mini|hochkant|P. H. McCarthy Patrick Henry „P. H.“ McCarthy (* 17. März 1863 im County Limerick, Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland; † 1. Juli 1933 in San Francisco, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Politiker. Unter anderem war er von 1910 bis 1912 Bürgermeister von San Francisco.

Leben McCarthy machte eine Lehre im Schreinerhandwerk. Im Jahr 1880 verließ er seine irische Heimat und wanderte in die Vereinigten Staaten aus, wo er sich 1886 in San Francisco niederließ. Dort schloss er sich der Gewerkschaftsbewegung an und wurde Mitglied in der Gewerkschaft der Schreiner und Tischler (United Brotherhood of Carpenters and Joiners of America), deren Vorsitz er später übernahm. Ab 1896 war er auch Präsident der Baugewerkschaft Building Trades Council in San Francisco. Diese gehörte zur American Federation of Labor. Diese Aufgabe erfüllte er, neben seinen anderen Tätigkeiten, bis zum Jahr 1921. McCarthy gehörte auch zu den Gründern der Asiatic Exclusion League, die sich gegen die Einwanderung aus dem Fernen Osten wandte.

Politisch gehörte er zu den Gründern der Union Labor Party in San Francisco, die die Interessen der Gewerkschaften politisch vertrat. Im Jahr 1907 kandidierte er noch erfolglos für das Amt des Bürgermeisters von San Francisco. Ende 1909 wurde er als Kandidat seiner Partei in der Nachfolge von Edward Robeson Taylor zum Bürgermeister von San Francisco gewählt. Diese Aufgabe erfüllte er zwischen dem 8. Januar 1910 und dem 8. Januar 1912, als James Rolph seine Nachfolge antrat, dem er beim Versuch einer Wiederwahl unterlag.

Als Bürgermeister sorgte er dafür, dass die Schlüsselpositionen der Stadtverwaltung von Gewerkschaftsmitgliedern besetzt wurden. Gleichzeitig wurde allen städtischen Angestellten die Gewerkschaftsmitgliedschaft nahegelegt. Zudem wurde die amerikanische Staatsbürgerschaft für solche Ämter vorausgesetzt. In jener Zeit wurden auch die Gehälter von zwei Dollar auf drei Dollar pro Tag erhöht. Gleichzeitig gab es auch politische Fehlschläge in seiner Amtszeit, wozu der Ausbau der Wasserversorgung der Stadt gehörte.

Nach seiner Abwahl als Bürgermeister von San Francisco brach die Union Labor Party auseinander und McCarthy schloss sich der Republikanischen Partei an. Im Juni 1920 war er Delegierter auf deren Parteitag in Chicago, bei dem Warren G. Harding als Präsidentschaftskandidat der Partei nominiert wurde, der dann im November desselben Jahres gewählt wurde.

Der mit Jeannette H. Saunders (1883–1965) verheiratete Politiker starb am 1. Juli 1933 und wurde auf dem Holy Cross Catholic Cemetery in Colma nahe San Francisco beigesetzt.

Belege

McCarthy bei San Francisco Mayors 1902–1912 (zuletzt abgerufen am 22. September 2026) Kurzbiografie (zuletzt abgerufen am 22. September 2026)

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