Horst Chmela [kʰmela] (* 29. Oktober 1939 in Wien-Ottakring; † 22. November 2021) war ein österreichischer Liedermacher und Musiker. Seine mehr als 350 Lieder sind hauptsächlich dem Wienerlied und der volkstümlichen Musik zuzurechnen. Die Sprache seiner Lieder ist größtenteils das Wienerische.

Biographie Horst Chmela wuchs in Wien-Ottakring auf. In der 24-m²-Wohnung lebten fünf Menschen. „Ich wuchs ziemlich frei auf der Straße auf, wurde also zu einem echten Wiener ‚Gassenbuben‘.“Club Carriere - Enzyklopädie des Erfolges März 2005, Algoprint Verlags AG, 2005, ISBN 3952268941, S. 452: „Chmela Horst“ Wie sein Vater und sein Bruder lernte er nach der Schule den Beruf des Schuhmachers und schloss 1962 seine Ausbildung mit der Meisterprüfung ab, wodurch er einer der jüngsten Schuhmachermeister in Wien war. Fasziniert vom Rock ’n’ Roll der 1950er- und 1960er-Jahre war er neben seinem Beruf als Bandleader der Gruppe The Sunset-Four tätig. Mit der Combo sammelte er auch in den USA Erfahrungen. Die Gruppe landete 1966 mit dem Titel Symphony d’amoreThe Sunset Combo – Symphony D'Amore / Ich Will, discogs.com. auf dem dritten Platz der österreichischen Hitparade (hinter den Beatles und Pierre Brice). 1969 löste sich die Gruppe auf.

Seinen ersten ganz großen Erfolg feierte Horst Chmela 1971 mit Ana hot imma des Bummerl (Einer hat immer das Bummerl). Es ist aus diversen Niederlagen aus seiner Anfangszeit als Profimusiker entstanden. Es existieren 240 Coverversionen und 2,4 Millionen Verkaufseinheiten gingen über den Ladentisch. 1983 verlieh ihm der Wiener Bürgermeister Helmut Zilk das Goldene Verdienstzeichen der Stadt Wien. Am 22. Jänner 2002 wurde er mit der Goldenen Krone der Volksmusik der ARD ausgezeichnet.

Chmela lebte in Wien und trat regelmäßig als Sänger auf. Er saß im Vorstand der Gesellschaft der Autoren, Komponisten und Musikverleger. Ab 1965 war er verheiratet; er hatte zwei Kinder. Sein Sohn Horst Chmela Junior ist ebenfalls als Musiker tätig. Er wurde am Wiener Zentralfriedhof beigesetzt.

Bekannte Lieder Ana hot imma des Bummerl – siehe Kartenspiel Schnapsen Her mit meine Henna (… der Gockala is do) – gemeint sind Hennen und (Gockel-)Hahn, also weibliche und ein männliches (Haus-)Huhn Der Deppate Bua Mama, i bitt dich schau oba (Melodie: Karl Bazant)

Diskografie (Auswahl)

Weblinks

Offizielle Website Chartplatzierungen von Horst Chmela auf austriancharts.at krone.tv: Horst Chmela: „Die Musik hat mich gerettet“ auf YouTube, 10. April 2014.

Einzelnachweise

Kategorie:Schlagersänger Kategorie:Liedermacher Kategorie:Interpret der Volksmusik (Österreich) Kategorie:Wienerlied Kategorie:Träger des Goldenen Verdienstzeichens des Landes Wien Kategorie:Träger der Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien in Bronze Kategorie:Träger der Krone der Volksmusik Kategorie:Musiker (Wien) Kategorie:Person (Ottakring) Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1939 Kategorie:Gestorben 2021 Kategorie:Mann