Stemmermühlen () ist ein Ortsteil der Ortschaft Kirchwistedt in der Einheitsgemeinde Beverstedt im niedersächsischen Landkreis Cuxhaven. Bis zum Jahr 1935 war es einige Jahrhunderte ein Vollhof bzw. Rittergut.
Geschichte Gut Stemmermühlen Stemmermühlen war viele Jahrhunderte lang ein Vollhof und eine von der Lune angetriebene Wassermühle. In einer schwierigen Zeit starb der Gutsbesitzer Gottlieb Rauch am 13. Oktober 1930. Sein Sohn Werner konnte das Gut mit der Wassermühle nicht mehr halten und verkaufte es 1934 an die Hannoversche Siedlungsgesellschaft. Die errechnete, dass auf dem 393 Hektar großen Gut 18 Bauern ihr Auskommen haben könnten, wenn der Waldbestand von 120 ha abgeholzt und in Ackerland umgewandelt war. Das geschah 1935. Eine etwa 16 ha große Hofstelle kostete damals 11.500 Reichsmark. Davon mussten 2.800 Reichsmark als Barzahlung geleistet werden.
Eingemeindungen Am 1. April 1929 wurde Stemmermühlen nach Kirchwistedt eingemeindet.Amtsblatt der Regierung Stade 1929, S. 39
Im Zuge der Gebietsreform in Niedersachsen wechselte Kirchwistedt am 1. März 1974 von dem Landkreis Bremervörde in die Samtgemeinde Beverstedt (Landkreis Wesermünde).
Seit dem 1. November 2011 ist Kirchwistedt eine Ortschaft in der Einheitsgemeinde Beverstedt im Landkreis Cuxhaven.
Einwohnerentwicklung Jahr 1824 1848 1910 Einwohner – ¹ 66 ² 64 Quelle ¹ 6 Feuerstellen ² in 6 Wohngebäuden
Politik Gemeinderat und Bürgermeister Auf kommunaler Ebene wird der Ortsteil Stemmermühlen vom Beverstedter Gemeinderat vertreten.
Ortsvorsteher Der Ortsvorsteher von Stemmermühlen/Kirchwistedt ist Wilfried Windhorst (CDU).
Kultur und Sehenswürdigkeiten Bauwerke
Gutshaus Stemmermühlen 21 von 1902 auf Gut Stemmermühlen;
Literatur
Samtgemeinde Beverstedt und Männer vom Morgenstern (Hrsg.): Die Samtgemeinde Beverstedt in Gegenwart und Vergangenheit, Verlag Heimatbund der Männer vom Morgenstern, Bremerhaven, 1983, S. 113
Weblinks Webpräsenz bei der Gemeinde Beverstedt
Einzelnachweise
Eine Hufe ist ein altes deutsches Flächenmaß. Die Größe ist unterschiedlich – häufig waren es 16 bis 20 ha. Man ging, je nach Bodengüte davon aus, dass eine Hufe Land eine Bauersfamilie ernähren konnte, deshalb nannte man den Hof dieser Größe einen Vollhof. Die Hufen waren meist lange Streifen Ackerlandes, die an der Dorfstraße – dort stand auch das Gehöft – begannen und sich dann bei 200 m Breite 500 m lang erstreckten. Durch Erbteilung wurden Vollhöfe geteilt zu Halbhöfen, Viertelsbauern usw. Durch Vererbung oder Verträge konnten Bauern auch mehrere Hufen haben – Zweihüfner, Dreihüfner usw. (vgl. „Hufe“ aus Gen-Wiki)
Kategorie:Ort im Landkreis Cuxhaven Kategorie:Geographie (Beverstedt) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Cuxhaven) Kategorie:Gemeindeauflösung 1929