Rudolf Seifert (* 1883 in Witten; † 20. Juni 1965) war ein deutscher Architekt.

Leben und Werk Seifert war vornehmlich im Saarland tätig. 1922/1923 führte er in Saarbrücken das Gebäude der Union-Theater-Lichtspiele an der damaligen Kaiser-Friedrich-Brücke aus.Hans-Christian Herrmann: Großes Kino mit den Davidsons in Saarbrücken auf gedenkbuch.saarbruecken.de, abgerufen am 29. September 2026. 1923/1924 entstand nach seinen Plänen die Villa Hirsch im Saarbrücker Stadtteil St. Johann, in der sich nach dem Zweiten Weltkrieg auch der Amtssitz des saarländischen Ministerpräsidenten Johannes Hoffmann befand. In Zusammenarbeit mit dem Architekten Karl Brugger errichtete er 1924 das Zentralgebäude der Neufang-Brauerei in Saarbrücken in einer Stahl-Beton-Konstruktion, wie sie für die damalige Zeit typisch war. Mit Brugger erbaute Seifert auch im Saarbrücker Ortsteil Rotenbühl eine Villa für den Bankier Eduard Röchling (Villa Europa). Ebenfalls auf dem Rotenbühl erstellte er für den Brauereibesitzer Oskar Neufang Anfang der 1930er-Jahre die so genannte Villa Neufang, die seit 1956 Sitz des französischen Generalkonsulats war und 2007 abgerissen wurde. Seiferts Hauptwerk war jedoch die Planung und Errichtung des Evangelischen Gemeindehauses Wartburg in St. Johann, das im November 1928 eingeweiht wurde und von 1946 an den Sender „Radio Saarbrücken“ beherbergte.Günther Scharwath: Das große Künstlerlexikon der Saar-Region. Geistkirch Verlag, Saarbrücken 2017, S. 984. Daneben schuf Seifert, alleine bzw. mit Karl Brugger, mehrere Wohnhäuser (–> Liste der Baudenkmäler in St. Johann (Saar)).

Seifert war verheiratet mit Elisabeth Augusta Emilia, geb. Saemann. Aus dieser Ehe stammte ein Sohn.

Einzelnachweise

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