mini|hochkant|Stéphanie Rist (2025) Stéphanie Rist (* 6. August 1973 in Athis-Mons, Département Essonne) ist eine französische Rheumatologin und Politikerin der Partei Renaissance, die unter anderem zwischen 2017 und 2026 mit einer Unterbrechung Mitglied der Nationalversammlung war und seit dem 12. Oktober 2025 Ministerin für Gesundheit, Familien, Autonomie und Menschen mit Behinderungen im Kabinett Lecornu II ist.
Leben Stéphanie Rist absolvierte nach dem Schulbesuch ein Studium der Medizin an der Universität Tours sowie ein interdisziplinäres Aufbaustudium im Bereich Gesundheitswissenschaften am Institut d’études politiques de Paris (IEP de Paris) und war als Rheumatologin am Universitätsklinikum in Orléans CHU (Centre hospitalier universitaire d’Orléans), am dortigen Neuen Krankenhaus NHO (Nouvel hôpital d'Orléans) sowie am Krankenhausverbund des Loiret-Territoriums GHT (Groupement hospitalier de territoire du Loiret) tätig. 2016 schloss sich der von Emmanuel Macron gegründeten liberalen politischen Partei „Die Republik in Bewegung“ LREM (La République En Marche!) an, aus der im September 2022 die Partei Wiedergeburt RE (Renaissance) hervorging.
Bei der Wahl am 18. Juni 2017 wurde Stéphanie Rist als Nachfolgerin von Olivier Carré erstmals zum Mitglied der Nationalversammlung (Assemblée nationale) gewählt und vertrat in dieser bis zum 12. November 2025 den ersten Wahlkreis des Départements Loiret, woraufhin Stéphane Chouin als ihr Nachrücker neuer Abgeordneter wurde. Sie wurde am 28. Juni 2020 auch zum Mitglied des Stadtrates von Orléans gewählt und gehört diesem seit dem 28. Juni 2020 an. In der 16. Legislaturperiode war sie als Nachfolgerin von Thomas Mesnier vom 30. Juni 2022 bis zu ihrer Ablösung durch Yannick Neuder am 9. Juni 2024 Generalberichterstatterin der Nationalversammlung für den Sozialhaushalt.
Seit dem 12. Oktober 2025 ist Stéphanie Rist Ministerin für Gesundheit, Familien, Autonomie und Menschen mit Behinderungen (Ministre de la santé, des familles, de l’autonomie et des personnes handicapées) im Kabinett Lecornu II. Bezüglich eines Briefs der Regierung an alle 29-jährige Einwohner über die persönliche Geburtenplanung erklärte sie, dass es darum gehe, den Menschen angesichts der Staatsverschuldung und Kürzungen im Sozialsystems rechtzeitig zuzurufen, sie sollten es sich früh und gut überlegen mit dem Kinderwunsch. Im Zuge der Hitzewelle in Europa im Juni 2026 wies sie darauf hin, man sei seit der Katastrophe 2003 besser auf große Hitzewellen vorbereitet. Bei einer Nachwahl wurde sie am 25. Januar 2026 im ersten Wahlkreis des Départements Loiret für das Parteienbündnis (Ensemble pour la République) abermals zum Mitglied der Nationalversammlung gewählt, legte dieses Mandat wegen ihres Ministeramtes jedoch am 26. Februar 2026 nieder, woraufhin Marie-Philippe Lubet als Nachrückerin neue Abgeordnete wurde.
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Einzelnachweise
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