mini|Scott Henderson 2010, Treibhaus Innsbruck Scott Henderson (* 26. August 1954 in West Palm Beach)Guitar Nine - Interview with Scott Henderson ist ein US-amerikanischer Rock- bzw. Fusion-Gitarrist. Er wurde bekannt als Mitbegründer der Jazz-Rock-Band Tribal Tech und durch seine Solo-Projekte.

Biografie thumb|Henderson 1988 mit Joe Zawinul Syndicate Henderson wuchs in West Palm Beach in Florida auf, wo er auch seine ersten Auftritte in Clubs bestritt. Seine ersten musikalischen Einflüsse waren unter anderem Jimi Hendrix, Jeff Beck, Jimmy Page und Bluesgitarristen wie Albert King und Albert Collins. Später kam der Einfluss des Jazz hinzu und Henderson lernte die Musik von unterschiedlichen Künstlern und Bands wie Charlie Parker, Weather Report, Miles Davis und Wayne Shorter kennen.Innerviews: Scott Henderson - Roots and branches

Nachdem er sein Musikstudium an der Florida Atlantic University absolviert hatte, zog Henderson 1980 nach Los Angeles, wo er das Guitar Institute of Technology (GIT), heute Teil des Musicians Institute, besuchte. Später wurde er an der Akademie selbst Dozent für Gitarre. 1984 gründete er zusammen mit dem Bassist Gary Willis die Band Tribal Tech, mit der er wiederholt tourte und bis 2012 zehn Alben (und eine Kompilation) veröffentlichte. 1986 war er mit Chick Coreas Elektric Band auf Tournee, verließ diese Band allerdings bereits nach sechs Monaten, da es persönliche und musikalische Differenzen gab.Exclusive Interview with Scott Henderson | Jazzuality.com - Indonesian Jazz News Von 1987 bis 1990 arbeitete er mit Joe Zawinuls Syndicate zusammen, um sich danach vollends auf Tribal Tech zu konzentrieren.

Seit 1994 veröffentlicht Henderson Alben unter eigenem Namen. Auf den Alben Tore Down House und Well To The Bone ist die Soul-Sängerin Thelma Houston zu hören. Sein Album Vibe Station erschien 2015.Guitar Virtuoso Scott Henderson to Release Instrumental Album for Guitar Trio Vibe Station on May 1, 2015 | JazzCorner.com News

Stil mini|Scott Henderson, 2007 Hendersons Musikstil ist zwischen Blues, Jazz und Rock anzusiedeln. Henderson kombiniert sowohl kompositorisch als auch solistisch den Einfluss des Blues mit Akkordfolgen und Linien aus dem Bebop und dem Jazzrock der 1970er Jahre. Er beschreibt den Einfluss des Jazz als eher intellektuell und den des Blues als gefühlsbetonter.Jazzitalia - Articles: Interview with Scott Henderson

Während Henderson in den 1980er und frühen 1990er Jahren bei Tribal Tech eher Jazz oder Fusion in teilweise großen Besetzungen spielte, wendete er sich mit Dog Party (1994) dem Blues und der Trio-Besetzung zu. Seitdem hat sich seine Musik wieder dem Jazz angenähert, und Henderson versucht nun beide Einflüsse in seiner Musik zu vereinen.Cold Fusion, Hot Blues - Scott Henderson | Guitar.com Er beschreibt sein Trio heute als Mischung von „Tribal Tech und Blues Band“.Exclusive Interview with Scott Henderson | Jazzuality.com - Indonesian Jazz News

Henderson benutzt den Vibratohebel der Gitarre, um den Klang der Slide-Gitarre zu imitieren.Guitar Nine - Interview with Scott Henderson Die Spieltechnik und der damit verbundene Ton erinnern an Jeff Beck.Double-Edged Sword, The Dangerous Jazz-Rock Attack of Scott Henderson | GuitarPlayer Henderson spielt auf Konzerten gelegentlich Jazzstandards und legt in seiner Musik stets großen Wert auf den Rhythmus.JGS Scott Henderson Interview, 12/20/12 | Jazz Guitar Society

