mini|Friedhofskapelle mini|Ehrengrab von Karl und Julius Forstmann Der kommunale Friedhof Werden II im Essener Stadtteil Werden wurde im Jahr 1876 angelegt.

Geschichte Nachdem der Friedhof Werden I im Jahr 1876 aufgegeben worden war, trat im gleichen Jahr der Friedhof Werden II in Dienst. Mit einer Größe von ungefähr 3,3 Hektar liegt er nordöstlich von seinem Vorgänger an der Straße Heskämpchen, und wird im Westen von der Forstmannstraße und im Osten von der Huffmannstraße begrenzt. Damit ist er der einzige Friedhof im Stadtteil und bietet bis zu 4000 Gräbern Platz.

Einige Werdener Stadtpersönlichkeiten sind auf dem Friedhof Werden II beigesetzt worden. Je ein Ehrengrab der Stadt Essen besteht für die Werdener Bürgermeister Joseph Breuer und Ludwig Soldan.Ehrengräber der Stadt Essen. In: Historisches Portal Essen, abgerufen am 22. September 2026 Bis zur Eingemeindung zur Stadt Essen im Jahr 1929 bildete Werden eine eigenständige Bürgermeisterei.

Zudem befindet sich hier die unter Denkmalschutz stehende Grabanlage der Brüder und Werdener Ehrenbürger Karl und Julius Forstmann.Auszug aus der Denkmalliste der Stadt Essen; abgerufen am 22. September 2026 Karl Forstmann (* 2. Juli 1826; † 10. März 1889) war Mitinhaber der Tuchfabrik Forstmann und Huffmann in Werden und seit 1874 Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Werden.Essener Volkszeitung vom 18. März 1889 Er stiftete unter anderem das Standbild von Kaiser Wilhelms I. des Künstlers Wilhelm Albermann für die Werdener Königsbrücke, das sich heute auf dem ehemaligen Friedhof Werden I befindet. Julius Forstmann (* 22. August 1827; † 14. Mai 1899) wanderte Anfang 1850 in die Vereinigten Staaten aus, blieb aber seiner Heimatstadt Werden unter anderem mit Spenden verbunden. So stiftete er die anderen beiden Statuen des Bildhauers Albermann für die Königsbrücke, die von Otto von Bismarck und von Helmuth von Moltke, die heute ebenfalls auf dem ehemaligen Friedhof Werden I stehen. Zudem setzte er sich zum Bau des Evangelischen Krankenhauses und der ehemaligen Flussbadeanstalt an der Ruhr in Werden ein.Ehrenbürgerinnen und Ehrenbürger der Stadt Essen und der heutigen Stadtteile. In: Historisches Portal Essen, abgerufen am 22. September 2026

Ein Grabstein sowie eine Gedenktafel der Stadt Essen und des Geschichts- und Kulturvereins Werden erinnern an vier bei einem Straßenbahnunfall getötete Jungen im Alter von 10 bis 13 Jahren. Die Straßenbahn fuhr am 1. September 1912 ungebremst in eine Menschenmenge auf dem Porthofplatz, als dort die Ludgerus-Kirmes stattfand.

Des Weiteren befinden sich auf dem Friedhof 39 Kriegsgräber mit deutschen Opfern aus dem Ersten Weltkrieg.Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Friedhof Werden, abgerufen am 22. September 2026

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Einzelnachweise

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