Katharina Grätz (* 1965) ist eine deutsche Germanistin.

Werdegang Katharina Grätz studierte von 1984 bis 1991 die Fächer Deutsch, Spanisch und Politikwissenschaft an den Universitäten Köln und Freiburg, wo sie das Erste Staatsexamen ablegte. 1994 wurde sie an der Universität Freiburg im Fach Neuere deutsche Literaturwissenschaft mit einer editionswissenschaftlichen Arbeit über Hölderlins Tod des Empedokles promoviert.

Am Deutschen Seminar der Universität Freiburg war Grätz von 1994 bis 2000 als wissenschaftliche Angestellte und DFG-Stipendiatin tätig. 2002 habilitierte sie sich im Fach Neuere deutsche Literaturgeschichte, war von 2003 bis 2009 Oberassistentin an der Universität Freiburg, wo sie 2006 zur außerplanmäßigen Professorin ernannt wurde. Es folgten Professurvertretungen und Tätigkeiten als Akademische Rätin in Freiburg und Tübingen.

Als Teilprojektleiterin war Grätz von 2013 bis 2023 am interdisziplinären Forschungsprojekt „Nietzsche-Kommentar“ der Heidelberger Akademie der Wissenschaften beteiligt. Seit 2025 ist sie Mitglied des Stiftungsrats der Nietzsche-Gesellschaft, Naumburg (Saale).

Seit März 2026 vertritt Grätz die Professur für Philosophie mit Schwerpunkt Kulturphilosophie am Philosophischen Seminar der Universität Freiburg.

Buchveröffentlichungen (Auswahl) Der Weg zum Lesetext. Editionskritik und Neuedition von Friedrich Hölderlins Der Tod des Empedokles. Niemeyer, Tübingen 1995. (Untersuchungen zur deutschen Literaturgeschichte. 79.) Musealer Historismus. Die Gegenwart des Vergangenen bei Stifter, Keller und Raabe, Heidelberg 2006: Universitätsverlag Winter (Beiträge zur neueren Literaturgeschichte. 225.) Theodor Fontane. Irrungen, Wirrungen, Braunschweig 2011 (Schroedel Interpretatione. 18.) Alles kommt auf die Beleuchtung an. Theodor Fontane – Leben und Werk. Reclam, Stuttgart 2015. Kommentar zu Nietzsches Also sprach Zarathustra I und II, Berlin/Boston 2024: De Gruyter (Historischer und kritischer Kommentar zu Friedrich Nietzsches Werken, hg. von der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, Bd. 4/1). Kommentar zu Nietzsches Also sprach Zarathustra III und IV, Berlin/Boston 2024: De Gruyter (Historischer und kritischer Kommentar zu Friedrich Nietzsches Werken, hg. von der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, Bd. 4/2). Zusammen mit Andreas Urs Sommer, Sebastian Kaufmann, Ralf Eichberg und Christian Benne: Nietzsche-Lektüren, Berlin/Boston 2017 ff.: De Gruyter. Zusammen mit Barbara Beßlich und Olaf Hildebrand: Wende des Erinnerns? Geschichtskonstruktionen in der deutschen Literatur nach 1989. Schmidt, Berlin 2006. (Philologische Studien und Quellen. 198.) Zusammen mit Sabina Becker: Ordnung – Raum – Ritual. Adalbert Stifters artifizieller Realismus. Winter, Heidelberg 2007. (Beiträge zur neueren Literaturgeschichte. 243.) zusammen mit Sebastian Kaufmann: Nietzsche zwischen Philosophie und Literatur. Von der Fröhlichen Wissenschaft zu Also sprach Zarathustra. Winter, Heidelberg 2016. (Akademiekonferenzen. 25.) zusammen mit Sebastian Kaufmann: Nietzsche als Dichter. Lyrik – Poetologie – Rezeption. de Gruyter, Berlin/Boston 2017. (Nietzsche-Lektüren. 1.) zusammen mit Barbara Beßlich, Paolo D´Iorio, Sebastian Kaufmann, Andreas Urs Sommer: Nietzsches Nachlass. Probleme und Perspektiven der Edition und Kommentierung, Berlin/Boston 2023: De Gruyter (Nietzsche-Lektüren. 9.) Friedrich Nietzsche. Jenseits von Gut und Böse. Neu herausgegeben und mit einer Einleitung von Katharina Grätz. Kröner, Stuttgart 2024. zusammen mit Sebastian Kaufmann, Robert Krause und Andreas Urs Sommer: Nietzsche-Handbuch. Leben – Werk – Wirkung. 2., aktualisierte und erweiterte Auflage. Meztler, Berlin [erscheint 2026].

Weblinks Prof. Dr. Katharina Grätz auf der Website der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

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