mini|María Emilia Undurraga

María Emilia Undurraga Marimón (* 1975) ist eine chilenische Politikerin, Soziologin und Agraringenieurin. Während der zweiten Regierung von Präsident Sebastián Piñera war sie Landwirtschaftsministerin Chiles.

Biografie Familie und Ausbildung Undurraga ist eines von sieben Kindern von Pío Alfonso Franco Undurraga Mackenna und Rebeca de la Asunción Amalia Marimón Cousiño. Sie ist mit dem Unternehmer Cristián Matetic verheiratet, mit dem sie vier Kinder hat. Sie ist Mitglied der Partei Evópoli.

Sie studierte Agraringenieurwesen mit Schwerpunkt Agrarökonomie an der Päpstlichen Katholischen Universität von Chile. Anschließend erwarb sie an derselben Universität einen Masterabschluss in Soziologie sowie an der Duke University in den Vereinigten Staaten einen Masterabschluss in internationaler Entwicklungspolitik.

Berufliche und politische Laufbahn Undurraga lebte und arbeitete mehr als acht Jahre in der Región de Valparaíso. Während der ersten Regierung von Präsident Sebastián Piñera war sie von 2011 bis 2014 am Instituto de Desarrollo Agropecuario (INDAP) tätig. Dort war sie für territoriale Programme verantwortlich, die mehr als 100.000 Landwirte in ganz Chile durch technische Unterstützung und Investitionsförderung betreuten. In dieser Funktion leitete sie die Ausarbeitung der nationalen Politik zur ländlichen Entwicklung.

Sie vertrat das chilenische Landwirtschaftsministerium bei Verhandlungen mit den indigenen Völkern Chiles über die Verordnung zur Regelung indigener Konsultationen, mit der das Übereinkommen Nr. 169 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) umgesetzt wird. Darüber hinaus nahm sie als Vertreterin Chiles an internationalen Kooperationsmissionen in Peru und Costa Rica teil. Bei der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) vertrat sie Chile im Bereich der Politik für ländliche Gebiete.

Bis März 2018 war Undurraga wissenschaftliche Mitarbeiterin und Teilzeitdozentin an der Fakultät für Agrar- und Forstwissenschaften der Päpstlichen Katholischen Universität von Chile. Dort beteiligte sie sich an verschiedenen Projekten, darunter einem von der FIA finanzierten Projekt mit der Bezeichnung Strategic Territorial Hub.

Von August 2018 bis Januar 2021 war sie nationale Direktorin des Oficina de Estudios y Políticas Agrarias (ODEPA). Sie war die erste Leiterin dieser Behörde, die über das chilenische System der höheren öffentlichen Verwaltung (Sistema de Alta Dirección Pública, ADP) ausgewählt wurde.

Am 6. Januar 2021 nahm Präsident Sebastián Piñera eine Kabinettsumbildung vor, bei der Antonio Walker als Landwirtschaftsminister ausschied und Undurraga zu seiner Nachfolgerin ernannt wurde. Nach Marigen Hornkohl, die das Amt 2008 übernommen hatte, war Undurraga die zweite Frau an der Spitze des chilenischen Landwirtschaftsministeriums.

Sie blieb bis zum Ende der Regierung Piñera im März 2022 im Amt. Anschließend kehrte sie in die universitäre Lehre zurück.

Einzelnachweise

Kategorie:Landwirtschaftsminister (Chile) Kategorie:Politiker (21. Jahrhundert) Kategorie:Agraringenieur Kategorie:Soziologe Kategorie:Hochschullehrer (Päpstliche Katholische Universität von Chile) Kategorie:Absolvent der Päpstlichen Katholischen Universität von Chile Kategorie:Chilene Kategorie:Geboren 1975 Kategorie:Frau