mini|hochkant|Luise Kinseher (2022) Luise Kinseher (* 4. Januar 1969 in Geiselhöring) ist eine deutsche Kabarettistin und Schauspielerin.
Leben und Wirken Luise Kinseher, die im niederbayerischen Geiselhöring als Tochter eines Malermeisters und einer sudetendeutschen Mutter aus KrummauIm Fokus: Luise Kinseher Haus des deutschen Ostens, 3. Juni 2025 aufwuchs, studierte Germanistik, Theaterwissenschaften und Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München. Ihre Magisterarbeit schrieb sie 1994 über Sigi Zimmerschied. Erste Bühnenerfahrungen als Kabarettistin sammelte sie 1992. Von 1993 bis 1998 war sie Ensemblemitglied der Iberl-Bühne bei Georg Maier in München-Solln, wo sie in über 800 Vorstellungen auftrat.
1998 präsentierte sie ihr erstes Soloprogramm Ende der Ausbaustrecke – Silent Thrill of Kabarett.
Regisseur Franz Xaver Bogner entdeckte Kinseher als bayerische Volksschauspielerin und besetzte sie in seinen Fernsehserien in Schlüsselrollen, so als Hanna Graf in Café Meineid und als Polizeirevierleiterin Thekla Eichenseher in München 7. In Vorne ist verdammt weit weg und Marcus H. Rosenmüllers Beste Zeit war sie auch im Kino zu sehen. Als Chefsekretärin Gabi Blümel hält sie regelmäßig Rückschau in dem kabarettistischen Wochenrückblick des Bayerischen Fernsehens Nix für ungut. 2010 spielte Kinseher beim Singspiel des traditionellen Politiker-Derbleckens auf dem Nockherberg erstmals die Rolle der Bavaria; von 2011 bis 2018 hielt sie in dieser Rolle als erste Frau überhaupt die Salvatorrede.
Ihr Bühnenprogramm Einfach reich feierte 2010 in der Münchner Lach- und Schießgesellschaft Premiere. 2014 hatte ihr Bühnenprogramm Ruhe bewahren ebenfalls seine Premiere in der Münchner Lach- und Schießgesellschaft. mini|hochkant|Laudatio auf Sigi Zimmerschied Am 19. März 2017 hielt sie im Münchner Volkstheater die Laudatio auf den vierten Großen Karl-Valentin-Preisträger Sigi Zimmerschied und zitierte dabei aus ihrer Magisterarbeit.
Zu Silvester 2022 spielte sie erstmals eine Rolle an der Bayerischen Staatsoper. Sie verkörperte als erste Frau die Rolle des Frosch in Johann Strauss „Die Fledermaus“.
Luise Kinseher lebt in München. Dort heiratete sie 2025. Die Trauung nahm der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter vor.
Auszeichnungen mini|hochkant|Luise Kinseher mit dem Bayerischen Poetentaler 1999: Passauer Scharfrichterbeil 2002: Mindener Stichling, Solopreis 2002: Deutscher Kleinkunstpreis, Förderpreis 2003: Kabarettpreis der Landeshauptstadt München 2012: Bairische Sprachwurzel, Straubing 2013: Ernst-Hoferichter-Preis der Landeshauptstadt München 2014: Bayerischer Kabarettpreis, Hauptpreis 2016: Sigi-Sommer-Taler 2019: Bayerische Verfassungsmedaille in Silber 2021: Schlappmaulorden 2022: Salzburger Stier 2022: Bayerischer Poetentaler der Münchner Turmschreiber 2023: Deutscher Kabarettpreis
Soloprogramme mini|hochkant|Ruhe bewahren, Herbst 2014 mini|hochkant|Bühnenfigur: Mary from Bavary 1998: Ende der Ausbaustrecke – Silent Thrill of Kabarett 2001: Schnop – der Weg ist weg 2004: Glück & Co 2007: Hotel Freiheit 2010: Einfach reich 2014: Ruhe bewahren 2018: Mamma Mia Bavaria 2022: Wände streichen. Segel setzen 2025: MARY FROM BAVARY – Endlich SOLO!
Gelegentlich tritt sie in ihren Programmen als ihr dauerbeschwipstes Alter Ego Famous Mary from Bavary auf. Nicht ganz tritt- und sprechsicher kommentiert sie im Morgenmantel das Weltgeschehen und erklärt komplexe Sachverhalte (z. B. die Quantenphysik) aus der Perspektive des Stammgastes eines Münchner Stüberls.
Diskografie Schnop – Der Weg ist weg, WortArt Köln 2002, ISBN 3-7857-1299-5 Glück & Co, WortArt Köln, 2005, ISBN 3-7857-3028-4 Hotel Freiheit, WortArt Köln, 2008, ISBN 978-3-86604-937-6 einfach reich, WortArt Köln, 2011, ISBN 978-3-8371-0953-5 Ruhe bewahren, CD, WortArt Köln, 2015, ISBN 978-3-941082-82-3 Ruhe bewahren, DVD, EuroVideo, 2015, EAN 4009750212882
Filmografie 1996–1998: Anwalt Abel (Fernsehserie, 2 Folgen, verschiedene Rollen) 1996: Tatort – Schattenwelt (Fernsehreihe) 1999: SOKO München (Fernsehserie, Folge: Das Doppelleben des Werner Eck) 1999: Einmal leben 2000–2003: Café Meineid (Fernsehserie, 42 Folgen) 2001: Alle meine Töchter (Fernsehserie, Folge: Der Bumerang-Effekt) 2001: Jenny & Co. (Fernsehserie, Folge: Kinder, Kinder) 2004–2016: München 7 (Fernsehserie, 47 Folgen) 2006–2010: Die Rosenheim-Cops (Fernsehserie, 2 Folgen, verschiedene Rollen) 2007: Das große Hobeditzn 2007: Beste Zeit 2007: Vorne ist verdammt weit weg 2010: Nix für ungut! (Fernsehserie, 4 Folgen) 2010–2018: Auf dem Nockherberg (Fernsehshow, 9 Episoden) 2011: Intensiv-Station – Die NDR Satireshow (Fernsehshow) 2011–2012: Ottis Schlachthof (2 Episoden) 2013: Dahoam is Dahoam (Fernsehserie, 1 Folge) 2015: Die Anstalt (1 Episode) 2016: Familie – Die Quittung kommt zum Schluss 2017: Das Pubertier – Der Film 2019–2021: Mama Bavaria (Fernsehserie) 2021: Weißbier im Blut 2022: Damaged Goods (Miniserie) 2024: Ungeschminkt (Fernsehfilm) 2025: Zweigstelle 2025: Karli & Marie 2026: Baumgeflüster (Fernsehfilm)
Hörspiele 2006: Jörg Graser: Diridari – Regie: Robert Matejka (Hörspiel – DKultur) 2012: Jörg Graser: Kreuzeder und der Tote im Wald – Regie: Stefan Dutt (Kriminalhörspiel – DKultur)
Weblinks
luise-kinseher.de Schwester Barnabella Porträt, Süddeutsche Zeitung vom 9. Oktober 2010 sueddeutsche.de vom 10. März 2017: Der Nockherberg und die Kunst des Beleidigtseins
Einzelnachweise
Kategorie:Kabarettist (Deutschland) Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Hörspielsprecher Kategorie:Darstellender Künstler (München) Kategorie:Träger des Ernst-Hoferichter-Preises Kategorie:Träger der Bayerischen Verfassungsmedaille in Silber Kategorie:Träger der Bairischen Sprachwurzel Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1969 Kategorie:Frau