Barbara Judith Hadjikyriakos-Ghika (geborene Hutchinson, geschiedene Rothschild, geschiedene Warner, geboren am 22. Februar 1911 in Chelsea, London; gestorben am 13. September 1989 in City of Westminster, London) war eine britische Kunstkennerin und Mitglied der Familie Rothschild.

Leben und erste Ehe Barbara Hutchinson wurde am 22. Februar 1911 in Chelsea geboren. Sie war die Tochter von Jack (St. John) und Mary Hutchinson. Ihr Vater war Rechtsanwalt und sie hatte einen jüngeren Bruder Jeremy Hutchinson. Barbara Hutchinson heiratete im Dezember 1933 Nathaniel Mayer Victor Rothschild, den Sohn von Charles Rothschild und Rózsika Rothschild, der 1937 die Adelstitel seines Onkels Walter Rothschild, 2. Baron Rothschild erbte und als Mitglied der Labour-Partei ins Oberhaus einzog. Kurz vor der Hochzeit war sie dem jüdischen Glauben beigetreten.

Mit Victor Rothschild hatte sie drei Kinder: Sarah (1934–2018), heiratete James Douglas Henry Jacob Rothschild, (1936–2024), 1961 Heirat mit Serena Mary Dunn (1934–2019) Miranda (geboren 1940); 1962 Heirat mit Boudjemâa Boumaza (1930–1964); 1967 Heirat mit Iain Thomas Watson (geboren 1942).

Die Ehe wurde geschieden und sie heiratete 1946 den Schriftsteller Rex Warner. Mit ihm lebte sie zeitweise in Wales in ihrem Anwesen „Cliff House“. Sie trennten sich 1957. Warner heiratete später erneut seine erste Ehefrau, mit der er bereits vor der Ehe mit Hutchinson verheiratet war.

Dritte Ehe und Künstlermuse Auch die Ehe wurde geschieden und 1961 heiratete sie den griechischen Künstler Nikos Hadjikyriakos-Ghika (1906–1994). Für ihn wurde sie zu seiner Muse und Reisebegleiterin auf einer Weltreise, die das künstlerische Schaffen von Hadjikyriakos-Ghika tief prägte. Die Reise führte nach einer Einladung in die USA weiter über Mexiko, Japan und Asien. Diese Reise fand 1958 statt, noch vor der Hochzeit. Die Liebesgeschichte des Paares wurde später Teil der Ausstellung Ghika at the Benaki: A Journey from West to East, im Benaki-Museum in Athen. Nach ihren ersten zwei Ehen war dies eine glückliche Verbindung. Auch ihr Sohn Jacob Rothschild unterstützte diese, er war ein Förderer von Ghika und im Besitz mehrerer seiner Werke. Auf Korfu erwarben sie ein Haus in einem Olivenhain, welches sie umbauten und als Rückzugsort gestalteten. Dort empfingen sie ihre Gäste, zu denen viele Künstler, Schauspieler und Schriftsteller gehörten und verbrachten dort lange Abende mit Gesprächen und Rezitationen. Daraus entstanden viele Werke der Gäste, aber auch zahlreiche Werke Ghikas über die Ionischen Inseln.

Barbara Hadjikyriakos-Ghika blieb bis zu ihrem Tod am 13. September 1989 mit Nikos Hadjikyriakos-Ghika verheiratet.

Einzelnachweise

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