Yüksel Sariyar (* 1. August 1979 in Wien) ist ein ehemaliger österreichischer Fußballspieler und -trainer.
Vereinskarriere Vom Austria-Nachwuchs in die Türkei Der Wiener mit türkischen Wurzeln begann seine Vereinskarriere spätestens im Sommer 1988 im Nachwuchsbereich des FK Austria Wien, bei dem er unter dem damaligen Klubsekretär Helmut Slezak auch eine Bürolehre im Vereinssekretariat absolvierte. Bei der Austria durchlief er sämtliche Nachwuchsspielklassen und kam gegen Ende der 1990er Jahre für die zweite Mannschaft der Wiener, die ab 1997/98 in einer Spielgemeinschaft (SPG) mit dem Prater SV in Erscheinung trat, zum Einsatz. Die SPG spielte zu dieser Zeit in der viertklassigen Wiener Stadtliga, war aber auch 1997/98 im ÖFB-Cup vertreten. Mit der Mannschaft, die am Saisonende als Wiener Meister in die drittklassige Regionalliga Ost aufstieg, scheiterte er im Cup nach Siegen über den UFC St. Peter/Au in der Vorrunde und den SR Donaufeld Wien in Runde 1 erst in der zweiten Runde gegen den SK Rapid Wien. Bereits im Herbst 1997 hatte er für die Bundesliga-Mannschaft der Wiener einige Freundschaftsspieleinsätze absolviert, ohne jedoch in einem Pflichtspiel zum Einsatz zu kommen.
Im Sommer 1998 gelang ihm der Sprung ins Ausland, wobei er beim türkischen Erstligisten Gençlerbirliği Ankara unterkam, jedoch kurz darauf bereits bis Saisonende an den damaligen türkischen Zweitligisten Petrol Ofisi SK verliehen wurde. Nachdem er bis dahin einige Meisterschaftsspiele für die U-21-Mannschaft von Gençlerbirliği in der PAF Ligi absolviert hatte, gab er am 16. Oktober 1998 sein Profidebüt, als er bei einer 2:3-Auswärtsniederlage gegen İzmirspor von Beginn an und über die volle Spieldauer zum Einsatz kam. Insgesamt kam er bis zum Ende der Spielzeit 1998/99 in 19 Ligapartien dreimal zum Torerfolg und belegte mit der Mannschaft im Endklassement nach einem achten Platz in Gruppe 2 der Qualifikationsrunde nur einen siebenten Platz in der Gruppe 2 der Abstiegsrunde, was einen Abstieg in die türkische Drittklassigkeit bedeutete. In der nachfolgenden Spielzeit 1999/2000 brachte er für Gençlerbirliği zu sieben Kurzeinsätzen in der Liga und einem Auftritt im türkischen Fußballpokal 1999/2000. Während dieser Zeit kam er vereinzelt auch immer wieder im Nachwuchs des türkischen Hauptstadtklubs zum Einsatz.
Rückkehr nach Österreich Seine Profikarriere setzte er ab Sommer 2000 beim LASK fort. Sein Pflichtspieldebüt für die Linzer gab er am 9. Juli 2000 beim Zweitrundenrückspiel im UI-Cup 2000, als er von seinem Trainer Marinko Koljanin bei der 2:3-Niederlage gegen den tschechischen Erstligisten 1. FK Příbram in der 67. Spielminute für Almir Memić eingewechselt wurde. Während es Sariyar mit den Oberösterreichern im ÖFB-Cup 2000/01 zumindest bis ins Achtelfinale schaffte und dort gegen den späteren Pokalsieger FC Kärnten ausschied, rangierte er mit dem Klub am Ende der Saison 2000/01 auf dem zehnten Tabellenplatz, was den Abstieg aus der Bundesliga in die zweitklassige Erste Liga bedeutete. Nachdem er die ersten beiden Ligaspiele verpasst hatte, in Runde 22 aufgrund einer Gelbsperre pausieren musste, kam er ab Anfang April bis zum Saisonende verletzungsbedingt in keinem Bundesligaspiel mehr zum Einsatz und hatte es bis zum Saisonende auf 24 Einsätze und ein Tor gebracht. Dieses hatte er bei seinem dritten Bundesligaeinsatz am 29. Juli 2000 bei einem 3:1-Heimerfolg über Schwarz-Weiß Bregenz erzielt.
