mini|Jagdschloss Graupa
Graupa ist eine rechts von der Elbe und südöstlich von Dresden liegende ehemalige Landgemeinde. Seit dem 1. Januar 1999 ist Graupa ein Ortsteil der Stadt PirnaStBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Graupa besteht aus den Teilen Groß- und Klein- und Neugraupa sowie Vorderjessen. Graupa bildet zusammen mit dem Ortsteil Bonnewitz die Ortschaft Graupa nach der Sächsischen Gemeindeordnung. Diese hat gemäß ihrer Ortschaftsverfassung einen Ortschaftsrat und Ortsvorsteher.
Geographie Durch Graupa fließt der vom Borsberg kommende Graupaer Bach nach Pillnitz zur Elbe. In seinem Lauf nimmt er jenseits der Stadtgrenze den Tiefen Grundbach auf, der durch den Tiefen Grund fließt, ein vom nördlich gelegenen Borsberg bis Kleingraupa zum Teil steil herabführendes Kerbtal.
alternativtext=Evangelische Kirche in Graupa. Architekt Rudolf Kolbe|mini|Ev. Kirche in Graupa mit dem charakteristisch niedrigen Turm. Architekt Rudolf Kolbe. Plastik über dem Eingang zur Kirche "Jesus und die Kinder" von Selmar Werner. Die Rollstühle an den Säulen sind eine Werbeaktion für einen behindertengerechten Zugang.
Geschichte Graupa wurde 1350 ersterwähnt.
40 der 215 zivilen Opfer des Bombenangriffs auf Pirna am 19. April 1945 wurden in Sammelgräbern auf dem Friedhof Graupa beigesetzt.Rene Misterek: Bomben auf Pirna. Der 19. April 1945 in 1945. Kriegsende in der Sächsischen Schweiz. Pirnaer Museumshefte. Hrsg. Rene Misterek, Schriften des Stadtmuseums Pirna. 2019. ISBN 978-3-939027-12-6. S. 44–61
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Sehenswert sind das Jagdschloss, der ehemalige Sitz eines Rittergeschlechts, und sein Park. Richard-Wagner-Gedenkstätten Graupa Zu den Richard-Wagner-Stätten Graupa gehören: Gutshaus: Das Schäfersche Bauerngut („Lohengrinhaus“) beherbergt seit 1907 ein kleines Museum. Der Komponist Wagner schrieb hier im Sommer 1846 während eines Urlaubs seine Oper Lohengrin. Richard-Wagner-Lehrpfad von 2005 mit Panoramatafel von 2006.
Am 18. September 2006 begannen die Bauarbeiten zur Instandsetzung der Richard-Wagner-Stätten, die im Juli 2011 beendet wurden.Schwanenritters Urlaubsort in: FAZ vom 27. August 2011, Seite 34 Das Lohengrinhaus wurde nach Unterlagen von 1917 restauriert. In ihm ist neben dem Sitz des Gaßmeierförderkreises die Wohnung Richard Wagners von 1846 zu besichtigen. Ferner wurden drei Studierwohnungen für Kunststudenten untergebracht.
Das Richard-Wagner-Museum, welches bis 2011 interimsmäßig in der alten Schule untergebracht war, erhielt sein Domizil im benachbarten Jagdschloss. Neben einer Erweiterung und Aufwertung des Museums ist dort ein Saal für etwa 120 Personen und eine kleine Cafeteria entstanden.
Weiteres Das Borsbergbad wurde 2001 geschlossen. Ein Grund dafür war, dass die natürlich zulaufende Wassermenge stark abgenommen hatte. Es ist noch eine naturbelassene Teichanlage und ein Hochwasserrückhaltebecken.graupa-online.de Der Ortsverband des BUND in Graupa widmet sich seit 2025 der Renaturierung des Bades.
Naturdenkmäler mini|Schöne Eiche
Schöne Eiche mit einem Brusthöhenumfang von 7,20 m (2016).
In Graupa geborene Persönlichkeiten Frank Leuchte (1942–1992), Cartoonist und Karikaturist Britta Matthies (* 1949), Malerin und Grafikerin
Literatur
Heimatverein Graupa e. V. (Hrsg.): 650 Jahre Graupa. Graupa 2010 Alfred Meiche: Historisch-topographische Beschreibung der Amtshauptmannschaft Pirna. Dresden 1927. (Digitalisat) Siegfried Störzner: Großgraupa und sein Lohengrinhaus. in: Mitteilungen des Landesverein Sächsischer Heimatschutz Band XVII, Heft 3–4/1928, Dresden 1928, S. 136–153
Weblinks
Ortsteilübersicht In: Webauftritt der Stadt Pirna. Website zu Graupa Ortsdarstellung des Heimatvereins Graupa
Einzelnachweise
Kategorie:Stadtteil von Pirna Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) Kategorie:Ersterwähnung 1350 Kategorie:Gemeindeauflösung 1999 Kategorie:Ort im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge