Neu-Seeland, , ist eine Gemeinde des Amtes Altdöbern im Landkreis Oberspreewald-Lausitz in Brandenburg. Neu-Seeland liegt im amtlichen Siedlungsgebiet der Sorben/Wenden.

Lage Die Gemeinde Neu-Seeland liegt in der Niederlausitz, rund 22 Kilometer südwestlich von Cottbus. Sie grenzt im Norden an Altdöbern und Drebkau, im Osten an Neupetershain und Welzow, im Süden an Elsterheide (Sachsen), im Südwesten an Senftenberg und im Westen an Altdöbern. Neu-Seeland liegt im Lausitzer Seenland, der Altdöberner See, der Sedlitzer See und der Partwitzer See grenzen dabei an das Gebiet der Gemeinde.

Gemeindegliederung Neu-Seeland gliedert sich in die folgende Ortsteile, bewohnte Gemeindeteile und Wohnplätze:Gemeinde Neu-Seeland. Serviceportal des Landes Brandenburg, abgerufen am 15. Dezember 2024. Bahnsdorf (Bobošojce) mit dem Gemeindeteil Lieske (Lěska) und den Wohnplätzen Lindenfeld (Lindojske Pólo), Sornoer Buden (Žarnojske Budy) und Zollhaus (Cłonica) Lindchen (Lindow) mit dem Gemeindeteil Leeskow (Lask) und den Wohnplätzen Dörrwolf (Lambownja) und Kunersdorf (Chójany) Lubochow (Lubochow) mit den Wohnplätzen Bergmühle (Górski Młyn), Halangmühle (Halankojc Młyn) und Lubochowmühle (Lubochojski Młyn) Ressen (Rašyn)

Geschichte Bahnsdorf, Lindchen, Lubochow und Ressen gehörten von 1816 bis 1952 zum Landkreis Calau (bis 1947 in der preußischen Provinz Brandenburg, von 1947 bis 1952 im Land Brandenburg). Durch die Verwaltungsreform 1952 wurde Bahnsdorf in den Kreis Senftenberg, die anderen drei Gemeinden in den Kreis Calau im DDR-Bezirk Cottbus eingegliedert. Nach der Wiedervereinigung gehören sie wieder zum Land Brandenburg. Seit der Kreisreform 1993 liegen die vier Orte im Landkreis Oberspreewald-Lausitz.

Die Gemeinde Neu-Seeland entstand im Zuge einer brandenburgischen Gemeindegebietsreform am 1. Februar 2002 aus dem Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Gemeinden Bahnsdorf, Lindchen, Lubochow und Ressen.Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Oberspreewald-Lausitz. S. 36 Der Gemeindename wurde in Anlehnung an das Lausitzer Seenland gewählt, in dem die Gemeinde liegt.

Bevölkerungsentwicklung Jahr Einwohner 2002 1098 2005 929 2010 573 2015 585 2020 599 Jahr Einwohner 2021 571 2022 581 2023 576 2024 546 2025 547

Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl: Stand 31. DezemberHistorisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Oberspreewald-Lausitz. S. 22–25Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember), von 2011 bis 2021 auf Basis des Zensus 2011, ab 2022 auf Basis des Zensus 2022

Politik Gemeindevertretung Die Gemeindevertretung Neu-Seelands besteht aus acht Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 9. Juni 2024 führte zu folgendem Ergebnis:Ergebnis der Kommunalwahl am 9. Juni 2024

Wählergruppe Ergebnis2024 Sitze2024 Ergebnis2019 Sitze2019 Wählergruppe Neu-Seeland 60,5 % 5 63,4 % 5 Wählergruppe Lubochow 17,5 % 1 17,5 % 1 Wählergruppe Lindchen 13,2 % 1 13,7 % 1 Einzelbewerberin Katrin Peter 8,8 % 1 – – Einzelbewerber Udo Dutschk – – 5,4 % 1 Wahlbeteiligung 75,8 % 73,6 %

Bürgermeister 2003–2024: Simone Abt (Wählergruppe Neu-Seeland)Kommunalwahlen 26.10.2003. Bürgermeisterwahlen. Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik Land Brandenburg, Potsdam 2004, S. 28. Abgerufen am 11. Juni 2024. seit 2024: Marcus Lein (Wählergruppe Neu-Seeland)

Lein wurde in der Bürgermeisterwahl am 9. Juni 2024 ohne Gegenkandidat mit 89,0 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von fünf Jahren§ 73 des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes gewählt.Ergebnis der Bürgermeisterwahl in Neu-Seeland am 9. Juni 2024. Wahlleiter des Landes Brandenburg, abgerufen am 11. Juni 2024.

Sehenswürdigkeiten mini|Dorfkirche Lieske mini|Dorfkirche Ressen In der Liste der Baudenkmale in Neu-Seeland und in der Liste der Bodendenkmale in Neu-Seeland stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Denkmäler. Dorfkirche Lieske, Fachwerkkirche aus dem Jahr 1750. Zur Kirchenausstattung gehörte ursprünglich ein Altarretabel aus dem Jahr 1695, von dem jedoch nur noch das Altarblatt mit der Kreuzigung Christi sowie die Predella mit dem Abendmahl Jesu vorhanden sind. Im Kirchenschiff häng außerdem ein Taufengel aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Bauerngehöft in der Dorfstraße 30 in Lieske, unter Denkmalschutz Herrenhäuser in Kunersdorf und Leeskow Aussichtspunkt am Sedlitzer See am Ortsausgang Lieskes Dorfkirche Ressen, Saalkirche, vermutlich im 15. Jahrhundert unter Einbeziehung eines Vorgängerbaus entstanden. Das Bauwerk wurde 1713 umgebaut. Dabei wurden die Fenster „barock“ vergrößert und ein zweigeschossiger Logenanbau errichtet. Im Innenraum steht unter anderem ein Kanzelaltar aus dem Jahr 1713.

Verkehr Der Gemeindeteil Lieske liegt an der Bundesstraße 156 zwischen Senftenberg und Spremberg, der Ortsteil Lindchen an der Bundesstraße 169 zwischen Senftenberg und Drebkau und der Gemeindeteil Leeskow an der Landesstraße 531. Die nächstgelegene Autobahnanschlussstelle ist Großräschen an der A 13 Berlin–Dresden.

Der Haltepunkt Bahnsdorf an der Bahnstrecke Großenhain–Cottbus wird von der Regionalbahnlinie RB 49 Falkenberg (Elster)–Cottbus bedient.

Freizeit und Tourismus Am westlichen Ortsrand des Gemeindeteils Lieske befindet sich seit April 2026 ein Badestrand am Sedlitzer See.

Weblinks

Beschreibung der Gemeinde auf der Website des Amtes Altdöbern

Einzelnachweise

Kategorie:Gemeindegründung 2002