Der Bärselbach ist ein Wildbach im Kanton Luzern in der Schweiz und der erste grössere rechtsseitige Zufluss der Emme im Flussgebiet der Aare. Er entwässert eine Gebirgslandschaft in den Emmentaler Alpen und in der UNESCO Biosphäre Entlebuch. mini|350px|Bärsel und Arnibergegg
Geographie Verlauf Der Bärselbach entspringt im äussersten Südwesten des Kantons Luzern im Hochtal «Bärsel» auf der Nordseite des Brienzergrats. Das Briefehörnli () ist die höchste Erhebung des Gratabschnitts, der sich sehr steil rund 700 Meter hoch über dem Talkessel Bärsel erhebt. Am hohen Bergmassiv fällt manchmal in kurzer Zeit viel Niederschlag, was immer wieder zu schwerem Hochwasser der Emmezuflüsse führt. In den stellenweise sumpfigen Grashalden am Bergsattel Blattenegg und unter den Geröllhalden von Ober-Blatten liegen die Quellen des Bärselbachs (auf ca. ) und mehrerer Bergbäche, die ihn speisen.
Das Tal mit dem Quellgebiet des Bärselbachs ist auf der Ostseite durch den Bergrücken Hunds-Chnubel und im Südwesten durch die Arnibergegg abgeschlossen. Ein alter Name für das Alpgebiet bei Bärsel ist «Chäsbode». Der Bärselbach fliesst gegen Nordnordwesten zunächst über Alpweiden und durch ein Moorgebiet, das zur national bedeutenden Flachmoorzone «Laubersmadghack/Bärsel» gehört,Objektblatt «Laubersmadghack/Bärsel» im Bundesinventar der Flachmoore von nationaler Bedeutung. und danach weiter in einem kleinen bewaldeten Tal, bevor er nach rund vier Kilometern das offene Land am Wagliseiboden erreicht. Dort liegt er nahe am Bergsattel mit der Wasserscheide zwischen dem Einzugsgebiet der Emme und jenem der Waldemme.
Der Bärselbach fliesst vom Wagliseiboden aus am Hangfuss der Schrattenfluh gegen Westen in einer Schlucht zu der Siedlung Schneeberg. Der hohe Wasserfall des Bachs bei Schneeberg ist eine Sehenswürdigkeit der Landschaft von Sörenberg. Der letzte, kurze Abschnitt des Bachs bildet die Gemeindegrenze von Flühli und Escholzmatt-Marbach. Zwischen den Weidegebieten Hirschwängibärg und Chüblisbüel mündet der Bärselbach an der Kantonsgrenze von Luzern zum Kanton Bern auf , also mehr als 500 Meter unterhalb seiner Quelle, in die Emme. Neben der Mündung steht der Kantonsgrenzstein Nr. 87.
Vom Wagliseiboden bis zur Mündung in die Emme bildet der Bärselbach die Südgrenze des Landschaftsschutzgebiets Schratteflue, einer im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (BLN) verzeichneten besonderen Gebirgszone der Schweizer Voralpen.Objektblatt BLN 1609 «Schratteflue» im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung.
Einzugsgebiet Das 13,35 km² grosse Einzugsgebiet des Bärselbachs, das grosse Feuchtgebiete aufweist, liegt in der Moorlandschaft Habkern/Sörenberg, die im Bundesinventar der Moorlandschaften von besonderer Schönheit und von nationaler Bedeutung verzeichnet ist.
Es grenzt im Norden und Nordosten an das Einzugsgebiet der Waldemme, die ebenfalls ein indirekter Zufluss der Aare ist, im Süden, jenseits des Brienzergrats und damit der Kantonsgrenze Luzern-Bern, an das vom Milibach und vom Hellgraben zum Brienzersee und zur Aare entwässerte Gebiet, im Südwesten an das Tal des Schöniseibachs, der ebenfalls unter dem Brienzergrat beginnt und rund 500 Meter oberhalb des Bärselbachs in die Emme mündet, im Westen direkt an die Emme, und im Nordwesten, jenseits der Schrattenfluh, an die Berglandschaft, die einerseits durch kleine Bäche wie den Bumbachgraben zur Emme und andererseits durch den Steiglebach gegen Norden indirekt zur Kleinen Emme entwässert wird.
Es ist zu beachten, dass im stark verkarsteten, von vielen Höhlen durchzogenen Felsmassiv der Schrattenfluh die verschiedenen Flussgebiete nicht genau abgegrenzt werden können.Rudolf Schider: Geologie der Schrattenfluh im Kanton Luzern. Bern 1913.
Zuflüsse Zahlreiche Bäche aus den Feuchtgebieten münden in den Bärselbach. Die grösseren sind: der Bach von der Arnibergegg der Schwandgraben der Salwidegraben der Bach von Grossgfäl der Bach bei Schneeberg
Weblinks
Verlauf des Bärselbachs auf dem Geoportal des Kantons Luzern Bärselbach auf schweizerfluss.ch
Einzelnachweise
Kategorie:Geographie (Flühli) Kategorie:Geographie (Escholzmatt-Marbach)