Beskioleskia busckii ist ein Zweiflügler aus der Familie der Raupenfliegen (Tachinidae). Die Art wurde 1919 von dem US-amerikanischen Entomologen Charles Henry Tyler Townsend erstbeschrieben und der neu eingeführten Gattung Beskioleskia als Typusart zugewiesen. Das Art-Epitheton ehrt August Busck, der die Typusemplare, zwei Weibchen, im Mai und Juni 1911 einfing. Der Gattungsname bezieht sich offenbar auf die Gattungen Beskia und Leskia.
Taxonomie Die monotypische Gattung Beskioleskia wird der Tribus Leskiini innerhalb der Unterfamilie Tachininae zugeordnet.
Merkmale Es handelt sich um etwa 5–6 mm lange stark beborstete Fliegen.
Im Folgenden eine Beschreibung der Gattung nach Townsend (1919). Der Clypeus ist in einer Ebene mit der Stirnplatte, lang, schmal, in der Mitte geknickt, die untere Hälfte nach vorn gewölbt. Das Epistom ist kurz, über die volle Breite reichend. Die Facialia sind kahl. Die Vibrissen sind deutlich von den übrigen Borsten abgesetzt. Das Haustellum (mittlerer, sklerotisierter Teil des Rüssels) ist kürzer als die Kopfhöhe. Die Palpen sind so lang wie die Fühler, in der Mitte geknickt, die distale Hälfte seitlich zusammengedrückt und leicht verbreitert. Das dritte Fühlerglied ist etwa fünfmal so lang wie das zweite. Die Arista (Fühlerborste) ist lang behaart. Die Augen sind kahl (unbehaart). Die Stirnborsten (Frontalia) reichen bis zur Fühlerbasis. Die Weibchen haben zwei sehr kurze und schwache, nach vorn gerichtete Fronto-Orbitalborsten. Ocellarborsten fehlen, das Ocellardreieck ist verkümmert, die Ocellen sind sehr klein. Parafacialia kahl. Die Höhe der Genae (Wangen) entspricht nicht mehr als ein Viertel der Augenlänge. Zwei Sternopleural- und Postintraalarborsten sind vorhanden. Drei Postsutural-, Präacrostichal-, Postacrostichal- und seitliche Scutellarborsten sind vorhanden. Apikale Scutellarborsten fehlen. Die dritte Längsader ist bis zur kleinen Querader beborstet. Die übrigen Flügeladern sind kahl (unbeborstet, ohne Härchen). Die Apikalzelle ist an der Flügelspitze fast offen. Die hintere Querader ist näher am Cubitus, aber deutlich von diesem entfernt. Es befinden sich keine mittigen Randborsten auf den ersten beiden Segmenten. Auf dem dritten Segment und auf dem Analsegment befindet sich eine Randborstenreihe. Auf dem Analsegment befindet sich außerdem ein Paar mittiger Diskalborsten.
Im Folgenden eine Beschreibung der Art nach Townsend (1919). Die Grundfarbe der Fliegen reicht von blass-strohgelb bis blass-gelbbraun. Das dritte Fühlerglied ist rauchig-rötlichbraun. Die Frontalia sind hell goldfarben. Das Mesoscutum (Rückenplatte) ist leuchtend goldfarben bestäubt und weist vier schwache, schmale, rauchig-gelbliche Längsstreifen auf. Der Hinterleib ist in der hinteren Hälfte (etwa) rötlichbraun gefärbt. Dies schließt den Mittellängsstreifen sowie den hinteren Teil des Hinterrands entlang der Mittellinie ein. Die Tarsen wirken aufgrund ihrer Behaarung dunkel. Die Flügel sind leicht rauchig-gelblich getönt; an der Costa ist die Tönung intensiver gelblich. Die Tegulae sind gelblich.
Verbreitung Beskioleskia busckii kommt in Panama vor. Typlokalität ist u. a. Taboga, eine Insel im Pazifischen Ozean vor der Küste von Panama.
Lebensweise Beskioleskia busckii ist ein Endoparasitoid. Wirte sind offenbar noch nicht bekannt.
Einzelnachweise
Weblinks
Kategorie:Raupenfliegen Kategorie:Tachinidae Kategorie:Parasit bei Wirbellosen