mini|hochkant|Kardinal Francesco D’Elci Francesco D’Elci (* 6. Oktober 1707 in Siena; † 4. April 1787 in Rom) war ein italienischer Kardinal der römisch-katholischen Kirche.
Leben D’Elci wurde als zweites von sieben Kindern des Marchese Orso Pietro Maria d’Elci und der Caterina Tempi in eine Adelsfamilie hineingeboren. Er war ein Neffe des Kardinals Raniero d’Elci (kreiert 1737) sowie mütterlicherseits ein Neffe des Kardinals Luca Melchiore Tempi (kreiert 1753) und ein Großneffe des Kardinals Scipione Pannocchieschi d’Elci (kreiert 1657). Sein Familienname findet sich in den Quellen auch als „Delci“ oder „De Ilcio“.
Er trat in den geistlichen Stand ein und wurde am 12. April 1735 Kanoniker der Lateranbasilika. In der römischen Prälatur wirkte er ab dem 24. November 1740 als Referendar der Gerichtshöfe der Apostolischen Signatur, ab Dezember 1740 in der Verwaltung des Kirchenstaats als Vizelegat in Ferrara sowie ab Oktober 1743 als Relator der Sacra Congregazione della Consulta. Im Dezember 1746 wurde er Mitglied der Kongregation für Ablässe, im April 1747 Präsident und im November 1750 Kleriker der Apostolischen Kammer. Von Dezember 1753 bis 1758 war er Präsident der päpstlichen Münze, ab Januar 1756 Auditor und Generalrichter der Diözese Ostia und Velletri. Im Oktober 1766 wurde er Generalauditor der Apostolischen Kammer. Im Dezember 1767 wurde er Kommendatarabt von San Galgano bei Siena, im Juli 1770 zudem von Anghiari.
Clemens XIV. erhob ihn im Konsistorium vom 26. April 1773 zum Kardinalpriester; den roten Hut und die Titeldiakonie Sant’Angelo in Pescheria erhielt er am 10. Mai desselben Jahres. Er wurde den Kongregationen für Ablässe und heilige Reliquien, für die kirchliche Immunität, für das Zeremoniell sowie für die Sacra Consulta zugeteilt und Mitglied der Kongregation für Bischöfe und Regularklerus. Am Konklave 1774–1775, aus dem Pius VI. als Papst hervorging, nahm er teil. D’Elci war zudem Protektor der Stadt Matelica, des Klosters delle Filippine in Rom, der Kirche und Nation von Siena sowie der Universität der italienischen Bäcker. Im März 1775 wurde er Kommendatarabt von San Paolo di Valdiponte bei Perugia.
Im April 1786 erlitt er einen Schlaganfall, von dem er sich bis zu seinem Tod nicht mehr erholte. D’Elci starb am 4. April 1787 in Rom. Er wurde in der Kirche San Marcello al Corso aufgebahrt, wo auch die Trauerfeier stattfand, und in der Familiengruft der D’Elci (der Kapelle der heiligen Katharina von Siena) in der Basilika Santa Sabina auf dem Aventin in Rom beigesetzt.
Weblinks
Kategorie:Kardinal (18. Jahrhundert) Kategorie:Historische Person (Italien) Kategorie:Geboren 1707 Kategorie:Gestorben 1787 Kategorie:Mann