mini|250px|Jesus heilt den blinden Mann von Eustache Le Sueur (Gemälde aus den 1640er-Jahren) Bartimäus () war ein im Neuen Testament erwähnter blinder Bettler aus Jericho, den Jesus Christus wegen seines Glaubens heilte (Markus ).
Im Evangelium nach Lukas wird von der gleichen Begebenheit berichtet, und es ist ebenfalls von nur einem Blinden die Rede; im Evangelium nach Matthäus dagegen werden zwei Blinde erwähnt. Der Name Bartimäus wird nur im Markus-Evangelium genannt, gehört also zum markinischen Sondergut.
Aramäisch בּר טִימַי Bar Timai bedeutet „Sohn des Timai“.Joachim Gnilka: Das Evangelius nach Markus (Mk 8,27−16,20). Benziger, Zürich u. a. und Neukirchener Verlag, Neukirchen-Vluyn 1979, S. 109 f.
Die Bartimäus-Geschichte ist eine von insgesamt sechs biblischen Blindenheilungsgeschichten und eine der beliebtesten Kinderbibelgeschichten. Nach Bartimäus wurden im Bereich der Evangelischen Kirche einige Kindergärten und Gemeindezentren benannt.
Theologisch ist die Heilung des Blindseins sekundär. Es geht hier vielmehr um den besonderen Glauben des Bartimäus, der Jesus als „Sohn Davids“ anspricht und damit als Messias bekennt.Bernd Kollmann: Neutestamentliche Wundergeschichten. Biblisch-theologische Zugänge und Impulse für die Praxis. W. Kohlhammer Verlag, 2007, ISBN 978-3-17-019875-3, S. 82 f.
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
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