The Fortress of Dr. Radiaki ist ein Ego-Shooter aus dem Jahr 1994. Das Computerspiel wurde von Maelstrom und Future Vision für DOS entwickelt und wurde häufig als Doom-Klon bezeichnet.

Handlung Der Spieler schlüpft in die Rolle des Spezialagenten Mack Banner, der gegen den verrückten Wissenschaftler Dr. Radiaki vorgehen muss. Dieser droht die Welt zu vernichten. Er hat sich auf seiner Pazifikinsel verschanzt, geschützt von Befestigungsanlagen und südamerikanischen Soldaten sowie Ninjas und mutierten Echsenmenschen.

Spielprinzip Der Spieler startet mit einem Baseballschläger, kann aber im Spielverlauf weitere Waffen wie Schwerter, Flammenwerfer und Granatenwerfer erhalten. Am unteren Bildschirmrand werden Lebensenergie, Waffen und Munition dargestellt. Beginnend im Außenbereich muss man in die Festung eindringen und sich die Stockwerke des Hochhauses hochkämpfen. Auffindbar sind neben Waffen und Munition auch Schlüssel zum Vorankommen sowie Aufputschspritzen und Erste-Hilfe-Päckchen zum Wiederherstellen der Gesundheit. Das Spiel umfasst 20 Gegnersorten. Die bereits erkundete Umgebung wird per Automapping in eine Karte eingetragen und dargestellt.

Entwicklung und Veröffentlichung Entwickler des Spiels waren Maelstrom und Future Vision, Publisher Merit Studios. Das ursprünglich 1994 erschienene Spiel wurde 2023 auf der Zoom-Plattform wiederveröffentlicht. Im Mai 2025 erschien die überarbeitete Fassung auch auf Steam mit DOSBox, womit es unter Windows und Linux spielbar ist.

Rezeption

Das Spiel erhielt gemischte Wertungen. Während die deutschsprachigen PC-Spielemagazine PC Joker und Power Play das Spiel mit sehr niedrigen Wertungen abstraften, kamen die englischsprachigen Magazine Computer and Video Games und PC Gamer auf vergleichsweise hohe Wertungen von 78 und 81 Prozent. PC Joker kam zu dem Schluss, dass The Fortress of Dr. Radiaki noch schlechter als das nahezu zeitgleich erschienene Isle of the Dead sei. Beide Spiele wurden als Doom-Abklatsch bezeichnet. The Fortress of Dr. Radiaki sei erst ab einem Intel i486 halbwegs brauchbar. Stattdessen wurden Rise of the Triad und Heretic empfohlen. Der Tester von Power Play bezeichnete den Titel als „geschmacklosen Höhepunkt“ der Markt-Überflutung mit Doom-Klonen. Kritik gab es für Optik sowie Leveldesign.

Auch im Kurztest der Computer and Video Games wurde festgestellt, dass es sich um einen Doom-Klon handle, von dem man nicht zu viel erwarten dürfe. Trotzdem sprach man von einem Top-Titel. In der Zeitschrift PC Gamer wurden die Charaktergrafiken sowie der Humor und die viele Action gelobt. Als Negativpunkte wurden Leveldesign und die Umgebungsgrafik aufgeführt. Zudem habe das Spiel keine Joystick-Unterstützung. Der Tester zog das Fazit, dass es sich nicht um den besten Shooter handle, es aber trotzdem einen Blick wert sei. Next Generation kritisierte die Steuerung, lobte aber die Grafik und die Kultfilm-Atmosphäre.

GamesRadar+ bezeichnete das Spiel 2023 retrospektiv als einen der schlechtesten Doom-Klone, die jemals gemacht wurden.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Computerspiel 1994 Kategorie:DOS-Spiel Kategorie:Ego-Shooter