Aufgrund seiner Verletzung verpasste er auch nahezu die gesamte Hinrunde der Spielzeit 2001/02 und kam erst wieder ab Mitte Oktober 2001 zu Pflichtspieleinsätzen für die Stahlstädter. Danach konnte er sich rasch wieder einen Stammplatz im Mittelfeld erkämpfen, fiel aber auch disziplinarisch auf, nachdem er bei 15 Einsätzen (und ein Tor) siebe gelbe Karten kassierte. Während er mit dem LASK im Viertelfinale des ÖFB-Cups 2000/01 gegen den SV Austria Salzburg ausschied, belegte er mit dem Klub im Endklassement der Zweitklassigkeit mit Rang 5 einen Platz im Tabellenmittelfeld. Die nachfolgende Saison 2002/03 verlief für den gebürtigen Wiener durchwachsen. Nachdem er bereits in der Hinrunde nur unregelmäßig zu Einsätzen gekommen war, verzeichnete er von Mitte November 2002 bis Mai 2003 für ein halbes Jahr keinen einzigen Pflichtspieleinsatz in der Profimannschaft und kam erst in den letzten fünf Meisterschaftsrunden für die zu diesem Zeitpunkt stark abstiegsgefährdeten Linzer zum Einsatz. Aufgrund vier Siege und einem Unentschieden in diesen letzten fünf Begegnungen kam der LASK noch auf den fünften Tabellenplatz und sicherte so den Klassenerhalt. Im Cup war bereits in der 1. Runde gegen den Stadtrivalen Blau-Weiß Linz Schluss.
Neuerlicher Wechsel in die Türkei und abermalige Rückkehr nach Österreich Nach Lehrjahren in der zweitklassigen Ersten Liga beim LASK, wurde sein Vertrag nicht mehr verlängertTransfers: Alle Zu- und Abgänge, abgerufen am 30. Mai 2025 und er wechselte für ein Jahr in die Türkei zum Zweitligisten Kocaelispor. Beim Klub aus İzmit, einem östlichen Vorort der Metropole Istanbul, kam er zumeist abwechselnd im zentralen und im defensiven Mittelfeld zum Einsatz. Anfangs zumeist als Wechselspieler im Einsatz war er spätestens ab Mitte November 2003 Stammspieler der Türken. In 30 von 34 möglich gewesenen Meisterschaftsspielen brachte er es auf sechs Tore und war mit elf gelben Karten zusammen mit Mehmet Önür der am öftesten verwarnte Spieler seines Klubs in dieser Saison. Die damalige Türkiye 2. Futbol Ligi A Kategorisi 2003/04 schloss er mit dem Klub auf dem fünften Tabellenplatz ab und schied im türkischen Fußballpokal 2003/04, in dem er in der ersten Hauptrunde beim 2:0-Erfolg über Sarıyer beide Treffer erzielt hatte, in Runde 2 gegen Beşiktaş Istanbul aus. In den österreichischen Medien wurde zu dieser Zeit über Anpassungsprobleme Sariyars in der Türkei berichtet und dass dieser nicht mit der Mentalität in der Türkei zurechtkäme, weswegen er nach einer Saison in der Türkei auch wieder die Heimreise nach Österreich antrat.
Im Sommer 2004 kehrte er nach Österreich zurück und wechselte ablösefrei zum FC Superfund nach Pasching,Zwei neue für den FC Superfund, abgerufen am 30. Mai 2025Alle Transfers, abgerufen am 30. Mai 2025 über den er den Sprung in die österreichische Nationalmannschaft schaffte.Vier Neue in Krankls Kader, abgerufen am 30. Mai 2025 Anfangs noch von Georg Zellhofer als Wechselspieler eingesetzt, kam er ab Herbst 2004 bereits als Stammspieler zum Einsatz und kam bis zum Saisonende 2004/05 auf 29 Bundesligaeinsätze, in denen er es zu vier Treffern und drei Assists brachte. Außerdem nahm er mit der Mannschaft an der UEFA-Cup-Qualifikation teil, scheiterte mit den Paschingern jedoch aufgrund der Auswärtstorregel in der 2. Qualirunde gegen Zenit St. Petersburg. Nachdem sein mit Saisonende auslaufender VertragDeadline für Pasching-Coach Zellhofer, abgerufen am 30. Mai 2025 im Mai 2005 verlängert worden war, nahm er mit den Oberösterreichern, die auf Rang 4 abgeschlossen hatten, auch in der folgenden Saison an der UEFA-Cup-Qualifikation teil. Abermals trafen die Paschinger in der 2. Qualifikationsrunde auf Zenit St. Petersburg und abermals scheiterte man mit dem exakt selben Gesamtergebnis von 3:3 aufgrund der Auswärtstorregel.
