Lida (, , , , ) ist eine Stadt im Westen von Belarus, in der Hrodsenskaja Woblasz. Es ist Hauptsitz des Rajon Lida. Sie liegt 120 Kilometer von der polnischen und 40 Kilometer von der litauischen Grenze entfernt.
Geographie
Lida liegt im westlichen Teil des Landes, unweit der Grenze zu Litauen. Sie liegt 112 km entfernt von der Provinzhauptstadt Hrodna.
Bevölkerung Lida hatte 2010 97.600 Einwohner. 40 % der Bevölkerung sind polnischstämmig, eine Minderheit gehört den muslimischen Lipka-Tataren an.
Einwohnerentwicklung 1959: 28.500 1972: 50.000 1979: 65.500 1989: 91.000 1996: 100.900 2004: 98.200 2007: 96.500 2010: 97.600
Geschichte mini|Burg Lida Die Stadt wurde im 14. Jahrhundert erstmals erwähnt. Im Jahr 1796 bekam sie die Stadtrechte verliehen. Im Herbst 1939 gliederte die Sowjetunion Ostpolen ein, darunter auch Lida.
Wappen Beschreibung: Gespalten in Rot und Blau. Vorn ein goldener Löwe und hinten zwei gekreuzte goldene Schlüssel mit Dreipassreite und fünf eckigen Durchbrüchen in den zum Schildhaupt gerichteten abgekehrten Bärten.
Wirtschaft Hauptwirtschaftszweige sind der Maschinenbau, die chemische, die Leicht- und die Nahrungsmittelindustrie. Lida ist ein Eisenbahnknotenpunkt.
Kultur Lida besitzt ein Heimatmuseum.
Sehenswürdigkeiten
Die Burg der Fürsten von Litauen aus dem 14. Jahrhundert. Die katholische Kreuzerhöhungskirche im Wilnaer Barock.
Religion In Lida befand sich lange Zeit eine Jeschiwa. Ab 1885 wurde sie von Rabbiner Jizchak Jakob Reines geleitet, der 1902 die zionistische Misrachi-Bewegung mitbegründete.
Sport In der Stadt ist der Eishockeyverein HK Lida beheimatet.
Garnison Östlich der Stadt befindet sich der Militärflugplatz Lida (ICAO-Code: UMDD), mit der Basis der 116. Gardefrontfliegereinheit. Sie verfügt über eine 2.992 m lange betonierte Startbahn (06/24).
Städtepartnerschaften und -freundschaften Lida befindet sich in einer Städtefreundschaft mit Grevesmühlen in Deutschland. Abgerufen am 3. April 2019, 12:51
Söhne und Töchter der Stadt Josef Garbáty (1851–1939), Berliner Zigarettenfabrikant Andrzej Januszajtis (1928–2026), polnischer Physiker und Politiker, Ehrenbürger von Danzig Pjotr Kogan (1872–1932), russischer Philologe, Literaturwissenschaftler, Übersetzer und Hochschullehrer Arkadi Migdal (1911–1991), russischer theoretischer Physiker Sjarhej Palizewitsch (* 1990), Fußballspieler Apolonia „Pola“ Raksa (* 1941), polnische Schauspielerin Moses Reines (1870–1891), Verfasser historischer Schriften zur jüdischen Kultur sowie zur Geschichte verschiedener Jeschiwot in Russland Aljaksej Sutschkou (* 1981), Fußballspieler Stefan Warschawski (1904–1989), US-amerikanischer Mathematiker Waleryj Zylenz (* 1969), Ringer Aleksander Żyw (1905–1995), polnischer Maler, der in Frankreich, Schottland und Italien lebte
Vermutlicher Namensursprung Der Name Lida leitet sich vom Namen des Flusses Lidzeya ab, dessen Name auf eine litauische Wurzel verweist.
Weblinks
Offizielle Homepage der Stadt (russ.)
Fotos und Links zur Stadt Pawet. History and culture of Lida city Die neuesten Stadtnachrichten, Jugendforum, Bildgalerie usw. Militärflugplatz Lida
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in der Hrodsenskaja Woblasz Kategorie:Stadtrechtsverleihung 1796 Kategorie:Ersterwähnung im 14. Jahrhundert