mini|Christoph Mäckler beim Stadtgespräch der Frankfurter Rundschau (2007) Christoph H. Mäckler (* 17. April 1951 in Frankfurt am Main) ist ein deutscher Architekt und Stadtplaner. Er beteiligt sich häufig an Diskursen zur architektonischen und planerischen Gestaltung von Städten und gründete 2008 das Deutsche Institut für Stadtbaukunst (DIS), das sich kritisch mit den Stadtbildern der (vor allem deutschen) Nachkriegszeit und der „modernistischen“ Architektur auseinandersetzt.Architektur: Viele deutsche Städte sind potthässlich, Interview mit C. Mäckler, Die Welt, 1. Juni 2008

Leben Christoph Mäckler ist der Sohn des Frankfurter Architekten Hermann Mäckler. Er absolvierte zwischen 1972 und 1980 ein Architekturstudium in Darmstadt und Aachen. Daneben arbeitete er bereits 1976 bis 1978 in den Büros von Gottfried Böhm und O. M. Ungers. Nach seinem Studium eröffnete er 1981 ein eigenes Büro in Frankfurt am Main. Hier entwickelte er Stadtplanungskonzepte und entwarf Verwaltungs- und Wohnhäuser. Neben seiner praktischen Tätigkeit lehrte er als Gastdozent in Kassel und Braunschweig.

Mäckler arbeitet heute in Frankfurt und Berlin und lehrt seit 1998 als Professor an der Technischen Universität Dortmund am Lehrstuhl für Städtebau. Er ist Gründer und Direktor des 2008 dort gegründeten Institutes für Stadtbaukunst. Mäckler lebt mit seiner Familie in Kronberg im Taunus.

Am 18. Januar 2006 gründete er zusammen mit anderen Bürgern den Neuen Brückenbauverein Frankfurt am Main e. V., um durch private Spendensammlungen zukünftig historische Rekonstruktionen der städtischen Baugeschichte zu unterstützen. Zuletzt setzte sich der Verein unter Mäcklers Vorsitz für die originalgetreue Rekonstruktion der historischen Turmspitze des Langen Franz ein, die bei einem Luftangriff im März 1944 zerstört und später durch ein behelfsmäßiges Notdach ersetzt wurde.

Im April 2010 trat Mäckler wegen Kritik an ihm durch den Bund Deutscher Architekten (BDA) („Kollegenschelte“) nach drei Jahrzehnten Mitgliedschaft aus dem BDA aus., Frankfurter Rundschau, 21. April 2010. Seit April 2012 ist Christoph Mäckler jedoch nach erneuter Berufung in den Wahlbund wieder Mitglied des BDA.

