Lovebox ist ein deutscher Dokumentarfilm des Regieduos Daniela Michel und Alexander Kleider aus dem Jahr 2026. Der Film dokumentiert ein soziales Kunstexperiment, bei dem sich einander fremde Menschen in einem abgeschlossenen Raum begegnen und miteinander über Liebe und persönliche Erfahrungen sprechen. Ausgangspunkt des Experiments ist das südafrikanische Festival AfrikaBurn. Der Film kam am 24. September 2026 im Verleih von Neue Visionen in die deutschen Kinos.

Inhalt

Eine internationale Freundesgruppe errichtet auf dem AfrikaBurn-Festival in der südafrikanischen Wüste die sogenannte Lovebox, einen zu einem raumschiffartigen Raum umgebauten Pferdeanhänger. Jeweils zwei einander unbekannte Menschen begegnen sich dort für einige Minuten ohne Ablenkung von außen. Sie sitzen sich gegenüber, halten Blickkontakt und beantworten Fragen über Liebe und das Leben.

Nach dem Festival verlässt die Gruppe das Festivalgelände und reist mit der Lovebox durch Südafrika. Das Experiment wird damit außerhalb des von AfrikaBurn geschaffenen Umfelds fortgesetzt. Produktion

Der Film wurde von der Berliner DOK-WERK filmkooperative produziert. Regie führten Daniela Michel und Alexander Kleider. Die Kamera übernahmen Steph Ketelhut und Kleider, die Filmmusik stammt von Eckes Malz.

Die Produktion wurde von der Filmförderungsanstalt, dem Deutschen Filmförderfonds, der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und dem Medienboard Berlin-Brandenburg gefördert.

Der Film entstand als Koproduktion mit dem Westdeutschen Rundfunk und dem Rundfunk Berlin-Brandenburg.

Der Kinostart in Deutschland erfolgte am 24. September 2026 durch den Verleih Neue Visionen.

Rezeption

Josef Grübl hob in der Süddeutschen Zeitung die „sehr kunstvolle“ Umsetzung hervor und beschrieb Lovebox als soziales Experiment über Offenheit und Nähe.

Björn Schneider hob auf Programmkino.de die beobachtende Haltung der Filmemacher hervor. Michel und Kleider griffen nicht in die Begegnungen ein und vermieden dadurch, dass der Film „in allzu esoterisch-spirituelle Gefilde“ abdrifte. Schneider bezeichnete den Film als „Plädoyer für mehr Verletzlichkeit, Emotionen und gegenseitige Empathie“.

TV Spielfilm hob die Protagonisten und die emotionale Wirkung des Films hervor. Wer sich auf die ungewöhnliche Prämisse einlasse, werde mit „emotionalen Begegnungen“ belohnt, die über den Film hinaus nachwirkten.

Das Lexikon des internationalen Films vergab zwei von fünf Sternen. Bemängelt wurde, dass die Rückschlüsse, die aus den Reaktionen der Besucher des Kunstprojekts gezogen werden, „[…] sich […] in Gemeinplätzen [erschöpfen]“, und dass „der Film den vorgestellten Menschen kaum nahe“ komme.

Weblinks

Lovebox bei Neue Visionen Offizielle Website des Films

Einzelnachweise

Kategorie:Dokumentarfilm Kategorie:Filmtitel 2026 Kategorie:Deutscher Film