Dendrobium (von und ) ist eine umfangreiche Gattung aus der Familie der Orchideen (Orchidaceae), die etwa 1600 (Stand 2024) vorwiegend tropische Arten umfasst. Die Gattung wurde im Jahre 1799 vom schwedischen Botaniker Olof Peter Swartz in Nova Acta Regiae Societatis Scientiarum Upsaliensis ser. 2, Band 6, Seite 82 aufgestellt.

Lebensweise und Vorkommen Dendrobien leben überwiegend epiphytisch, vor allem auf Bäumen, gelegentlich auch lithophytisch (also auf Felsen). Sie besiedeln unterschiedliche Lebensräume auf dem südostasiatischen Festland, den Philippinen, Borneo, Australien, Neuguinea und Neuseeland. Sie haben sich dort an eine Vielzahl von Lebensräumen angepasst, die von den Höhenlagen des Himalaya bis zu tropischen Tieflandregenwäldern reichen, und sogar das trockene Klima des Landesinneren von Australien umfassen.

Morphologie Die Vertreter der Gattung Dendrobium besitzen einen sympodialen Wuchs. Die keulen-, spindel- oder rohrartigen Pseudobulben unterscheiden sich in ihrer Größe sehr stark. Die kleinsten Vertreter der Gattung weisen Triebe von nur wenigen Zentimetern auf, während die Triebe der großen Arten mehr als 100 cm lang werden können. Die meist ovalen Blätter sitzen wechselständig. Die Blütenstände erscheinen sowohl an den Kanten als auch an den Spitzen der vorjährigen Pseudobulben und sind häufig traubig. Charakteristisch ist eine Kinnbildung unterhalb des Fruchtknotens, so dass die seitlichen Sepalen oft schief stehen.

Systematik Eine Liste der anerkannten fast 1600 Arten findet sich bei R. Govaerts.

Für die Gattung Dendrobium nom. cons. gibt es folgende Synonyme: Abaxianthus , Aclinia , Amblyanthe , Amblyanthus nom. illeg., Anisopetala , Aporopsis , Aporum , Asarum nom. illeg., Australorchis , Bolbodium , Bouletia , Cadetia , Callista , Cannaeorchis , Cepobaculum , Ceraia , Ceratobium , Chromatotriccum , Coelandria , Conostalix , Davejonesia , Dendrobates , Dendrocoryne , Desmotrichum nom. illeg. Dichopus , Diplocaulobium , Distichorchis , Ditulima , Dockrillia , Dolichocentrum , Durabaculum , Eleutheroglossum , Endeisa , Ephemerantha , Epigeneium , Eriopexis , Euphlebium , Eurycaulis , Exochanthus , Flickingeria , Froscula , Gersinia, Goldschmidtia , Grastidium , Herpetophytum , Hibiscorchis , Inobulbon , Keranthus , Kinetochilus , Latourea , Latourorchis , Leioanthum , Maccraithea , Macrostomium , Microphytanthe , Monanthos , Onychium , Ormostema , Orthoglottis , Oxyglossellum , Pedilonum , Pierardia nom. illeg., Sarcocadetia , Sayeria , Schismoceras , Stachyobium , Stelbophyllum orth. var., Stilbophyllum , Tetrabaculum , Tetrodon , Thelychiton , Thicuania , Trachyrhizum , Tropilis , Vappodes , Winika , ×Dockrilobium , ×Vappaculum

Verwendung mini|300px|Hybride von Dendrobium nobile

Dendrobien werden vielfach als Zierpflanzen kultiviert. Es existieren zahlreiche Varietäten und Hybriden, die insbesondere von zwei Arten abgeleitet sind: Dendrobium nobile, mit Eignung auch für die kühlere Fensterbank und winterlicher Ruhephase, sowie Dendrobium bigibbum mit höherer Wärmebedürftigkeit und ohne ausgeprägte Ruheperiode.

Daneben werden Dendrobien auch in der chinesischen Volksmedizin eingesetzt, zum Beispiel zur Stärkung der Darmwege oder gegen hohes Fieber.

Dendrobium sp. vermag in gewissem Umfang Xylol und Toluol aus der Luft von Innenräumen zu entfernen.Wolverton, B. C. (1996) How to Grow Fresh Air. New York: Penguin Books.Wolverton, B. C. and J. D. Wolverton. (1993). Plants and soil microorganisms: removal of formaldehyde, xylene, and ammonia from the indoor environment. Journal of the Mississippi Academy of Sciences 38(2), 11–15.

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