Die Mediengruppe Main-Post ist das größte regionale Medienhaus in Unterfranken. Sie ist seit 2011 Teil der Mediengruppe Pressedruck in Augsburg, zu der unter anderem auch die Augsburger Allgemeine und der Südkurier gehören. Die Main-Post hat ihren Sitz in Würzburg. Die Zeitung erscheint im Rheinischen Format. Chefredakteur ist seit Oktober 2022 Ivo Knahn. Mit einer Auflage von über 104.000 Exemplaren (verbreitete Auflage im ersten Quartal 2024, Print und ePaper) und einer monatlichen Online-Reichweite von 10 Mio. Visits und 22 Mio. Page Impressions (Juni 2024) ist die Mediengruppe Main-Post die am meisten genutzte Medienmarke in Unterfranken.

Die Main-Post geht zurück auf den 1883 gegründeten Würzburger General-Anzeiger. Die erste Ausgabe unter dem Titel Main-Post erschien am 24. November 1945. Heute erstellen in der Zentralredaktion in Würzburg sowie in den 13 Lokalredaktionen etwa 130 Redakteurinnen und Redakteure Lokalnachrichten für die Digital- und Printprodukte. Rund 1000 feste Mitarbeitende arbeiten in den Abteilungen Redaktion, B2B-Vermarktung, Lesermarkt, B2C, Technik und Verwaltung. Außerdem schreiben rund 600 freie journalistische Mitarbeitende für die verschiedenen Lokalredaktionen der Main-Post.

Die Redaktion der Main-Post ist mehrfach ausgezeichnet worden, etwa mit dem Wächterpreis der deutschen Tagespresse und dem Konrad-Adenauer-Preis für Lokaljournalismus. Regelmäßig wird die Mediengruppe Main-Post beim European Newspaper Award für herausragende Zeitungsgestaltung und innovative Konzepte ausgezeichnet.

Zeitungen mini|alternativtext=Main-Post Würzburg|Das Hauptgebäude der Main-Post in Würzburg. Zur Mediengruppe Main-Post gehören die früher selbständigen Tageszeitungen Main-Post, Schweinfurter Tagblatt, Schweinfurter Volkszeitung, Bote vom Haßgau, Haßfurter Tagblatt, Obermain-Tagblatt und Volksblatt (früherArtikel „Fränkisches Volksblatt“, in: Historisches Lexikon Bayerns, abgerufen am 30. Januar 2010 Fränkisches Volksblatt), Volkszeitung, Rhön- und Saalepost, Rhön- und Streubote, Obermain-Tagblatt, Die Kitzinger und der Wochentitel Werntal-Zeitung.

Ebenfalls gibt der Verlag unter anderem das Familienmagazin Mamamia heraus sowie sieben regionale Verbrauchermagazine, sechs Mal mit dem Titel markt, und die Wochenpost im Landkreis Haßberge mit wöchentlich insgesamt über 350.000 kostenlosen Exemplaren. Von Anfang 2004BDZV: . bis Anfang 2007BDZV: . erschien von der Zeitungsgruppe Main-Post auch die Wochenzeitung Boulevard Würzburg. Die Wochenzeitung wurde weiterentwickelt zu neun7, einem Wochenmagazin für Menschen zwischen 20 und 35 Jahren. Für das Konzept von neun7 erhielt die Main-Post 2008 den Deutschen Lokaljournalisten-Preis der Konrad-Adenauer-Stiftung. Das Magazin wurde 2011 eingestellt.

Rund 1000 Personen arbeiten in den Abteilungen Redaktion, Anzeigenabteilung, Vertrieb, Technik und Verwaltung.

Geschichte Vorläufer der Main-Post war der von den Würzburger Brüdern Carl und August Richter im Mai 1883 gegründete Würzburger General-Anzeiger, welcher von der Druckerei Richter mit der ersten in Würzburg aufgestellten Rotationspresse gedruckt wurde. 1941 musste der Würzburger General-Anzeiger auf Druck der Nationalsozialisten sein Erscheinen einstellen. In den Produktionsstätten des Würzburger General-Anzeigers wurde nun die 1934 als Zeitung des NS-Gau Mainfranken erstmals erschienene Mainfränkische Zeitung gedruckt. Dieses Propaganda-Organ erschien letztmals am 31. März 1945, zwei Wochen nach der Zerstörung Würzburgs durch die Alliierten.

Die erste Ausgabe der Main-Post erschien am 24. November 1945. Unter diesem Namen lizenzierten die Alliierten in Würzburg eine überparteiliche Zeitung. Lizenznehmer waren Heinrich G. Merkel und Richard Seubert. Seit 1952Sybille Grübel: Zeittafel zur Geschichte der Stadt von 1814–2006. In: Ulrich Wagner (Hrsg.): Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2, Theiss, Stuttgart 2001–2007; III/1–2: Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. Band 2, 2007, ISBN 978-3-8062-1478-9, S. 1225–1247; hier: S. 1241. erscheint die Main-Post täglich.

