+ Die Siegermannschaften Saison UEFA-Cup 1971/72 Tottenham Hotspur 1972/73 FC Liverpool 1973/74 Feyenoord Rotterdam 1974/75 Borussia Mönchengladbach 1975/76 FC Liverpool (2) 1976/77 Juventus Turin 1977/78 PSV Eindhoven 1978/79 Borussia Mönchengladbach (2) 1979/80 Eintracht Frankfurt 1980/81 Ipswich Town 1981/82 IFK Göteborg 1982/83 RSC Anderlecht 1983/84 Tottenham Hotspur (2) 1984/85 Real Madrid 1985/86 Real Madrid (2) 1986/87 IFK Göteborg (2) 1987/88 Bayer 04 Leverkusen 1988/89 SSC Neapel 1989/90 Juventus Turin (2) 1990/91 Inter Mailand 1991/92 Ajax Amsterdam 1992/93 Juventus Turin (3) 1993/94 Inter Mailand (2) 1994/95 AC Parma 1995/96 FC Bayern München 1996/97 FC Schalke 04 1997/98 Inter Mailand (3) 1998/99 AC Parma (2) 1999/00 Galatasaray Istanbul 2000/01 FC Liverpool (3) 2001/02 Feyenoord Rotterdam (2) 2002/03 FC Porto 2003/04 FC Valencia 2004/05 ZSKA Moskau 2005/06 FC Sevilla 2006/07 FC Sevilla (2) 2007/08 Zenit St. Petersburg 2008/09 Schachtar Donezk Saison UEFA Europa League 2009/10 Atlético Madrid 2010/11 FC Porto (2) 2011/12 Atlético Madrid (2) 2012/13 FC Chelsea 2013/14 FC Sevilla (3) 2014/15 FC Sevilla (4) 2015/16 FC Sevilla (5) 2016/17 Manchester United 2017/18 Atlético Madrid (3) 2018/19 FC Chelsea (2) 2019/20 FC Sevilla (6) 2020/21 FC Villarreal 2021/22 Eintracht Frankfurt (2) 2022/23 FC Sevilla (7) 2023/24 Atalanta Bergamo 2024/25 Tottenham Hotspur (3) 2025/26 Aston Villa Die UEFA Europa League ist nach der UEFA Champions League der zweithöchste von der UEFA (Union Europäischer Fußballverbände) organisierte Fußball-Europapokalwettbewerb für Vereinsmannschaften. Sie wurde 1971 unter dem Namen UEFA Cup (deutsch UEFA-Cup, in Deutschland auch UEFA-Pokal) als dritter Europapokalwettbewerb (EC3) gegründet und 1999/2000 mit dem aufgegebenen Europapokal der Pokalsieger zusammengelegt. Ihren heutigen Namen erhielt sie zur Saison 2009/10. Rekordsieger ist mit sieben Titeln der FC Sevilla. Deutsche Titelgewinner sind bisher Borussia Mönchengladbach (2×), Eintracht Frankfurt (2×), Bayer 04 Leverkusen, FC Bayern München und der FC Schalke 04. Der Wettbewerb umfasst derzeit eine aus drei Runden bestehende Qualifikationsphase, eine Play-off-Runde und den Hauptwettbewerb, der aus der Ligaphase und fünf daran anschließenden K.-o.-Runden besteht. Der Gewinner des Wettbewerbs spielt seit 2000 gegen den Sieger der Champions League um den UEFA Super Cup und erhält seit der Saison 2014/15 einen Startplatz in der Champions League der Folgesaison.

Geschichte Als inoffizieller Vorgänger des UEFA-Cups gilt neben anderen Vorläufern wie dem International Football Cup (IFC) der zeitgleich zum Europapokal der Landesmeister seit 1955 durchgeführte Messestädte-Pokal, der, initiiert von hochrangigen Fußballfunktionären, zunächst nicht von der UEFA, sondern privat organisiert und im Gegensatz zu etwa dem IFC nur Mannschaften aus Handelsmessestädten, größtenteils unabhängig von deren Platzierung in der nationalen Liga, vorbehalten war. 1971 übernahm die UEFA gemäß einer Vereinbarung des Jahres 1970 den Messepokal und gestaltete ihn in der darauffolgenden Spielzeit zum UEFA-Cup um. Im Unterschied zum Messestädte-Pokal konnten hier Klubs aus allen Mitgliedsländern, die nicht bereits für den Landesmeisterwettbewerb oder den der Pokalsieger qualifiziert waren, teilnehmen. Zudem wurde die Teilnahme von der Ligaposition abhängig gemacht. Für viele Klubs, die nicht genügend Spielstärke besaßen, um Meister oder Pokalsieger ihres Landes zu werden und sich somit für den Europapokal der Landesmeister bzw. den Europapokal der Pokalsieger zu qualifizieren, bot sich von nun an mit bis zu vier Startplätzen pro Landesverband eine gute Möglichkeit, dennoch am Europapokal teilzunehmen und sich im internationalen Vergleich zu messen.

