hochkant|mini|Verbliebene Gebäudeteile der Kirche Zur unbefleckten Empfängnis Mariens (sog. Marienkapelle) in Deilingen (2026) Die 1698 erbaute Kirche Zur unbefleckten Empfängnis Mariens war bis 1966 Pfarrkirche der römisch-katholischen Kirchengemeinde Deilingen im Landkreis Tuttlingen in Baden-Württemberg. Das Kirchenschiff wurde 1971 abgebrochen. Turm und Chor sind erhalten geblieben und dienen heute unter der Bezeichnung Marienkapelle als Andachtsraum. Das Kirchenfragment samt umgebendem Kirchhof steht nach § 12 DSchG BW als Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung und „wertvolles Zeugnis der örtlichen Kirchengeschichte und der Sakralbaukunst im Kreisgebiet“ unter Denkmalschutz.

Zur Ausstattung gehören der barocke Hochaltar aus dem Jahr 1714 von Balthasar Zaiger sowie ein Bildnis der gekreuzigten heiligen Kumerana. Weitere spätgotische und barocke Ausstattungsgegenstände der alten Kirche, wie Altarkreuz, Figuren und Kreuzweg, sind heute in der neuen Pfarrkirche Christi Himmelfahrt untergebracht.

Der Turm ist im Kern spätmittelalterlich. Es handelt sich um einen verputzten Massivbau mit Satteldach und Treppengiebeln. Das ehemals gotische Kirchengebäude wurde ab 1698 barockisiert und 1764 nach Westen erweitert. Neben dem Turm sind auch der Chor mit Fünfachtelschluss und Rundbogenfenstern und der nördliche Querarm erhalten geblieben. Das abgegangene Langhaus war rund 30 Meter lang und etwas höher als Chor und Querarm.

Ausstattungsgegenstände in der Kirche Christi Himmelfahrt

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