In den folgenden Jahrzehnten wuchs die Main-Post immer mehr, Lokalausgaben kamen hinzu und deckten bald ganz Mainfranken ab. Im Stammsitz in der Würzburger Innenstadt, dem 1953 wiederaufgebauten Verlagsgebäude in der Sterngasse mit dem späteren Erweiterungsbau in der Plattnerstraße,Bruno Rottenbach: Würzburger Straßennamen. Band 1, Fränkische Gesellschaftsdruckerei, Würzburg 1967, S. 94 (Hof Wolfhart). wurde es zu eng. Im neu erschlossenen Stadtteil Heuchelhof entstand Anfang der 1970er Jahre Verlagsgebäude und Druckhallen für Zeitung und Fremdprodukte. Im September 1972 bezog dort die Firma Richterdruck ihr neues Betriebsgebäude.Rolf-Ulrich Kunze: Würzburg 1945–2004. Wiederaufbau, moderne Großstadt. In: Ulrich Wagner (Hrsg.): Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2 (I: Von den Anfängen bis zum Ausbruch des Bauernkriegs. 2001, ISBN 3-8062-1465-4; II: Vom Bauernkrieg 1525 bis zum Übergang an das Königreich Bayern 1814. 2004, ISBN 3-8062-1477-8; III/1–2: Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. 2007, ISBN 978-3-8062-1478-9), Theiss, Stuttgart 2001–2007, Band III (2007), S. 318–346 und 1292–1295; hier: S. 341. Seit 1974 wird dort die Main-Post gedruckt.

Die Töchter von Carl Richter veräußerten das Unternehmen Mainpresse Richterdruck (mit Main-Post und Fränkischem Volksblatt)Sybille Grübel: Zeittafel zur Geschichte der Stadt von 1814–2006. 2007, S. 1246. 1991 an die Stuttgarter Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck. Diese wiederum verkaufte das Medienhaus mit Wirkung zum 1. Mai 2011 an die Mediengruppe Pressedruck in Augsburg (Augsburger Allgemeine).

Im Jahr 2000 übernahm die Mediengruppe den Steigerwald-Boten in Gerolzhofen. Seitdem wird dieser Titel als Main-Post mit der Unterzeile Volkszeitung und Steigerwaldbote weitergeführt. Am 1. April 2012 expandierte die Mediengruppe nach Oberfranken und erwarb den Verlag des Obermain-Tagblatt in Lichtenfels. Zum Jahresbeginn 2018 kam als weiterer Titel in Unterfranken das Haßfurter Tagblatt hinzu, das bis dahin in der Kreisstadt Haßfurt verlegt wurde. Am 1. April 2022 konnte die Mediengruppe die Rhön-Medien im Landkreis Rhön-Grabfeld übernehmen, zu denen die Rhön- und Saalepost in Bad Neustadt / Saale und der Rhön- und Streubote in Mellrichstadt gehören.

2024 kaufte der Mainpost-Verlag die Zeitung Die Kitzinger von der Mediengruppe Oberfranken.Mediengruppe Oberfranken verkauft Lokalzeitung an die Main-Post Kress News, 9. Dezember 2024

Zum 31. Dezember 2024 verließ der langjährige Geschäftsführer und ehemalige Chefredakteur der Main-Post, David Brandstätter, das Unternehmen in den Ruhestand. Zu den Nachfolgern ernannt wurden Renate Dempfle und Bernd Riedel. Seit 1. September 2025 ist Renate Dempfle alleinige Geschäftsführerin; Bernd Riedel leitet den Bereich Konzernsteuern der Mediengruppe Pressedruck.

Verbreitungsgebiet miniatur|Main-Post-Leser in Nepal In den Regionen Würzburg und Schweinfurt besitzt die Mediengruppe bei den Tageszeitungen eine Monopolstellung.

Der Zeitungstitel Main-Post wird, teilweise als Kopfblatt, in den Städten und Landkreisen Schweinfurt, Würzburg, Ochsenfurt, Kitzingen, Tauberbischofsheim, Main-Spessart (Lohr, Gemünden, Karlstadt, Marktheidenfeld), Bad Kissingen (Bad Brückenau, Hammelburg, Bad Kissingen), Rhön-Grabfeld (Bad Neustadt, Mellrichstadt, Bad Königshofen) und Gerolzhofen vertrieben.

Das Schweinfurter Tagblatt erscheint im Raum Schweinfurt. Das Haßfurter Tagblatt deckt die Stadt Haßfurt und den Landkreis Haßberge ab. Die Zeitung Bote vom Haßgau erscheint im nördlichen Landkreis Haßberge. Der Zeitungstitel Volksblatt wird im Raum Würzburg, die Volkszeitung in der Region Schweinfurt verkauft. Die Rhön- und Saalepost und der Rhön- und Streubote erscheinen im Landkreis Rhön-Grabfeld.

