mini|Wohnhaus Max Meyer (um 1890) Das Wohnhaus Max Meyer war ein über 60 Jahre genutztes herrschaftliches Wohngebäude am Südwestrand der Leipziger Innenstadt.Nicht zu verwechseln mit seiner Villa in Connewitz und den Villen des Verlagsbuchhändlers Herrmann Julius Meyer (1826–1909)
Lage und Gestalt mini|hochkant|Grundriss 1. Obergeschoss Auf heutige Bedingungen bezogen stand das Haus am Martin-Luther-Ring zwischen der Straße Alter Amtshof und der Rudolphstraße an der Stelle des jetzigen Bürohauses Martin-Luther-Ring 7–9 gegenüber dem Stadthaus.
Das im Stil der italienischen Renaissance errichtete dreigeschossige Gebäude auf einem der Lage zwischen Straße und Pleißemühlgraben geschuldeten trapezförmigen Grundriss besaß sieben Fensterachsen an der Straßenfront und drei an der Südseite. Über dem Erdgeschoss mit Putzquaderung zeigten die Obergeschosse reichlich Sandsteinschmuck, darunter die beiden zweigeschossigen Erker mit stützenden Karyatidefniguren und Ziergiebeln. Über einem sehr niedrigen Dachgeschoss mit in einen Schmuckfries eingebundenen Fenstern führte ein breites Hauptgesims zum Flachdach.
Geschichte 1882 ließ sich der Bankier Max Meyer (1819–1901) vom Bankhaus Meyer & Co. ein repräsentatives Wohnhaus errichten. Die Pläne stammten vom Berliner Architekten Heino Schmieden (1835–1913), der anschließend das Zweite Leipziger Gewandhaus entwarf. mini|Das Wohnhaus Max Meyer in seiner historischen Umgebung (1927) Der Bauplatz zwischen der Straße und dem Pleißemühlgraben hatte die Adresse An der Pleiße 13. Der linke Nachbar war die Wohnanlage Hufeisen, allerdings hinter dem Pleißemühlgraben, wodurch das Haus Meyer freie Sicht nach Süden hatte. Der Besitzer bewohnte die erste Etage, Erdgeschoss und zweite Etage wurden vermietet.
1898 wurde die Straße An der Pleiße umbenannt. Der südliche Teil mit dem Meyerschen Haus wurde zum Rathausring und erhielt neue Hausnummern; aus der 13 wurde die 9. 1933 wurde aus dem Rathausring der Martin-Luther-Ring.
Das Haus blieb bis in die 1940er Jahre im Besitz der Familie Meyer. 1944 wurde es durch einen der Luftangriffe auf Leipzig zerstört.Siehe dazu Karte in Von 1993 bis 1996 wurde an seiner Stelle das Bürohaus errichtet, das auch Pleißehaus genannt wird und in dem die Stadt Leipzig ihr Personalamt betreibt.
Literatur Vereinigung Leipziger Architekten und Ingenieure (Hrsg.): Leipzig und seine Bauten. Leipzig 1892, S. 409, (Digitalisat)
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Einzelnachweise
Kategorie:Wohngebäude in Leipzig Kategorie:Neorenaissancebauwerk in Leipzig Kategorie:Abgegangenes Bauwerk in Leipzig Kategorie:Bauwerk von Heino Schmieden Kategorie:Erbaut 1882 Kategorie:Zerstört im Zweiten Weltkrieg Kategorie:Zerstört in den 1940er Jahren