Equipment

In den 1980er und 90er Jahren war Henderson Endorser für Ibanez und spielte Gitarren, die speziell für ihn angefertigt wurden. Diese Gitarren waren im Handel nicht erhältlich. Es handelte sich um Gitarren der Stratocaster-Bauweise mit Seymour Duncan Double-screw-Humbuckern, die sich durch einen sehr weichen, mittenlastigen Ton auszeichnen. Henderson bezeichnet diesen Klang heute als dünn und kritisiert die fehlenden Bassfrequenzen.Interview: HBC's Scott Henderson and Jeff Berlin

In den späten 1990er Jahren wechselte Henderson zu Suhr Guitars und spielt seitdem Gitarren des Modells Suhr Classic, bei denen es sich um traditioneller gehaltene Stratocaster-Nachbauten mit Singlecoils handelt. Henderson und John Suhr hatten sich kennengelernt, als Suhr noch im Fender Custom Shop gearbeitet hatte.Meet John Suhr | Guitar.com Der Hals dieser Gitarren weist ein D-Shape auf, welches im Vergleich zum traditionelleren C-Shape flacher ausfällt.Interview: HBC's Scott Henderson and Jeff Berlin Außerdem ist der Griffbrettradius dieser Hälse flacher als bei Strats üblich und eher typisch für Instrumente der Marke Gibson. Henderson hat in Interviews seine Vorliebe für Gibson-Hälse geäußert.Guitar Nine - Interview with Scott Henderson Außerdem spielt er elektrische Sitar.

Henderson spielt Custom Audio Amplifiers OD-100-Verstärker, Suhr SH-100-Verstärker auf suhr.com und einen '71 Marshall.Interview: HBC's Scott Henderson and Jeff Berlin Auf Tour spielt Henderson oft auf einem geliehenen Marshall JCM 2000 DSL100, da der Lufttransport von Verstärkern zu teuer ist.Double-Edged Sword, The Dangerous Jazz-Rock Attack of Scott Henderson | GuitarPlayer

Diskografische Hinweise

1994: Dog Party 1997: Tore Down House 2002: Well to the Bone 2005: Live! 2007: Collection (Zusammenstellung älterer Aufnahmen) 2015: Vibe Station 2019: People Mover 2024: Karnevel!

Vital Tech Tones (mit Victor Wooten und Steve Smith)

1998: Vital Tech Tones 2000: VTT2

HBC (mit Jeff Berlin und Dennis Chambers)

2012: HBC

mit anderen Künstlern

1985: Fables (Jean-Luc Ponty) 1985: Champion (Jeff Berlin) 1986: The Chick Corea Elektric Band (Chick Corea Elektric Band) 1987: Players (Jeff Berlin with T. Lavitz and Steve Smith) 1988: The Immigrants (Zawinul Syndicate) 1989: Black Water (Zawinul Syndicate) 1994: Forbidden Zone (Tom Coster) 1997: Just Add Water (Virgil Donati) 1999: Crossroads (Jeff Berlin)

Lehrmaterialien

Videos 1988: Jazz Fusion Improvisation. REH-Video 1992: Melodic Phrasing. REH-Video 2007: Jazz Rock Mastery. Alfred Publishing (Jazz Fusion Improvisation und Melodic Phrasing. auf einer DVD)

Bücher Scott Henderson Guitar Book. Alfred Publishing, 1993, ISBN 0-7935-1125-9. (Transkriptionen von Tribal Tech-Stücken) (Wiederveröffentlichung 2008) Hemme B Luttjeboer: The Best Of Scott Henderson. Hal Leonard, Milwaukee, WI 1996, ISBN 0-7935-5884-0. (Transkriptionen von Tribal Tech-Stücken) Scott Henderson: Jazz Guitar Chord System. (= Musicians institute. private lessons). Hal Leonard, Milwaukee, WI 1998, ISBN 0-7935-9165-1. Addi Booth: Blues Guitar Collection. Hal Leonard, Milwaukee, WI 2008, ISBN 978-1-4234-1227-4.

Literatur Martin Kunzler: Jazz-Lexikon. Band 1: A–L (= rororo-Sachbuch. Bd. 16512). 2. Auflage. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2004, ISBN 3-499-16512-0.

Weblinks Offizielle Website Diskografie von Scott Henderson auf AllMusic.com

Einzelnachweise

Kategorie:Gitarrist Kategorie:Fusion-Musiker Kategorie:Komponist (Jazz) Kategorie:Musiker (Vereinigte Staaten) Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1954 Kategorie:Mann