Werke (Auswahl) mini|Neuer Portikus auf der Maininsel von 2006 mini|Tower 185, Frankfurt am Main thumb|Zoofenster in Berlin, 2022 1990–1992: Gleichrichterwerk für U-Bahn-Linie 7, Borsigallee, Frankfurt am Main 1992–1997: Erweiterung des Terminals 1 (Flugsteig A) am Flughafen Frankfurt, mit Jo. Franzke 1994–1996: Lindencorso, Geschäfts-, Büro- und Wohngebäude, Unter den Linden/Friedrichstraße, Berlin 1994–1996: Umbau eines Bürogebäudes als Zentrale der Nassauischen Sparkasse, Wiesbaden 1996–1998: Bürogebäude Taubenstraße 45, Berlin-Mitte 1996–2001: Umbau und Erweiterung der Levi-Strauss-Oberschule, Glienicker Straße 24–30, Berlin-Köpenick 1996–2001: Bürohochhaus Scala, Frankfurt-Bockenheim 1998–2000: Michael-Schule-Frankfurt, Waldorf-Förderschule, Frankfurt-Nied 1998–2000: Hörsaalgebäude, EBS Universität für Wirtschaft und Recht, Oestrich-Winkel mini|Marktgalerie, Leipzig, 2003 2001–2003: Marktgalerie, Leipzig 2001–2004: Torhaus Westhafen, Frankfurt 2002–2006: Entwurf zweier Türme auf der Frankfurter Maininsel; einer davon, der Neue Portikus, ist bereits realisiert 2003–2005: Wiederaufbau Alte Stadtbibliothek (Literaturhaus), Frankfurt 2005–2021: Generalsanierung des Augustinermuseums in Freiburg in drei Bauabschnitten; im Einvernehmen mit der Bauherrschaft, der Stadt Freiburg, vor Beendigung des dritten Bauabschnitts abgebrochenBadische Zeitung online, 30. Juli 2021: Freiburger Stadtverwaltung schweigt zur Trennung von Star-Architekt Christoph Mäckler 2007–2014: Neugestaltung der Alten Brücke in Frankfurt 2007–2010: Opernturm, Hochhaus (170 m) am Frankfurter Opernplatz 2008–2011: Kernsanierung und Renovierung des von Paul Wallot im Jahre 1875 fertiggestellten Wohn- und Geschäftshauses Kaiserstraße 25 / Neue Mainzer Straße 26 in Frankfurt am Main 2008–2012: Tower 185, Hochhaus (200 m) im Frankfurter Europaviertel 2011–2026: Flughafen Frankfurt, Terminal 3 2009–2013: Zoofenster, Hochhaus (118,8 m) am Berliner Bahnhof Zoo als Hotel Waldorf Astoria BerlinDer Lichtblick von Berlin, in: Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 10. Januar 2013, S. 27. 2010–2011: Bürohaus Occidens im Frankfurter Westend Vorentwurf 2010: Umbau der Diamantenbörse in Frankfurt am Main in ein Wohnhaus für Ardi Goldman Wettbewerb 2014: Goethehöfe-Deutsches Romantik-Museum Frankfurt am Main; zweiter Preis wie Michael A. Landes und Volker Staab 2015–2018: Goethehöfe-Deutsches Romantik-Museum in Frankfurt am Main, in Planungsgemeinschaft mit dem Architekten Michael A. Landes 2020: Kapelle für die Siegfried und Elfriede Denzel Stiftung in Unterthürheim Wettbewerb 2016: Instandsetzung und denkmalgerechte Sanierung der Schwedlerbrücke; 1. Preis

Auszeichnungen

1979: Schinkelpreis 1991: Nominierung zur Architektur-Biennale 2001: Hessischer Kulturpreis 2006: Friedrich-Stoltze-Preis 2015: Deutscher Naturstein-Preis 2015, DMK Award für nachhaltiges Bauen 2015 2016: Plakette der Landesinitiative +Baukultur in Hessen 2017: Iconic Awards 2017 2019: WOHNEN – bezahlbar, vielfältig, attraktiv der Landesinitiative +Baukultur in Hessen 2020: Besondere Anerkennung Deutscher Naturstein-Preis 2020 2021: Belobigung Deutscher Städtebaupreis 2020, Lobende Erwähnung thomas wechs preis 2021

Veröffentlichungen mit der Architektin Birgit Roth: Plätze in Deutschland. 1950 und heute. DOM publishers, Berlin 2016, ISBN 978-3-86922-479-4. als Herausgeber, mit Deutsches Institut für Stadtbaukunst e. V.: Handbuch der Stadtbaukunst. Anleitung zum Entwurf von städtischen Räumen. Jovis Verlag, Berlin 2022, ISBN 978-3-86859-746-2.

Literatur Georg Ebbing (Hg.): Christoph Mäckler. Lehre 1998–2018. Von der Rematerialisierung der Architektur zur Rekultivierung des städtischen Raumes. Berlin 2021, ISBN 978-3-86922-698-9.

Audios

WDR 3 (Westdeutscher Rundfunk) Gespräch am Samstag vom 23. April 2016: Der Architekt Christoph Mäckler Deutschlandfunk Information und Musik. Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen vom 20. Mai 2024: Das Siechen der Innenstädte – Ein Interview mit dem Stadtplaner Christoph Mäckler, von Christoph Reimann

Weblinks

Internetauftritt seines eigenen Büros Prof. Christoph Mäckler Architekten. Universität Dortmund, Fakultät Bauwesen, Lehrstuhl Städtebau Gastbeitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 1. September 2016: „Im Würgegriff des Bebauungsplans. Ein Denkanstoß“. Deutsches Institut für Stadtbaukunst e. V.

Einzelnachweise

Kategorie:Hochschullehrer (Technische Universität Dortmund) Kategorie:Architekt (Frankfurt am Main) Kategorie:Träger des Hessischen Kulturpreises Kategorie:Mitglied des Bundes Deutscher Architektinnen und Architekten Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1951 Kategorie:Mann