Klonowy Dwór () ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Er gehört zur Gmina Małdyty im Powiat Ostródzki.
Geographische Lage Klonowy Dwór liegt 200 Meter nördlich des Jezioro Kęty () im Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 15 Kilometer südwestlich der Stadt Morąg bzw. 22 Kilometer nordwestlich der Kreismetropole Ostróda.
Geschichte Das einstige Woblicayn (1340), Woblikaym (1365), dann auch: Woblicajm, Höffen und Höfen war zur Ordenszeit ein Gutsort im Kammeramt Neimen in der Komturei Christburg.Dietrich Lange: Höfen, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005)Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Höfen (Landkreis Mohrungen) Am 15. Juni 1340 verlieh der Komtur von Christburg Alexander von Konren dem Prußen Tungis Land in Woblicayn zu Erbrecht.
Als „adlig Vorwerk“ mit sechs Feuerstellen wurde Höfen im Jahre 1785 erwähnt, im Jahre 1820 als ebensolches mit fünf Feuerstellen bei 49 Einwohnern.
Als 1874 der Amtsbezirk Hanswalde im ostpreußischen Kreis Mohrungen, Regierungsbezirk Königsberg, errichtet wurde, wurde der Gutsbezirk Höfen eingegliedert.Rolf Jehke: Amtsbezirk Hanswalde Im Jahre 1885 verzeichnete Höfen 84 Einwohner, im Jahre 1910 noch 71.
Am 30. September 1928 verlor der Gutsbezirk Höfen seine Eigenständigkeit und wurde in die Landgemeinde Linkenau eingemeindet.
Aufgrund der 1945 erfolgten Abtretung des gesamten südlichen Ostpreußen an Polen erhielt Höfen die polnische Namensform „Klonowy Dwór“. Das Dorf ist heute eine Ortschaft im Verbund der Gmina Małdyty im Powiat Ostródzki, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig. Im Jahre 2021 zählte Klonowy Dwór 95 Einwohner.
Gut und Gutshaus Der Ordensmarschall Erasmus von Reitzenstein verlieh 1493 das Gut Höfen an die Brüder Andreß und Clement von Höffen.Gutshäuser und Schlösser im ehemaligen Ostpreußen. Ermland-Masuren: Höfen (Klonowy Dwór)Informationszentrum Ostpreußen: Klowony Dwór – Höfen Am 24. Dezember 1528 verlieh Herzog Albrecht dem Hans Nickeritz das Gut Höfen, das ihm Sebastian Zenger am 25. Juni 1531 abkaufte.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gehörte das Gut Höfen dem Oberamtmann von Wagenfeldt, das Friedrich August Wedderkop dann Anfang des 20. Jahrhunderts übernahm. Seine Familie blieb dort bis 1945.
Das Gutshaus wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts errichtet. Das eingeschossige Kniestockhaus wird von einem Satteldach überdeckt. Zweigeschossige Mittelrisalite mit Rundfenstern in den Dreiecksgiebeln gliedern die Längsseiten des Hauses. Den Eingangsbereich verziert ein Vorbau mit Rundsäulen, ein Dreiecksgiebel und große Fensterflächen in den gemauerten Seitenwänden.
Das Gebäude scheint heute dem Verfall preisgegeben zu sein. Der Park mit einem Teich und noch altem Baumbestand ist verwildert.
Religion Bis 1945 war Höfen in die evangelische Kirche in Groß Simnau in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union eingepfarrt,Walther Hubatsch: Geshcichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 467 außerdem in die römisch-katholische Kirche in der Kreisstadt Mohrungen.
Heute gehört Klonowoy Dwór katholischerseits zur Pfarrei in Szymonowo im Dekanat Morąg im Bistum Elbląg, evangelischerseits zur Kirchengemeinde in Morąg, einer Filialgemeinde von Ostróda in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.
Verkehr Nach Klonowy Dwór führt eine Nebenstraße, die bei Linki von der Woiwodschaftsstraße 613 und über Kanty bis nach Smolno führt. Eine von Szymonowo über Pękity kommende Straße endet zudem in Klonowy Dwór.
Eine Bahnanbindung besteht nicht.
Einzelnachweise
Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Małdyty