Die Miyako-Inseln (, auch: ) sind eine Inselgruppe der japanischen Präfektur Okinawa.

Geografie Die Miyako-Inseln liegen 240 km südwestlich der Hauptinsel Okinawa Hontō der Präfektur Okinawa und 34 km nordöstlich der Insel Ishigaki-jima der Yaeyama-Inseln. Mit letzterer Inselgruppe bilden die Miyako-Inseln zusammen die Sakishima-Inseln.

Inseln Die Inselgruppe besteht aus folgenden 12 Inseln mit einer Fläche von mindestens einem Hektar, wobei die größten 8 bewohnt sind: Name japanisch Fläche [km²] Höhe [m] Gemeinde Koordinaten Miyako-jima 159,26 114,8 Miyakojima Irabu-jima 29,08 89,0 Miyakojima Tarama-shima 19,75 34,2 Tarama Shimoji-jima 9,54 21,6 Miyakojima Kurima-jima 2,84 47,3 Miyakojima Ikema-jima 2,83 28 Miyakojima Minna-shima 2,15 13,2 Tarama Ōgami-jima 0,24 74,4 Miyakojima Suidō-kojima 0,05 Miyakojima Insel (nördlich der Yonaha-Bucht) 0,01 Miyakojima Insel (in der Yonaha-Bucht) 0,01 Miyakojima Insel (nördlich der Irabu-Wasserstraße) 0,01 Miyakojima

Die gesamte Landfläche aller Inseln ist 256 km².

Verwaltungsgliederung Tarama-jima und Minna-jima bilden mit Einwohnern (Stand: ) auf 22 km² und damit einer Dichte von  Personen/km² den Landkreis Miyako mit dem Dorf Tarama als einzige Ortschaft.

Alle anderen Inseln der Gruppe bilden seit der Zusammenfassung vom Oktober 2005 die Stadt Miyakojima. Sie zählt Einwohner (Stand: ) auf 205 km² Landfläche und hat damit eine Einwohnerdichte von  Personen/km².

Die Gesamteinwohnerzahl beträgt damit Einwohner mit einer Einwohnerdichte von  Personen/km².

Fauna BirdLife International weist die Inselgruppe als Important Bird Area aus. Zu den vorkommenden Vogelarten zählen der Regenbrachvogel (Numenius phaeopus) und die Riukiu-Grüntaube (Treron permagnus).

Kultur Die Miyako-Sprache, bzw. -Dialekt der Inselgruppe gehört den Ryūkyū-Sprachen an. Unterschieden wird zwischen den Dialektgruppen Irabu und Miyako und ähnelt am ehesten der Yaeyama-Sprache, bzw. -Dialekt. Eine Besonderheit innerhalb der japanischen Sprachfamilie stellen Konsonanten an Silbenenden dar.

Wirtschaft und Tourismus Angebaut wird vornehmlich Zuckerrohr, der Fischfang bringt vor allem Katsuo (Echter Bonito) an Land.

Vor allem Miyako-jima ist ein beliebtes Ferienziel; von Ikema-jima aus werden Tauchfahrten zum Korallenriff Yabuji (auch Yabushi oder Yaebushi) angeboten. Das Korallenriff misst 15 km in Nordsüd-Richtung und 10 km in Ostwest-Richtung.

Verkehr Flugplätze gibt es auf Miyako-jima, Tarama-shima und Shimoji-jima. Letzterer bietet allerdings keinen Linienverkehr mehr an. Regelmäßige Fährverbindungen bestehen von Hirara auf Miyako-jima nach Irabu-jima, Tarama-shima, Ishigaki-jima und Naha.

Weblinks

Miyako-Inseln-Teil im Okinawa-Insel-Web (japanisch)

Einzelnachweise

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