Makomé M'Bowolé (* 1976 in Zaire; † 6. April 1993 in Paris) war ein französischer Jugendlicher, der in polizeilichem Gewahrsam durch eine Schusswunde am Kopf verstarb.
Der 17-jährige M'Bowolé wurde am 6. April 1993 mit zwei anderen Jugendlichen zum Polizeirevier in Grandes-Carrières (18. Arrondissement) unter Verdacht von Diebstahl gebracht. Polizist Pascal Compain führte die Verhörung mit M'Bowolé allein fort.
Laut Anwesenden hielt Complain seine Dienstwaffe an M'Bowolés Kopf, um durch Einschüchterung ein Geständnis zu erzwingen. Dabei löste sich versehentlich ein Schuss, M'Bowolé verunglückt tödlich. Complain war der Annahme, dass seine Dienstwaffe ungeladen sei.
Complain wurde wegen vorsätzlicher Tötung angeklagt und letztendlich wegen vorsätzlicher Gewalt mit Todesfolge ohne Tötungsabsicht zu acht Jahren Haft verurteilt.
Das mediale Aufsehen führte zu drei Tage langen Unruhen in Paris zwischen Kritikern der Pariser Polizeigewalt, Demonstranten und Banden gegen die Polizei.
Der 1995 veröffentlichte Spielfilm Haß (französisch: La Haine) von Mathieu Kassovitz ist von den Folgen M'Bowolés Tod inspiriert.
Einzelnachweise
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