Heinrich Dinkloh (* 24. Mai 1917 in Schwerte; † 15. Juni 1990 in Bonn-Bad Godesberg) war ein deutscher Generalarzt der Luftwaffe der Bundeswehr.

Leben Dinkloh, Sohn eines Uhrmachers, absolvierte von Januar bis März 1936 den Reichsarbeitsdienst in Lippstadt und trat am 1. April 1936 beim Infanterie-Regiment (motorisiert) 69 in Hamburg-Wandsbek in die Wehrmacht ein. Er absolvierte die Grundausbildung und diente bis September 1936 in diesem Verband. Anschließend erfolgte der Wechsel zur Luftwaffe, die Versetzung Militärärztlichen Akademie und von Oktober 1936 bis Mai 1941 Kommandierung zum Studium der Humanmedizin an der Universitäten in Berlin, München und Wien. Von Februar bis April 1939 war er an der Luftkriegsschule in Dresden. Am 13. Mai 1941 erfolgte die Approbation zum Arzt, am 1. Juni 1941 die Ernennung zum Assistenzarzt und am 1. Oktober 1941 die Promotion zum Doktor der Medizin. Von Juni 1941 bis Juli 1942 war er Arzt im Luftwaffen-Lazarett in Bukarest in Rumänien, von Juli 1942 bis Juni 1944 Adjutant an der Sanitätsschule der Luftwaffe, wo er am 1. Februar 1944 zum Stabsarzt befördert wurde, und von April 1944 bis Mai 1945 Sachbearbeiter in der Abteilung IV b (Korpsarzt) im Stab des I. Flak-Korps. Von Mai bis Juni 1945 war er in Kriegsgefangenschaft der Vereinigten Staaten.Bradley et al. 1998 a. a. O.Range 2013 a. a. O.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war Dinkloh von Juli 1945 bis Februar 1946 Assistenzarzt am Unfallkrankenhaus in Bad Oldesloe, von Februar 1946 bis Juli 1947 Assistenzarzt am Kreiskrankenhaus in Zeven bei Bremen und von Oktober 1947 bis Oktober 1952 Assistenzarzt im Auguste-Victoria-Stift in Bad Lippspringe. Am 5. November 1950 wurde er Facharzt für Lungenkrankheiten. Von November 1952 bis Juni 1956 war er Angehöriger des Bundesgrenzschutzes und Abteilungsarzt in der Tuberkulose-Fürsorge. Ab 3. Oktober 1953 führte er den Dienstgrad Stabsarzt im Bundesgrenzschutz und ab 21. September 1953 Oberstabsarzt im Bundesgrenzschutz.

Am 1. Juli 1956 wurde Dinkloh als Oberstabsarzt in die Bundeswehr übernommen und war bis September 1956 Truppenarzt beim I. Bataillon des Artillerieregiments 2 in Niederlahnstein. Von Oktober 1956 bis Oktober 1962 war er Dezernent für Tuberkulose-Überwachung im Wehrmedizinalamt in Bonn, wo er am 19. August 1959 Oberfeldarzt wurde, und absolvierte währenddessen 1959 die Ausbildung zum Strahlenschutz-Arzt an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Ab November 1962 war er Referent im Referat I 3 und ab Oktober 1965 Referatsleiter des Referats I 3 und I 1 in der Inspektion des Sanitäts- und Gesundheitswesens im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn, wo er am 10. Oktober 1963 Oberstarzt wurde.

Im Oktober 1971 wurde Dinkloh Unterabteilungsleiter I (Gesundheitswesen) der Inspektion des Sanitäts- und Gesundheitswesens im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn und zum Generalarzt ernannt. Mit Ablauf des September 1977 wurde er in den Ruhestand versetzt.

Auszeichnungen 1945: Kriegsverdienstkreuz mit Schwertern II. Klasse 1973: Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland 1977: Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland

Siehe auch Liste der Generale der Luftwaffe der Bundeswehr

Schriften

Literatur

Einzelnachweise

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