012: Offroad 2015: Sophie kocht 2017: Inga Lindström: Das Postboot in den Schären

Serien 1997: Alles Klar 1998: Höllische Nachbarn 1998: Talking Food 1999: Lindenstraße 2000: Die Anrheiner – Beste Freunde 2001–2009: Mein Leben & Ich 2008: Doktor Martin 2010: Dennis und Jesko 2010: Wir müssen reden! (Staffel 1, Folge 8) 2011–2012: Heiter bis tödlich: Nordisch herb 2013: SOKO Köln (Folge Leiche zum Dessert, als Anne Döring) 2016: In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte (Folge Gesichtsverlust, als Sophie Haage) 2017: WaPo Bodensee (Folge Genug ist genug, als Frederike Löffler) 2019: Pastewka (Fernsehserie, 7 Episoden) 2020: WaPo Bodensee (Folge Schutzlos) 2020: Kroymann (Satiresendung, 1 Folge)

Theater 2010: Biografie. Ein Spiel. von Max Frisch, Universitätstheater Konstanz, Regie: Alexander Müller

Publikationen Subjekte im Experiment. Zu Wilhelm Wundts Programm einer objektiven Psychologie. (= Beiträge zur Geschichte der Psychologie Band 28), Peter Lang, Frankfurt am Main 2015, ISBN 978-3-631-66103-1. [Masterarbeit] Herausgeberin mit Bernhard Kleeberg: Wahrheit zurichten. Über Sozio- und Psychotechniken. (= Historische Wissensforschung), Mohr Siebeck, Tübingen 2021, ISBN 978-3-16-154541-2

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Person (Bergisch Gladbach) Kategorie:Absolvent der Universität Konstanz Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1984 Kategorie:Frau