Erster UEFA-Cup-Gewinner wurde 1972 Tottenham Hotspur. In den 1970er-Jahren duellierten sich deutsche, niederländische und belgische Klubs mit den englischen um den Titelgewinn. Zwischen 1968 und 1984 durchbrach mit Juventus Turin 1977 nur einmal ein südeuropäischer Klub die Dominanz der Mannschaften aus dem Norden. Dies änderte sich ab Mitte der 1980er-Jahre. Nach den beiden aufeinanderfolgenden Siegen von Real Madrid begann 1989 mit dem Triumph der SSC Neapel die Siegesserie der Italiener. In elf Jahren waren italienische Klubs achtmal erfolgreich. Allein Inter Mailand holte sich in dieser Zeit drei Mal den Pokal.

1995 führte die UEFA die Fair-Play-Wertung ein. Bis zur Saison 2015/16 stand den drei fairsten Verbänden der Vorsaison jeweils ein zusätzlicher Startplatz in der ersten Qualifikationsrunde des Wettbewerbs zu. Jeder Nationalverband hatte die Aufgabe, eine nationale Fairplay-Rangliste zu führen, aus welcher der jeweilige Fairplay-Teilnehmer ermittelt wurde.

Seit der Entscheidung, den höherrangigen Europapokal der Pokalsieger (EC2) abzuschaffen, qualifizierten sich von der Saison 1999/2000 an die jeweiligen europäischen Pokalsieger ebenfalls für den UEFA-Cup. Bisher konnten nur der FC Porto in der Saison 2010/11 und Manchester United in der Saison 2016/17 als Pokalsieger gewinnen.

Im Jahr 2000 sicherte sich mit Galatasaray Istanbul erstmals ein türkischer Klub einen Europapokaltitel. Seit 2005 haben drei Mannschaften aus der ehemaligen Sowjetunion den UEFA-Cup gewonnen: ZSKA Moskau, Zenit St. Petersburg und Schachtar Donezk. Der FC Sevilla konnte in den Jahren 2006 und 2007 den UEFA-Cup gewinnen und den Titel damit verteidigen – dies war zuvor nur Real Madrid in den Jahren 1985 und 1986 gelungen.

Nach der Spielzeit 2004/05 erfolgte die zweite große Veränderung des Wettbewerbes. Mit dem Ziel, den UEFA-Cup aufzuwerten und vor allem in Bezug auf Werbe- und Sponsoreneinnahmen der Champions League anzunähern wurde der Wettbewerb grundlegend verändert und eine Gruppenphase eingeführt. Näheres dazu siehe Abschnitt Spielmodus. In der Spielzeit 2008/09 wurde der UEFA-Cup in UEFA Europa League umbenannt.

2015 gelang wieder dem FC Sevilla eine Titelverteidigung, wodurch der Verein zum Rekordsieger des Wettbewerbs wurde und die Dominanz spanischer Mannschaften seit dem FC Valencia 2004 fortsetzte. Dabei hatte die Mannschaft im Vorjahr als erste überhaupt, die sportlich gar nicht qualifiziert gewesen und nur durch finanzielle Ausschlüsse anderer Vereine als Tabellenneunter nachgerückt war, die Europa League gewonnen. Obwohl der Titelgewinn von 2015 erstmals mit der Qualifikation zur UEFA Champions League verbunden war, konnte der FC Sevilla nach dem frühzeitigen Ausscheiden aus der Champions League auch 2016 den Titel verteidigen. Der Mannschaft gelang als erster überhaupt der Titel-Hattrick; auf alle europäischen Wettbewerbe bezogen war es der erste Dreifachtriumph eines Vereins seit 1976.

Zu der Saison 2024/25 wurde die nächste Reform des Wettbewerbs durchgeführt. Parallel zur Champions League wurde die Gruppenphase abgeschafft und durch eine Ligaphase ersetzt.

