Louis Morin (* 5. August 1855 in Paris; † 2. Juni 1938 in Migennes) war ein französischer Maler, Zeichner, Illustrator und Buchautor. Er signierte auch als „Loys Morin“.

Der Lehrerssohn, der 1878 im Salon de sculpture debütiert hatte, publizierte 1885 die Histoires d’Autrefois: Le Cabaret du Puits-sans-Vin. 1893 kam sein fünfbändiges Werk French illustrators in five parts bei Charles Scribner’s sons in New York heraus.

Von 1900 bis 1901 war er Herausgeber und Illustrator des kurzlebigen Blattes Le Revue des Quat’Saisons. Unter den Zeitschriften, die er mit Karikaturen und Illustrationen belieferte, waren La Caricature und L’Assiette au Beurre.

Von 1878 bis 1886 war er bei Ausstellungen im Salon vertreten. Morin stellte seine Werke aber auch im Salon des Humoristes aus, den er gegründet hatte. Zusammen mit Charles Signoret und Paul Moreau-Vauthier stellte er (wohl 1899) in den Galeries Henry Graves aus. Mit Georges Montorgueil stand er in freundschaftlichem Austausch.

Neben Illustrationen schuf er auch Ansichten des Montmartre und Figuren für das Schattentheater im Nachtclub Le Chat Noir auf dem Montmartre. mini|La fin de Montmartre, 1905 Sein Bild La fin de Montmartre aus dem Jahr 1905 zeigt eine Windmühle und eine Aussichtsplattform auf dem Montmartre. Die Mühle gehört vermutlich zur Moulin de la Galette, die auch Pierre-Auguste Renoir verewigt hat. Die Aussichtsplattform dieser Vergnügungsstätte findet sich auch auf einem Gemälde von Vincent van Gogh aus dem Jahr 1886, das sich im Art Institute of Chicago befindet.https://collections.artsmia.org/art/108280/la-fin-de-montmartre-louis-morin

Das Musée d’Orsay besitzt mehrere Werke Louis Morins, doch der Künstler, der seine Karriere mit plastischen Arbeiten begonnen hatte, gehört nach dem Urteil Philippe Kaenels zum Heer der Vergessenen der neueren Geschichtsschreibung.

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