Mit dem Klub spielte er lange um den Meistertitel mit, ehe er ab Oktober 2005 pausierte und sich aufgrund ständiger Knieprobleme einer Operation am hinteren Kreuzband und beiden Menisken unterziehen musste.Sariyar fällt Pasching bis Winter aus, abgerufen am 30. Mai 2025 Sariyar fiel daraufhin bis zu Winterpause 2005/06 verletzungsbedingt aus; währenddessen rutschte auch der FC Superfund in der Tabelle bis auf Rang 6 ab. Nach seiner Rückkehr im Frühjahr konnten sich die Oberösterreicher unter Andreas Heraf und Didi Constantini wieder auf die vorderen Tabellenplätze kämpfen und beendeten die Spielzeit 2005/06 auf Rang 3. Der Mittelfeldakteur hatte es dabei auf 24 Ligaspiele, drei Tore und zwei Vorlagen gebracht. Anders als im ÖFB-Cup 2004/05, als Pasching im Achtelfinale am SC Austria Lustenau scheiterte, schaffte er mit dem Team 2005/06 den Einzug ins Halbfinale, unterlag in diesem jedoch der SV Mattersburg mit 2:3. Bei den Oberösterreichern rückte er vom zentralen bzw. defensiven Mittelfeld weiter nach hinten und fungierte vor allem in der Saison 2006/07 zumeist als Innenverteidiger.Haas ist wieder Nationalspieler, abgerufen am 30. Mai 2025 Über die gesamte Saison hinweg hatte er immer wieder mit gesundheitlichen Rückschlägen zu kämpfenWintereinbruch kam in die Quere, abgerufen am 30. Mai 2025 und wurde vom neuen Trainer Milan Đuričić erstmals in der siebenten Meisterschaftsrunde über die vollen 90 Minuten eingesetzt. Die Spielzeit 2006/07 beendete Sariyar mit dem anfangs von Đuričić und ab Ende Oktober wieder von Constantini trainierten FC Superfund in der teils recht dicht gestaffelten Endtabelle auf Rang 5. Dabei hatte er 25 Meisterschaftsspiele absolviert, zwei Treffer und drei Assists beigesteuert, sowie elf gelbe Karten erhalten. Im UEFA-Pokal 2006/07, in dem er mit den Paschingern in der 1. Runde teilnahm, scheiterte er in ebendieser gegen die AS Livorno und schied mit seiner Mannschaft auch im ÖFB-Cup 2006/07 gleich im ersten Spiel, dem Achtelfinale gegen den FK Austria Wien, aus.
Wechsel zu Austria Wien und SC Wiener Neustadt In der Saison 2007/08 wechselte Sariyar innerhalb der Bundesliga zu seinem ehemaligen Ausbildungsverein Austria Wien, bei dem er einen Zweijahresvertrag mit der Option auf ein weiteres Jahr unterschrieb.Yüksel Sariyar ist Austrianer, abgerufen am 30. Mai 2025Teamspieler Sariyar wechselt zu Austria Wien, abgerufen am 30. Mai 2025 Bei den Wienern sollte er vor allem den Abgang von Markus Kiesenebner kompensieren, der zum ASKÖ Pasching wechselteDer FK Austria MAGNA freut sich, die Verpflichtung von Yüksel Sariyar..., abgerufen am 30. Mai 2025 – ein Verein, dessen Firmensitz wenig später nach Kärnten verlegt wurde und der fortan als SK Austria Kärnten auftrat. Bereits in der vorangegangenen Winterpause hatte sich Thomas Parits, General Manager der Austria, um eine Verpflichtung Sariyars bemüht. Parits beschrieb Sariyar als technisch versierten und kampfstarken Spieler, dessen vielseitige Spielweise als Allrounder ihn besonders beeindrucke. Bei der Austria wurde er meist als defensiver Mittelfeldspieler eingesetzt, kam gegen Saisonende aber auch als Innenverteidiger zum Zug. Sowohl Georg Zellhofer als auch dessen Nachfolger Didi Constantini – unter beiden hatte er bereits in Pasching gespielt – setzten ihn meist in der Startelf ein; nur selten blieb er ohne Einsatz auf der Ersatzbank.