Jekaterina Fjodorowna Kowalewskaja-Saserskaja, geboren Winogradowa, (; * in Moskau; † 1958 in Leningrad) war eine russische bzw. sowjetische Chemikerin und Hochschullehrerin.Легенды отечественной науки: Екатерина Фёдоровна Ковалевская-Зазерская (abgerufen am 20. September 2026).

Leben Kowalewskaja-Saserskaja, Tochter eines Juristen und einer Hebamme und Schwägerin eines Mediziners, studierte ab 1892 an der Universität Bern in der Philosophie-Fakultät und verteidigte 1897 ihre Dissertation übrt die Zersetzung von Protein-Körpern mit Erfolg für die Promotion zur Doktorin der Philosophie und Chemie. Darauf arbeitete sie in Sankt Petersburg im Bodenkunde-Laboratorium des Forst-Instituts des Landwirtschaftsministeriums nach Zustimmung des Bildungsministeriums, wobei sie das Gebäude nur durch den Hintereingang betreten durfte.

Ab 1899 arbeitete Kowalewskaja-Saserskaja tagsüber als freiberufliche Laborantin im Chemie-Zentrallaboratorium des Finanzministeriums, während sie abends im Laboratorium des Frauen-Medizin-Insdtituts unterrichtete und wissenschaftlich arbeitete. An der Universität Moskau legte sie 1905–1906 die Prüfungen für die Promotion zur Magistra der Chemie ab.

Ab 1910 arbeitete Kowalewskaja-Saserskaja an der Humboldt-Universität zu Berlin bei M. Rusner.

Der Rat des Frauen-Medizin-Instituts wählte 1912 Kowalewskaja-Saserskaja zur Privatdozentin am Lehrstuhl für Physiologische Chemie. Anlässlich ihrer Antrittsvorlesung am 26. Januar 1912 erschien ihr Foto in der Niwa.

In der Ehe mit dem Chemiker Wladimir Alexandroowitsch Kowalewski (1872–1914) hatte Kowalewskaja-Saserskaja die Töchter Wera (* 1911, Kandidatin der technischen Wissenschaften) und Jelena (1912–1921) bekommen.

Ab 1913 und auch nach der Oktoberrevolution bis 1920 hielt Kowalewskaja-Saserskaja die Vorlesung über physiologisch-chemische Untersuchungsmethoden mit praktischen Übungen. Sie arbeitete nun im Sankt Petersburger Polyttechnischen Institut zunächst als Assistentin ihre Mannes am Lehrstuhl für Warenkunde und Technologie der Ökonomie-Abteilung, organisierte dort ein Laboratorium und ein Museum und wurde am 25. Januar 1914 angestellte Laborantin. Nach dem Tod ihres Mannes heiratete sie 1917 Wladimir Iwanowitscb Saserski (1874–1942).Институт промышленного менеджмента, экономики и торговли Cанкт-Петербургский политехнический университет Петра Великого (abgerufen am 21. September 2026).БЕРЕЧЬ ПАМЯТЬ О РЕПРЕССИРОВАННЫХ И О ПОГИБШИХ И ПРОПАВШИХ БЕЗ ВЕСТИ НА ВОЙНАХ: Зазерский Владимир Иванович (abgerufen am 21. September 2026). und bekam 1918 ihre dritte Tochter Anna, die Künstlerin wurde.Зазерская, Анна Владимировна (abgerufen am 21. September 2026).

Ab 1925 war Kowalewskaja-Saserskaja Dozentin des Lehrstuhls für Allgemeine Chemie. Auch hatte sie Vorlesungen an der Hochschule für Wasserverkehr-Transportwesen gehalten. Sie wurde 1930 stellvertretende Leiterin des Lehrstuhls für Chemie des Leningrader Polytechnischen Instituts.

Nach Beginn des Deutschen Angriffskriegs leitete Kowalewskaja-Saserskaja in Leningrad während der Leningrader Blockade die Arbeiten zur Gewinnung eines Vitamin-Getränks aus Tannennadeln für die Rote Armee und Kinderheime. Auch entwickelte sie Giftstoffe.

Ab Herbst 1943 lehrte Kowalewskaja-Saserskaja wieder am Leningrader Polytechnischen Institut, bis sie 1953 pensioniert wurde.

Von ihren Aufsätzen hatte Kowalewskaja-Saserskaja nur einen in Russland veröffentlicht und die übrigen in Deutschland. Sie übersetzte Monografien aus dem Deutschen ins Russische, insbesondere Olof Hammarstens Lehrbuch der physiologischen Chemie.

Kowalewskaja-Saserskaja starb 1958 in Leningrad und wurde auf dem Bogoslowskoje-Friedhof begraben.

Ehrungen, Preise Medaille „Für die Verteidigung Leningrads“ Medaille „Für heldenmütige Arbeit im Großen Vaterländischen Krieg 1941–1945“ Leninorden (1951)

Einzelnachweise

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