Langenaltheim ist eine Gemeinde im mittelfränkischen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen und deren Hauptort. Es ist die südlichste Gemeinde Mittelfrankens und somit ganz Frankens. Im Dreiländereck gelegen, grenzt die Gemeinde an Oberbayern und Schwaben.: www.diesteinreichen5.de, abgerufen am 21. Januar 2014.
Geografie mini|Das Freibad Langenaltheim
Geografische Lage Der Ort Langenaltheim liegt im Süden des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen auf etwa im Hochland der Weißenburger Alb, einem Teilgebirge der Fränkischen Alb. Dieser liegt etwa acht Kilometer südlich der Stadt Treuchtlingen und etwa vier Kilometer westlich der Altmühl in der Region Westmittelfranken und inmitten des Naturparks Altmühltal. Auf dem Gemeindegebiet liegen mehrere ausgedehnte Wälder, darunter südlich von Langenaltheim das Waldgebiet Oberholz. Im südlichsten Punkt der Gemeinde liegt das Röglinger Tal, worin sich das mit einer Stele markierte Dreiländereck, der südlichste Punkt Frankens und der westlichste Punkt Oberbayerns befindet. Andere Täler in der Gemeinde Langenaltheim sind das Rehlinger Tal und das Pappenheimer Tal. Durch Langenaltheim führt die Staatsstraße 2217, westlich des Kernortes durchquert die Bundesstraße 2 das Gemeindegebiet. In den Wäldern von Langenaltheim befinden sich mehrere Werke, in denen Treuchtlinger Marmor und Solnhofener Plattenkalk abgebaut wird. Der ehemalige Steinbruch südöstlich der Langenaltheimer Haardt ist als Geotop ausgewiesen und hat den Platz 71 der der schönsten Geotope Bayerns. Das Gelände ist gebirgig, auf dem Gemeindegebiet liegen unter anderem der Steinbass (), der Kühberg () und der Schrandelberg ().
Die Nachbargemeinden sind:
Gemeindegliederung Es gibt 9 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):
Es gibt auf dem Gemeindegebiet die Gemarkungen Büttelbronn, Langenaltheim, Oberholz und Rehlingen. Die Gemarkung Langenaltheim hat eine Fläche von 19,871 km². Sie ist in 2795 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Flurstücksfläche von 7109,39 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Altheimersberg und Langenaltheimer Haardt.
Geschichte Bis zur Gemeindegründung Ins Licht der Geschichte tritt „Altheim in pago Sualafelden“ durch einen Eintrag im Urkundenbuch des Klosters Fulda, der auf 750–802 datiert ist (Regnum Francorum online FUB 328). Zum zweiten Mal erscheint Langenaltheim dann 914 in einer Urkunde König Konrads I. (MGH DD Ko.I. 21). Ab 1541 gehörte der Ort zur Grafschaft Pappenheim, die ein Teil des Fränkischen Ritterkreises war. Mit der Rheinbundakte 1806 kam der Ort, wie andere Orte Frankens auch, zum Königreich Bayern. 1818 entstand mit dem Gemeindeedikt im Rahmen der Verwaltungsreform die politische Gemeinde Langenaltheim.
Eingemeindungen Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. April 1971 die Gemeinde Rehlingen eingegliedert. Am 1. Januar 1972 kamen Höfen, Lohhof und Neuherberg als Teile der aufgelösten Gemeinde Haag bei Treuchtlingen dazu. Büttelbronn folgte am 1. Mai 1978.
Einwohnerentwicklung Bevölkerungsentwicklung Jahr 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 20152020 Einwohner 2447 2383 2224 2356 2562 2523 2434 2334 22272234
Politik Gemeinderat Die Gemeinderatswahl 2020 ergab folgende Stimmenanteile und Sitzverteilung: +Partei/Liste%SitzeCSU/Parteilose Wählergruppe37,95SPD18,83Freie Wähler Langenaltheim43,26Gesamt10014Wahlbeteiligung65,0 %
Bürgermeister Der Erste Bürgermeister Alfred Maderer (Freie Wähler) erhielt 2020 einen Stimmenanteil von 89,8 % der abgegebenen Stimmen.
Wappen
Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Mauthaus In Langenaltheim befinden sich die Willibaldskirche und die Johanniskirche (beide evangelisch). Direkt an den Ort grenzt die Langenaltheimer Haardt, die zu den schönsten Geotopen Bayerns gehört.
Zudem wurden in Langenaltheim 3 Exemplare des Urvogels Archaeopteryx gefunden.
Das private Heimatmuseum Langenaltheim von Friedrich Schwegler das aus dem eigenen Steinbruch Schrandl mit zahlreichen, teils spektakulären Fossilien (u. a. Aegirosaurus leptospondylus) und altem Werkzeug zur Steinbearbeitung ausgestattet war, besteht seit 2005 nicht mehr.Karl Zecherle: Fossilien der Altmühlalb. 1994, S. 26/27 (sw Abb.) und 70/71 Berichte Plattenkalk, 2. Teil: Ein wiederentdecktes Reisetagebuch aus dem Sommer 1988 von Guido M. Berndt in Steinkern.de
Bodendenkmäler
Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft Im Jahr 2023 gab es nach der amtlichen Statistik 447 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 987. Im verarbeitenden Gewerbe und im Bauhauptgewerbe gab es jeweils drei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 2020 26 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1261 Hektar, davon waren 722 Hektar Ackerfläche.
Bildung 2024 gab es folgende Einrichtungen: 1 Kindertageseinrichtung: 149 genehmigte Betreuungsplätze, 143 betreute Kinder 1 Grundschule: vier Lehrkräfte, 73 Schülerinnen und Schüler
Sonstige Einrichtungen Freibad mit großer Liegewiese Offroard Park Langenaltheim
Verkehr An Langenaltheim vorbei führt die Staatsstraße 2217, die von Solnhofen kommend etwa zwei Kilometer nordwestlich des Ortes in die Bundesstraße 2 mündet.
Persönlichkeiten Heinrich Forster (1897–1955), SS-Hauptsturmführer und Lagerführer in Konzentrationslagern Herbert Ohly (1901–1972), Jurist und Bürgermeister von Erlangen Hanns Zischler (* 1947), Schauspieler, Dramaturg, Literat, Übersetzer, Fotograf, Historiker; wuchs in Langenaltheim auf
Literatur
Weblinks
Gemeinde Langenaltheim
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp) Kategorie:Gemarkung im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen