mini|Friedenskirche in Zaunröden

Zaunröden ist ein Ortsteil der Gemeinde Unstruttal im Unstrut-Hainich-Kreis in Thüringen. Für den Ortsteil gibt es eine Ortsteilverfassung nach der Thüringer Kommunalordnung und damit einen Ortsteilrat und Ortsteilbürgermeister.

Geographische Lage Zaunröden befindet sich mit seiner Gemarkung im Norden des Unstrut-Hainich-Kreises unmittelbar an der Kreisgrenze zum Kyffhäuserkreis und Landkreis Eichsfeld auf einer höhergelegenen Fläche des Dün auf überwiegend Muschelkalkverwitterungsböden. Die Ortslage liegt ungefähr 13 Kilometer nordöstlich von Mühlhausen und ist von Wäldern umgeben, nördlich beginnen die Wälder von Deuna und östlich der Keulaer Wald. Mit der Landesstraße 1032 hat das Dorf Verbindung nach Hüpstedt und Keula. Der Kalksteintagebau des Zementwerkes Deuna reicht im Norden weit in die Gemarkung von Zaunröden hinein.

Geschichte Im Jahr 1378 wurde das Dorf erstmals urkundlich erwähnt.Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. 5., verbesserte und wesentlich erweiterte Auflage. Rockstuhl, Bad Langensalza 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 322. Die Ortslage befand sich zunächst westlich der Schwarzburger Landwehr, nach seiner Zerstörung im Bauernkrieg wurde das Dorf östlich der Landwehr wieder aufgebaut.Edgar Rademacher: 400 Jahre evangelische Kirche in Zaunröden. In: Eichsfelder Heimatzeitschrift. 58. Jahrgang (2014), Heft 2, Verlag Mecke Duderstadt, S. 22–24 Der Ort gehörte bis 1815 zum kursächsischen Amt Langensalza und lag als Exklave zwischen dem kurmainzischen Eichsfeld und der Unterherrschaft des Fürstentums Schwarzburg-Sondershausen. Nach seiner Abtretung an Preußen gehörte Zaunröden von 1816 bis 1944 zum Landkreis Worbis in der Provinz Sachsen.

Von 1952 bis 1994 gehörte der Ort zum Kreis Sondershausen und wurde bei der Kreisreform Thüringen 1994 als einzige Gemeinde des Kreises Sondershausen dem Unstrut-Hainich-Kreis zugeschlagen.§ 5 Abs. 2 Ziffer 3 Gesetz zur Neugliederung der Landkreise und kreisfreien Städte in Thüringen (ThürNGG) vom 16. August 1993 (GVBl 1993, 545). Am 1. Januar 1994 schlossen sich die Gemeinden Beberstedt, Hüpstedt und Zaunröden zur neuen Gemeinde Dünwald zusammen. Nach der auf einer Bürgerbefragung beschlossenen Auflösung der Gemeinde Dünwald am 1. Januar 2023 wurde Zaunröden in die Gemeinde Unstruttal eingegliedert.Thüringer Gesetz- und Verordnungsblatt Nr. 26/2022 S. 475 ff., aufgerufen am 1. Januar 2023

Verwaltungsgeschichte im Überblick Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten, denen Zaunröden angehört(e) (bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan):

ab 1485: Heiliges Römisches Reich, Albertinische Herzöge von Sachsen ab 1547: Heiliges Römisches Reich, Kurfürstentum Sachsen, Amt Langensalza ab 1806: Königreich Sachsen, Amt Langensalza ab 1815: Königreich Preußen, Provinz Sachsen, Landkreis Worbissachsen-anhalt.de 1815 Abtretung des Amtes Langensalza an Preußen, der LK Worbis wurde aber erst 1816 gebildet ab 1945: Sowjetische Besatzungszone, Land Thüringen, Landkreis Worbis ab 1946: Sowjetische Besatzungszone, Land Thüringen, Landkreis Nordhausenthulb.uni-jena 13. Verordnung über die Kreiseinteilung des Landes Thüringen vom 26.09.1946 ab 1949: Deutsche Demokratische Republik, Land Thüringen, Landkreis Nordhausen ab 1950: Deutsche Demokratische Republik, Land Thüringen, Landkreis MühlhausenHistorische Entwicklung Landkreis Nordhausen, aufgerufen am 6. November 2024Regierungsblatt für Thüringen vom 6. Juni 1950 Nr. 14 S. 160, aufgerufen am 6. November 2024 ab 1952: Deutsche Demokratische Republik, Bezirk Erfurt, Kreis Sondershausen ab 1990: Bundesrepublik Deutschland, Thüringen, Landkreis Sondershausen ab 1994: Bundesrepublik Deutschland, Thüringen, Unstrut-Hainich-Kreis, Gemeinde DünwaldThür. Landesamt für Statistik Bildung und Auflösung der Gemeinde Dünwald, aufgerufen am 6. November 2024 ab 2023: Bundesrepublik Deutschland, Thüringen, Unstrut-Hainich-Kreis, Gemeinde Unstruttal

Sehenswürdigkeiten evangelische Friedenskirche Bodendenkmal Schwarzburger Landwehr Steinkreuz am Ortsrand

Persönlichkeiten Carl Mengewein (1852–1908), Komponist

Literatur Edgar Rademacher: Das Dorf Zaunröden 1378-2003. Festschrift zum 625jährigen Ortsjubiläum 2003. Duderstadt 2003, 64 Seiten, zahlreiche Schwarz-Weiß-Abbildungen Edgar Rademacher: Zaunröden, ein siedlungsgeschichtliches Phänomen. In: Eichsfeld-Jahrbuch 3 (1995), S. 97–102 Christian Kirchner: Register zu den Kirchenbüchern der evg.-luth. Kirchgemeinde Zaunröden 1667–1800. Bad Langensalza 2018, ISBN 978-3-95966-319-9

Weblinks

Zaunröden auf der Website der Gemeinde Unstruttal

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Unstrut-Hainich-Kreis Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Unstrut-Hainich-Kreis) Kategorie:Unstruttal Kategorie:Ersterwähnung 1378 Kategorie:Gemeindeauflösung 1994