Redaktion Chefredaktion Chefredakteur (seit Oktober 2022): Ivo Knahn Stellvertretender Chefredakteur (seit Oktober 2022): Achim Muth

Redaktionelle Organisation Die Redaktionen der Main-Post arbeiten „digital first“, das heißt, alle recherchierten Informationen werden auf mainpost.de und über digitale Kanäle veröffentlicht. Am zentralen Newsdesk in Würzburg entstehen daraus die Zeitungsseiten.

Das Themenmanagement steuert und plant zentral die wichtigsten Inhalte für die einzelnen Redaktionen. Die Schwerpunktredaktion und die lokalen Redaktionen sind für die Erstellung der journalistischen Inhalte verantwortlich und stellen diese für die Produktion der gedruckten Zeitung zur Verfügung.

An 14 Standorten in Mainfranken recherchieren und veröffentlichen Reporterinnen und Reporter digital aktuelle Informationen und Beiträge zum lokalen und regionalen Geschehen. Am zentralen Newsdesk in Würzburg entstehen daraus die Lokalteile der verschiedenen Zeitungsausgaben für Würzburg, Ochsenfurt, Tauberbischofsheim, Main-Spessart (Lohr/Karlstadt/Gemünden/Marktheidenfeld), Kitzingen, Schweinfurt, Gerolzhofen, Rhön-Grabfeld, Bad Kissingen und Haßberge.

Die überregionalen Seiten wie Politik, Wirtschaft, Sport und Journal werden von der Redaktion der Augsburger Allgemeinen zugeliefert.

Auflage Die Main-Post hat wie die meisten deutschen Tageszeitungen in den vergangenen Jahren an Auflage eingebüßt. Die verkaufte Auflage ist in den vergangenen 10 Jahren um durchschnittlich 2,1 % pro Jahr gesunken. Im vergangenen Jahr hat sie um 5,3 % abgenommen. Die verkaufte Auflage der Tageszeitungen der Mediengruppe Main-Post beträgt im 1. Quartal 2024 97.737 Exemplare, davon 48.194 im Gebiet Würzburg und 31.880 im Raum Schweinfurt (inklusive Bote vom Haßgau). Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei 86,2 Prozent.

Online-Angebote mini|alternativtext=|iPad-App der Zeitung

Die Mediengruppe Main-Post produziert, betreibt und vermarktet die Online-Plattformen mainpost.de, mediengruppe-mainpost.de, main-ding.de, fraenkischer-weinfestkalender.de, mainfrankencard.de, evergabe.mainpost.de, obermain.de, mamamia-online.de, wuewowas.de, swity.de, ansbachplus.de und wuerzburgerleben.de.

Seit 2010 bietet die Main-Post ihren Lesern die Möglichkeit, die Tageszeitungen auf dem iPhone oder Android-Smartphone sowie seit 2011 auf Tablets zu lesen.

Kennzahlen für das journalistische Angebot (Stand: Juni 2024)

Besucher auf mainpost.de (Visits): 10 Millionen

Anzahl der aufgerufenen Seiten (Page Impressions): 31 Millionen

Podcast Im Jahre 2021 startete mit „Mordsgespräche“ ein Podcast der Main-Post. Das Format, das dem Genre True Crime zuzurechnen ist, erscheint zweiwöchentlich. Dabei interviewen die Moderatorinnen Silke Schmitt und Desiree Schneider Personen, die sich intensiver mit einem Verbrechensfall aus der Region Unterfranken beschäftigt hat. So war der hauseigene Kriminalreporter Manfred Schweidler schon in mehreren Folgen als Gast zu hören.

Projekte und Produkte für junge Menschen KLASSE! ist ein kostenloses multimediales medienpädagogisches Angebot der Mediengruppe Main-Post für alle Schulen. Es besteht seit 1995. KLASSE! hilft Schülerinnen und Schülern, Medien kennenzulernen, sie zu vergleichen und sinnvoll zu nutzen. Teilnehmen können Schulen aller Schularten und jeder Klassenstufe. Empfohlen ist KLASSE ab der Sekundarstufe. Pro Schuljahr nutzen durchschnittlich 1250 Klassen mit über 25.000 Schülerinnen und Schülern das kostenlose Angebot.

Auf dem Online-Portal www.klassemedien.de können Lehrkräfte die für ihren Medienkunde-Unterricht relevanten Themen auswählen. Das Angebot umfasst unterschiedliches Lehrmaterial in Form von Text, Kurzvideo, E-Learning-Module und Quiz. Zu zehn spezifischen Themen sind zusätzlich Webinare für den direkten Einsatz im Unterricht nutzbar. Die Webinare bestehen aus einer Mischung von Informationen und Wissensvermittlung über Moderationen und Kurzvideos sowie Kurzaufgaben und Aufträgen an die Schülerinnen und Schüler im Klassenzimmer. Das gesamte Lehrmaterial des Online-Portals ist frei zugänglich und ohne Registrierung nutzbar.