mini|Andreas Müller Andreas Müller (* 23. Juli 1831 in Stephans-Rettenberg; † 7. Dezember 1901 in München) war ein deutscher Freskant, Historienmaler und Illustrator des 19. Jahrhunderts.

Leben Müller wurde in der Altach-Mühle in Rettenberg einem kleinen Ort bei Sonthofen im Allgäu geboren. Er studierte an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Moritz von Schwind und Wilhelm von Kaulbach. Kaulbach war es, der Müller 1855 an den Erbprinz Georg II. von Sachsen-Meiningen empfahl. Der Erbprinz erkannte Müllers Talent übertrug ihm mehrere sehr ambitionierte Aufträge.

Nach seiner etwa fünf Jahre währenden Tätigkeit am Meininger Hof kehrte Andreas Müller um 1860 nach München zurück und erhielt dort eine Reihe königlicher Aufträge: drei Fresken für das (Alte) Bayerische Nationalmuseum in München und zwei großformatige Gemälde für das Maximilianeum ebenda. Zudem arbeitete er als Illustrator für verschiedene Verlage und führte in den 1870er Jahren weitere bedeutende Fresko-Aufträge in der Heidelberger Jesuitenkirche und in der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Weißenhorn (bei Ulm) aus.

Andreas Müller wurde 1875–1893 Professor für kirchliche Kunst an der Akademie der Bildenden Künste wurde. Er schuf Fresken in der Villa Carlotta und Illustrationen unter anderem für die Fliegenden Blätter und Münchener Bilderbogen und eine Folge von Darstellungen aus dem Leben bayerischer Fürsten.

Das Spektrum seiner Arbeiten reicht vom großformatigen, sakral anmutenden Gedächtnisbild zum Tod der ersten Gemahlin des Erbprinzen über Kostümentwürfe für Aufführungen des Meininger Hoftheaters bis zu einem Glasgemälde-Karton für die Sonneberger Stadtkirche, sämtlich Werke, die im Original in der Sonderausstellung zu betrachten sind.

Mit königlichen und herzoglichen Orden und Auszeichnungen mehrfach gewürdigt, von der Kollegen- und Schülerschaft wie gleichfalls auftraggeberseitig hochgeschätzt starb der früh verwitwete Künstler 70-jährig im Jahr 1901 in München. Er hinterließ ein umfangreiches, weit verstreutes und sehr facettenreiches Gesamtwerk. Stilistisch ist Müller den Spät-Nazarenern zuzuordnen, welche eine religiös orientierte Malart der Romantik vertreten. Der Kunstmaler, Kulturmanager und Publizist Gunther le Maire schreibt zu Müllers Glasfenster: „Müllers Glasfenster sind in ganz Deutschland zu finden, in Sonneberg, in Mecklenburg-Vorpommern, Hof, Landshut, sogar in Stockholm, Moskau oder Breslau.“

Andreas Müller starb 1901 im Alter von 70 Jahren in München.

Grabstätte mini|Grab von Andreas Müller auf dem Alten Südlichen Friedhof in München Die Grabstätte von Andreas Müller befindet sich auf dem Alten Südlichen Friedhof in München (Gräberfeld 22 – Reihe 9 – Platz 15, ).

Werke mini|Schloss Marienburg in Hannover um 1865 Eine Auswahl der Werke: Apotheose der Erbprinzessin Charlotte von Sachsen-Meiningen Schlacht bei Basantello (Kreidezeichnung) Jesuitenkirche Heidelberg Weißenhorn, Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt Villa Carlotta Illustrationen zu Friedrich Schillers Lied von der Glocke

Glasfenster Müllers findet man in: Sonneberg, Stadtkirche Hof Landshut, St. Martin Stockholm Moskau Breslau

Bildergalerie Auswahl von Bildern von Andreas Müller:

Literatur

Weblinks

Illustrationen zu Friedrich Schiller, Lied von der Glocke (mit Kurzbiografie)

Einzelnachweise

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