Die Karl-May-Gesellschaft (KMG) wurde 1969 gegründet und beschäftigt sich mit Leben und Werk des Schriftstellers Karl May. Sie ist Herausgeberin der Jahrbücher der Karl-May-Gesellschaft (JbKMG), die seit 1970 erscheinen, der Vierteljahrshefte Mitteilungen der Karl-May-Gesellschaft (M-KMG) und KMG-Nachrichten sowie von Sonderheften, Materialienbänden und Nachdrucken von Mays Werken. Sie zählt etwa 1.700 Mitglieder; aktueller Vorsitzender ist Florian Schleburg, seine Stellvertreter Gunnar Sperveslage und Joachim Biermann. Alle zwei Jahre führt sie einen Kongress durch, zuletzt 2011 in Wolfenbüttel, 2013 in Radebeul, 2015 in Bamberg, 2017 in Bad Kösen, 2019 in Mainz sowie – nach pandemiebedingter Verschiebung – im Oktober 2022 in München. Der Kongress 2023 fand in Dortmund statt, der 2025 in Rostock. Für 2027 ist Frankfurt am Main geplant, für 2029 Leipzig.
Auf der Website gibt es vielfältige Informationen zu May; viele der Publikationen liegen als Scans vor, May-Texte als digitale Nachdrucke. Es gibt umfangreiche Kataloge zur Sekundärliteratur und das wohl ausführlichste Linkverzeichnis. Mitglieder der Gesellschaft setzen seit Juni 2007 in Zusammenarbeit mit dem Karl-May-Verlag (Bamberg) und der Karl-May-Stiftung die historisch-kritische Ausgabe der Werke Karl Mays fort.
Geschichte und Aufgabe Die Karl-May-Gesellschaft war die erste Organisation, die sich kritisch mit dem Werk und dem Leben Karl Mays auseinandersetzte. Sie ist bis heute eine der mitgliederstärksten literarischen Gesellschaften des deutschsprachigen Raums, steht allerdings mittlerweile mit einer Vielzahl von Karl-May-Vereinigungen & Periodika, wie z. B. Karl May & Co., „Karl-May-Haus Information“, den verschiedenen Förder- und Freundeskreisen sowie diversen Internetseiten in Konkurrenz. Im Gegensatz zu diesen hält sie jedoch bislang strikt an ihrer Selbstverpflichtung zu einem rein wissenschaftlichen Umgang mit dem Populär-Phänomen Karl May fest.
Die KMG hat heute eine gehobenere Altersstruktur. Im Zuge einer vorsichtigen Modernisierung wurde das „Jahrbuch der Karl-May-Gesellschaft“, das Hauptpublikationsorgan, in den vergangenen Jahren inhaltlich weiter geöffnet (Karl-May-Filme, Karl-May-Festspiele, Karl-May-Hörspiele, Karl-May-Bearbeitungen, Karl-May-Fortschreibungen usw.).
Die KMG gehört zu den Gründungsmitgliedern des Dachverbandes Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten.Mitteilungen der Karl-May-Gesellschaft Nr. 170, Dezember 2011, Seite 1. 2002 bekam die Gesellschaft den Hartmut-Vogel-Preis für Literaturvermittlung der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten (ALG) verliehen.
Seit 2022 verleiht die Karl-May-Gesellschaft an Persönlichkeiten, die sich für das Werk Karl Mays und die darin vertretenen Ideale eingesetzt haben, die Marah-Durimeh-Medaille.
Vorsitzende 1969–1971: Bernhard Scheer 1971–1999: Claus Roxin 1999–2006: Reinhold Wolff 2007–2019: Johannes Zeilinger Seit 2019: Florian Schleburghttps://www.karl-may-gesellschaft.de/index.php?seite=der-vorstand&sprache=de
Zitat
Literatur Erich Heinemann: Dreißig Jahre Karl-May-Gesellschaft 1969–1999. Erinnerungen und Betrachtungen. Hansa Verlag, Husum 2000, ISBN 3-920421-81-7. Helmut Schmiedt, Joachim Biermann, Florian Schleburg (Hrsg.): „Wenn mersch nich erleben thät, so thät mersch gar nich glooben!“ Fünfzig Jahre Karl-May-Gesellschaft 1969–2019, Husum: Hansa Verlag 2019, ISBN 978-3-941629-23-3, darin u. a.: Joachim Biermann: Die Karl-May-Gesellschaft 1999–2019, S. 19 ff. Johannes Zeilinger: Ein Griff in den Glückstopf. Die schwierige und erfolgreiche Gründung der KMG, S. 83 ff. Ekkehard Bartsch: „Man sieht nur mit dem Herzen gut!“. Erinnerungen an Alfred Schneider, S. 127 ff. Florian Schleburg: Kein Schlusswort. Vom anhaltenden Vergnügen diverser Beschäftigungen mit Karl May, S. 199 ff.
Weblinks Offizielle Website
Einzelnachweise
May-Gesellschaft, Karl Gesellschaft Kategorie:Verein (Bundesverband) Kategorie:Verein (Sachsen) Kategorie:Vereinsgründung 1969 Kategorie:Organisation (Radebeul)