Der medizinische Oberbegriff Parosmie beschreibt eine qualitative Geruchs- bzw. Riechstörung mit Krankheitswert. Der Betroffene empfindet dabei einen Riecheindruck, der sich vom Durchschnitt der Bevölkerung unterscheidet.
Zu den Formen der Parosmie zählen die Euosmie (Gerüche werden fälschlich als angenehm empfunden), die KakosmieWolfgang Legrum: Riechstoffe, zwischen Gestank und Duft, Vieweg + Teubner Verlag (2011) S. 194, ISBN 978-3-8348-1245-2. (Gerüche werden fälschlich als unangenehm empfunden), die Pseudoosmie (Geruchseindrücke werden beispielsweise unter dem Einfluss von Affekten umgedeutet) und die Phantosmie (halluzinatorische Geruchseindrücke).L. Klimek u. a.: Riech- und Schmeckvermögen im Alter. In: Deutsches Ärzteblatt 2000; 97(14), S. A-911 / B-763 / C-712, (online) Letzterer Begriff deckt sich weitgehend mit Geruchs- und Geschmackshalluzinationen.
Ursachen Als Ursachen werden Infektionen, neurologische Erkrankungen, toxische Schädigung des Riechepithels, posttraumatische Hirnschäden, Tumoren des zentralen Nervensystems und psychiatrische Erkrankungen diskutiert.
Siehe auch
Anosmie Hyposmie
Einzelnachweise
Weblinks
Kategorie:Krankheitssymptom in der Neurologie Kategorie:Neurophysiologie Kategorie:Riechen