Black Uhuru ist eine jamaikanische Reggae-Band, die 1972 in Kingston gegründet wurde und zu den bedeutendsten Vertretern des Roots-Reggae der zweiten Generation zählt. Das Wort „Uhuru“ ist der ostafrikanischen Sprache Swahili entlehnt und bedeutet Freiheit. Mit ihrer Musik wollte die Band das jamaikanische Volk aufrütteln und an seine afrikanischen Wurzeln erinnern.

Bandgeschichte Anfangs bestand die Band aus Derrick „Duckie“ Simpson (geb. 24. Juni 1950 in Kingston), Rudolph „Garth“ Dennis (geb. 2. Dezember 1949) und Don Carlos (bürgerlich Eurin Spencer, geb. 29. Juni 1952). Während Garth Dennis und Don Carlos eigene Soloprojekte starteten, musizierte Duckie Simpson weiter unter dem Namen Black Uhuru. Dazu verpflichtete er Michael Rose und Errol Nelson, die durch die spätere Rückkehr Don Carlos’ und weitere Umbesetzungen wieder ersetzt wurden und eigene Soloprojekte starteten. Ihre erfolgreichste Zeit hatten Black Uhuru in den 1980er Jahren. Das Vokaltrio bestand aus Duckie Simpson, Michael Rose sowie Puma Jones, einer aus South Carolina stammenden Sozialarbeiterin, die mit ihrem hohen Sopran zum charakteristischen Sound der Band beitrug. Unterstützt wurden sie von der kraftvollen Rhythmusgruppe Sly & Robbie mit Sly Dunbar am Schlagzeug und Robbie Shakespeare am Bass sowie weiteren von Jamaikas begehrtesten Instrumentalisten. Sly Dunbar und Robbie Shakespeare produzierten auch die bekanntesten Singles, General Penitentiary, Guess Who’s Coming to Dinner, Plastic Smile, Abortion und Shine Eye Gal. Der Song Abortion, ein Lied gegen Abtreibung (abortion, abortion, you got to have caution), wurde in Jamaika indiziert.

Mit dem Album Anthem gewannen sie 1985 den erstmals verliehenen Grammy Award in der Kategorie Beste Reggae-Aufnahme. Bis 1995 wurden sie weitere sechsmal für diese Kategorie nominiert.

Ein Auftritt Black Uhurus mit dem Erfolg Sinsemilla 1981 im Rockpalast sorgte dafür, dass der Begriff „Sinsemilla“ auch in Deutschland bekannt wurde.

Diskografie Gruppe: Derek „Duckie“ Simpson, Michael Rose, Errol „Tarzan“ Nelson, Don Carlos

1977: Love Crisis 1981: Black Sounds of Freedom (Love Crisis Re-Edition)

Gruppe: Derek „Duckie“ Simpson, Michael Rose, Sandra „Puma“ Jones, Sly Dunbar, Robbie Shakespeare

1979: Showcase 1980: Black Uhuru (Showcase Re-Edition) 1980: Sinsemilla 1981: Red 1982: Chill Out 1983: Guess Who’s Coming to Dinner (Black Uhuru Re-Edition) 1983: Anthem 1985: Reggae Greats (Compilation)

Gruppe: Derek „Duckie“ Simpson, Delroy „Junior“ Reid, Sandra „Puma“ Jones

1986: Brutal

Gruppe: Derek „Duckie“ Simpson, Delroy „Junior“ Reid, Sandra „Olafunke“ Jones

1987: Positive

Gruppe: Derek „Duckie“ Simpson, Garth Dennis, Don Carlos

1990: Now 1991: Iron Storm 1993: Mystical Truth 1994: Strongg

Gruppe: Derek „Duckie“ Simpson, Jenifah Nyah, Andrew Bees

1998: Unification 2001: Dynasty

Live / Dub Alben:

1982: Uhuru in Dub 1982: Tear It Up – Live (Album und Video) 1983: The Dub Factor 1986: Brutal Dub 1987: The Positive Dub 1988: Live 1988: Live in New York City 1990: Now Dub 1990: Love Dub („Uhuru in Dub“ Re-Edition) 1992: Iron Storm Dub 1993: Mystical Truth Dub 1994: Strongg Dubb 2000: Live 1984 2001: In Dub 2001: Dubbin’It Live (Sommer 2001, beim Paléo Festival)

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Reggaeband Kategorie:Jamaikanische Band Kategorie:Dubband Kategorie:Grammy-Preisträger