Frühere Logos

Teilnehmende Mannschaften mini|Eröffnungszeremonie des Endspiels 2015 im Warschauer Nationalstadion Teilnahmeberechtigt sind sämtliche Pokalsieger aller 55 Mitgliedsverbände der UEFA. Zusätzlich dürfen bis zu drei Mannschaften pro Verband teilnehmen, welche in der Abschlusstabelle ihrer Liga die Plätze hinter denen belegen, die zur Teilnahme an der UEFA Champions League berechtigen. Darüber hinaus erhielt bis zur Saison 2015/16 jeweils ein Verein der drei besten Verbände in der Fair-Play-Wertung einen zusätzlichen Startplatz in der ersten Qualifikationsrunde. Erstmals zur Saison 2015/16 erhielt der Europa-League-Sieger in der Folgesaison einen Startplatz in der Champions League. Ebenfalls seit der Spielzeit 2015/16 bekommt ein unterlegener nationaler Pokalfinalist keinen Startplatz mehr, auch wenn sich der Pokalsieger für die Champions League qualifiziert hat. Stattdessen ist der in der Liga nächstbeste Verein qualifiziert. Erstmals ab der Saison 2022/23 erhält der Sieger der UEFA Europa Conference League zur Folgesaison einen Startplatz in der UEFA Europa League.

Ein Gewinn eines Europapokaltitels bedeutet aber nur dann einen weiteren Teilnehmerplatz, wenn sich der betroffene Verein nicht anderweitig für einen der beiden Wettbewerbe qualifizieren konnte.

Für Liechtenstein gelten besondere Regeln. Da das Fürstentum keinen eigenen Ligabetrieb hat (die Liechtensteiner Vereine treten im Ligenverband der Schweiz an), tritt nur der nationale Cupsieger für das Fürstentum an. Theoretisch wäre es denkbar, dass ein Verein durch ein erfolgreiches Abschneiden in der Schweizer Liga ein weiteres Ticket lösen könnte. Dem entgegen steht zum einen die allgemein zu schwache Spielstärke der Liechtensteiner Clubs, zum anderen eine besondere Vereinbarung mit dem SFV, dass Liechtensteiner Vereine im Falle eines erfolgreichen Abschneidens in der Schweizer Liga auf ihre Teilnahme verzichten. In einem solchen Fall würde ein Schweizer Verein auf den freien Platz rücken.

England und Frankreich entsenden zusätzlich zum nationalen Verbandspokalsieger auch den Gewinner des Ligapokals in den Europapokal. Daher entfällt bei diesen beiden Nationen jeweils ein Platz über die Ligatabelle, sofern sich der Gewinner des Ligapokals nicht bereits für die Champions League oder die Europa League qualifiziert hat.

Wie viele Mannschaften welcher Nationen zugelassen werden, hängt zum einen von der Platzierung in der Fünfjahreswertung ab, zum anderen vom jeweils aktuellen Qualifikationsmodus. Dieser Modus legt zudem fest, in welcher Spielrunde die jeweiligen Teilnehmer in den Wettbewerb einsteigen. Zumindest in Details finden hier jährliche Anpassungen statt.

Für die Gruppenphase sind seit der Saison 2015/16 16 Mannschaften direkt qualifiziert, statt wie seit der Saison 2012/13 sieben (Titelverteidiger und Pokalsieger der sechs besten Verbände). Alle weiteren Teilnehmer starten zunächst in der vierstufigen Qualifikationsphase (drei Qualifikationsrunden + Play-offs), aus der 22 erfolgreiche Mannschaften hervorgehen. Zu diesen 38 Vereinen kommen noch 10 unterlegene Mannschaften aus den Play-offs der Champions League. Außerdem dürfen in der dritten Runde die acht Dritten der Gruppenphase der UEFA Champions League einsteigen. Von diesen gelang es Galatasaray Istanbul (1999/2000), Feyenoord Rotterdam (2001/02), ZSKA Moskau (2004/05), Schachtar Donezk (2008/09), Atlético Madrid (2009/10), FC Chelsea (2012/13) und FC Sevilla (2015/16), den UEFA-Cup bzw. die UEFA Europa League zu gewinnen.

Nicht zugelassene Mannschaften Erfüllt ein Klub die sportlichen Voraussetzungen für die Teilnahme an dem Wettbewerb, so behält sich die UEFA vor, eine Lizenzprüfung vorzunehmen und die Mannschaft gegebenenfalls nicht zuzulassen. Seit 2004 kam es aus lizenztechnischen Gründen zu folgenden 75 Ausschlüssen (Stand: Saison 2019/20) vom UEFA-Cup bzw. der UEFA Europa League: