Hilde Hiller (* 12. Oktober 1939 in Calbe (Saale); † 15. September 2026Traueranzeige für Hilde Hiller. In: Badische Zeitung, 26. September 2026.) war eine deutsche Klassische Archäologin.
Leben Hilde Hiller studierte Klassische Archäologie und wurde 1968 an der Universität Göttingen bei Rudolf Horn promoviert. 1970/71 erhielt sie das Reisestipendium des Deutschen Archäologischen Instituts. Anschließend war sie Mitarbeiterin der Ausgrabungen in Pergamon. Im Jahr 1978 arbeitete sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Römisch-Germanischen Zentralmuseum in Mainz. 1979 wurde sie Leiterin des Regionalmuseums Xanten.Ingeborg Krueger: Das Rheinische Landesmuseum Bonn im Jahr 1979. In: Bonner Jahrbücher 181, 1981, S. 489. Von 1986 bis zu ihrem Ruhestand 2004 war sie Leiterin des Museums für Ur- und Frühgeschichte, des späteren Archäologischen Museums Colombischlössle in Freiburg im Breisgau. Unter ihrer Leitung erfolgte eine umfassende Neukonzeption der Museumsausstellung. Im Mai 1995 wurde die Abteilung Steinzeit und Bronzezeit eröffnet, im November 1997 die Abteilung Eisenzeit.
Ausstellungen (Auswahl) 1985 Die Akropolis von Athen: Verwandlungen eines klassischen Monuments, Regionalmuseum Xanten 1997 Die jungpaläolithische Jagdstation von Munzingen am Tuniberg, Museum für Ur- und Frühgeschichte, Freiburg i. Br. 2000 Carnuntum: römische Metropole an der Bernsteinstraße, Museum für Ur- und Frühgeschichte, Freiburg i. Br. 2002 Römisches Padua, Museum für Ur- und Frühgeschichte, Freiburg i. Br. und Römisches Museum Augsburg 2003 Römische Badruine Badenweiler: Entdeckung, Erforschung, Faszination. Museum für Ur- und Frühgeschichte, Freiburg i. Br. 2003/04 20 Jahre Museum für Ur- und Frühgeschichte im Colombischlössle: Wirken gegen die Vergänglichkeit der Vergangenheit. Museum für Ur- und Frühgeschichte, Freiburg i. Br.
Veröffentlichungen (Auswahl) Ionische Grabreliefs der ersten Hälfte des 5. Jahrhunderts v. Chr. (= Istanbuler Mitteilungen. Beiheft 12). Wasmuth, Tübingen 1975 (Dissertation). Die Akropolis von Athen: Verwandlungen eines klassischen Monuments. Rheinland-Verlag Köln / Habelt Bonn, 1985, ISBN 3-7927-0864-7. Statuette eines Jünglings aus dem Marmorsaal. In: Meinrad N. Filgis, Wolfgang Radt: Das Heroon (= Altertümer von Pergamon Bd. XV 1). de Gruyter, Berlin 1986, ISBN 3-11-010175-0, S. 147–156.
mit Werner Jobst: Carnuntum. Römische Metropole an der Bernsteinstraße. Ausstellung des Museums für Ur- und Frühgeschichte der Stadt Freiburg; Museum für Ur- und Frühgeschichte der Stadt Freiburg, 17. Februar 2000 bis 24. April 2000 ... Staatliches Museum für Naturkunde und Vorgeschichte, Oldenburg, 24. Juni 2001 bis 2. September 2001. Hrsg. des Begleitheftes: Gesellschaft der Freunde Carnuntums, Wien. Freiburg 2000. mit Girolamo Zampieri (Hrsg.): Römisches Padua. Museum für Ur- und Frühgeschichte, Freiburg i. Br. 2002. 20 Jahre Museum für Ur- und Frühgeschichte im Colombischlössle. Museum für Ur- und Frühgeschichte, Freiburg (Breisgau) 2003.
Weblinks
Dies Schaufenster der Archäologie. BZ-Interview: Hilde Hiller zum Museum im Colombischlössle in Badische Zeitung vom 6. November 2004 Sie kämpfte für ihr Museum in Badische Zeitung vom 25. Oktober 2004
Einzelnachweise
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