Der Zypressen-Flachbärlapp (Diphasiastrum tristachyum) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Flachbärlappe (Diphasiastrum) innerhalb der Familie der Bärlappgewächse (Lycopodiaceae).

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Der Zypressen-Flachbärlapp wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 5 bis 20 Zentimetern. Die weit kriechenden, unterirdische, chlorophyllfreie Hauptsprossachse ist 3 bis 15 Zentimeter tief. Die oft in dichten Büscheln angeordneten, oberirdischen Sprossachsen sind bei einer Breite von 1 bis 1,8 Millimetern rundlich bis vierkantig und nur wenig abgeflacht. Ihre scheinzypressenähnlichwirkenden Blätter sind dunkel-grün und auf der Unterseite bereift. Bauch- und Flankenblätter gleichgestaltet.

Die zwei bis sechs, meist drei Sporophyllstände sind 2 bis 12 Zentimeter lang gestielt. Die Sporophylle sind in eine lange Spitze ausgezogen.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 46.

Ökologie Beim Zypressen-Flachbärlapp handelt es sich um einen Chamaephyten.

Vorkommen Der Zypressen-Flachbärlapp kommt in Europa, im asiatischen Teil der Türkei, Georgien und in Nordamerika vor. In Europa fehlt er auf dem Balkan, auf den Britischen Inseln und auf der Iberischen Halbinsel.

Der Zypressen-Flachbärlapp gedeiht in trockenen, lichten Nadelwäldern und auf Heiden; er mag frische oder wechselfeuchte, basenarme, saure, torfig-humose, sandige Böden, vor allem über Buntsandstein oder Granit. Nach Ellenberg ist er eine Lichtpflanze, ein Frischezeiger und Starksäurezeiger, der auf stickstoffärmsten Standorten wächst. Er ist eine Charakterart des Verbands der Ginster-Heidestrauch-Heiden (Genisto-Callunion).

Gefährdung und Schutz Der seltene Zypressen-Flachbärlapp gilt in der Roten Liste der gefährdeten Pflanzenarten in Deutschland nach Metzing et al. 2018 unverändert zur Roten Liste von 1998 in Kategorie 2: „stark gefährdet“. Der Zypressen-Flachbärlapp ist in Deutschland seit 1980 durch die Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) „besonders geschützt“ und außerdem durch die FFH-Richtlinie Anhang V der Europäischen Union geschützt.

In der Schweiz ist der Zypressen-Flachbärlapp seit 1985 nicht mehr gemeldet worden und gilt als regional ausgestorben (RE). In Österreich gilt der Zypressen-Flachbärlapp als CR = „Critically Endangered“ = „vom Aussterben bedroht“.

Taxonomie Die Erstveröffentlichung erfolgte 1814 unter dem Namen (Basionym) Lycopodium tristachyum durch Frederick Traugott Pursh in Flora Americae Septentrionalis, ..., 2, S. 653. Die Neukombination zu Diphasiastrum tristachyum wurde 1975 durch Josef Holub in Preslia, Band 47, S. 108 veröffentlicht. Weitere Synonyme für Diphasiastrum tristachyum sind: Diphasium tristachyum , Lycopodium chamaecyparissus , Lycopodium complanatum subsp. chamaecyparissus , Diphasiastrum complanatum subsp. chamaecyparissus , Diphasium chamaecyparissus , Diphasium complanatum subsp. chamaecyparissus nom. inval., Lycopodium clavatum var. tristachyum , Lycopodium complanatum subsp. tristachyum , Lycopodium complanatum var. chamaecyparissus , Lycopodium complanatum var. chamaecyparissus , Lycopodium complanatum var. chamaecyparissus , Lycopodium complanatum var. patentifolium , Lycopodium complanatum var. tristachyum , Lycopodium tristachyum .

Quellen EX Diphasiastrum tristachyum (PURSH) HOLUB – Zypressen-Flachbärlapp – Lycopodiaceae. In: Merkblätter Artenschutz – Blütenpflanzen und Farne (Stand Oktober 1999). PDF. Warren H. Wagner Jr., Joseph M. Beitel: Diphasiastrum., S. 28–32. In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico, Volume 2: Pteridophytes and Gymnosperms. Oxford University Press, New York und Oxford, 1993, ISBN 0-19-508242-7. Diphasiastrum tristachyum (Pursh) Holub - textgleich online wie gedrucktes Werk.

Einzelnachweise Michael Koltzenburg: Diphasiastrum tristachyum. In: Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder. 98. Auflage. Verlag Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2024, ISBN 978-3-494-01943-7. S. 124. L. Schratt-Ehrendorfer, H. Niklfeld, C. Schröck. O. Stöhr (Hrsg.): Rote Liste der Farn- und Blütenpflanzen Österreichs. (Herausgegeben von) — Stapfia 114, Land Oberösterreich, Linz, 2022. PDF. Datenblatt bei WISIA-Online. Maarten J. M. Christenhusz, E. von Raab-Straube (2013+): Lycopodiophytina. Datenblatt Diphasiastrum tristachyum In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Michael Hassler: Taxon in Suchmaske eintragen bei World Ferns. - Synonymic Checklist and Distribution of Ferns and Lycophytes of the World. Version 19.2 vom März 2024.

Weblinks

Die Verbreitung auf der Nordhalbkugel. Thomas Meyer: Flachbärlapp Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei Flora-de: Flora von Deutschland (alter Name der Webseite: Blumen in Schwaben). Datenblatt mit Fotos und Verbreitung in Tschechien bei Pladias – Database of the Czech Flora and Vegetation. www.pladias.cz. Datenblatt mit Herbarbelegen bei Pteridoportal.org. Datenblatt Zypressen-Flachbärlapp - Diphasiastrum tristachyum (Lycopodium tristachyum / Lycopodium chamaecyparissus) mit Fotos bei Botanik im Bild / Flora von Österreich, 2007. Datenblatt mit Fotos und Verbreitung in Frankreich bei Tela Botanica. Datenblatt mit Fotos und Verbreitung in Italien bei Portale della Flora d'Italia - Portal to the Flora of Italy.

Kategorie:Bärlapppflanzen