1941 – Wo bitte geht’s nach Hollywood (Originaltitel: 1941) ist eine US-amerikanische Filmkomödie aus dem Jahr 1979. Der Regisseur war Steven Spielberg, das Drehbuch schrieben Bob Gale, John Milius und Robert Zemeckis. Die Hauptrollen spielten Dan Aykroyd, Ned Beatty und John Belushi.

Handlung Die Handlung spielt in Los Angeles, kurz nach dem Angriff der Japaner auf Pearl Harbor. Es kommt in der Stadt zu einer Massenhysterie und zu chaotischen Zuständen. In der Wüste in der Nähe der Stadt wähnt sich der paranoide Colonel Maddox von imaginären japanischen Fallschirmjägern umzingelt.

Der für die Verteidigung der Stadt zuständige General Joseph W. Stilwell will nicht gestört werden. Er besucht gerade eine Kinovorstellung und weint bei Dumbo. Währenddessen befindet sich Stilwells Adjutant Captain Loomis Birkhead mit Maddox’ Aufklärungsflugzeug im Anflug auf die Stadt, ist aber mehr mit General Stilwells neuer Sekretärin Donna Stratton „beschäftigt“ als mit der Maschine selbst. Da Birkhead sich nicht meldet (die Maschine hat kein Funkgerät), wird in L.A. Großalarm ausgelöst, und alle Flak-Geschütze werden abgefeuert, auch wenn keines ein genaues Ziel hat. Obendrein verfolgt der schrullige und zunehmend paranoide Army-Air-Forces-Pilot Captain „Wild Bill“ Kelso den Aufklärer mit seiner P-40.

Der Kommandant eines japanischen U-Bootes, Akiro Mitamura, will Hollywood angreifen, sieht sich aber zunächst mit massiver verbaler Kritik seitens des an Bord befindlichen deutschen Verbindungsoffiziers Kapitän von Kleinschmidt konfrontiert. Um wenigstens hier etwas Ruhe zu haben, lässt Mitamura den nervenden Verbündeten über Bord gehen, als dieser das Schiff zu übernehmen versucht. Schließlich zerstört er ein Riesenrad in einem Vergnügungspark. Der Angriff wird von der freiwilligen Bürgerwehr abgewehrt, die mit ihrem Geschütz das U-Boot nicht treffen kann, dafür das Haus des Kommandanten der Bürgerwehr Ward Douglas beschädigt und Wild Bills Jäger abschießt. Bill „entert“ schließlich das U-Boot und lässt sich nach Japan bringen, um den Tennō zu verhaften. Als Douglas Weihnachtsschmuck an seiner Haustür festnagelt, rutscht das gesamte Haus in den Pazifik.

Kritiken

Der Fischer Film Almanach 1981 meinte, der „arme Zuschauer“ wisse vor lauter Ironie, Albernheit, Spezialeffekten und einer Menge Filmzitaten „nicht recht, wie ihm geschieht“. Die „Material- und Stuntmen-Schlachten“ seien „von solch aggressivem Irrwitz, daß einem nicht nur Hören und Sehen“ vergehe, „sondern, wenn man nicht aufpaßt, ganz leicht auch das Denken.“ Was „Parodie, was Kritik und was lediglich Spaß am Klamauk ist“, habe Spielberg „nicht zu trennen vermocht“. „Die Hybris des eigenen Metiers“, die er habe unterlaufen wollen, hole ihn so jedoch ein.

Auszeichnungen Der Film wurde im Jahr 1980 in drei Kategorien für den Oscar nominiert: Beste Kameraarbeit, Beste Visuelle Effekte und Bester Ton.

Hintergründe Der Film wurde bei Erscheinen überwiegend schlecht rezensiert, teilweise verrissen, und gilt auch heute als eine der schwächsten Regiearbeiten Spielbergs. Trotzdem erzielte der Film weltweit über 90 Millionen US-Dollar Einnahmen bei ca. 35 Millionen Dollar Produktionskosten. Neben den Hauptdarstellern Dan Aykroyd und John Belushi, die ein Jahr später mit dem Film Blues Brothers berühmt wurden, wartete der Film mit hochklassig besetzten Nebenrollen auf. Mickey Rourke begann mit einer kleinen Rolle in dem Film seine Hollywoodkarriere. Vorbild für den Film war die sogenannte Schlacht um Los Angeles in der Nacht vom 24. zum 25. Februar 1942.

Soundtrack-Veröffentlichung John Williams et al.: 1941 – Original Motion Picture Soundtrack. Varèse Sarabande, Columbia Pictures und Universal City Studios, Studio City o. J., Tonträger-Nr. VSD-5832.

Weblinks

1941 – Wo bitte geht’s nach Hollywood in schnittberichte.com (mit genauen Beschreibungen zahlreicher Szenen und Bildern)

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 1979 Kategorie:US-amerikanischer Film Kategorie:Zweiter Weltkrieg im Film Kategorie:Slapstick-Film Kategorie:Kriegsfilm Kategorie:Steven Spielberg