mini|Luis Valls-Taberner (1988) Luis Valls-Taberner Arnó (* 5. Juni 1926 in Barcelona; † 25. Februar 2006 in Madrid) war ein spanischer Bankier und Hochschullehrer. Er war von 1972 bis 2004 Präsident der Banco Popular Español und lehrte außerdem an der Universität Madrid und der Universität Barcelona.
Leben Luis Valls-Taberner wurde 1926 in Barcelona als Sohn von Marcelina Arnó Maristany und Fernando Valls Taberner geboren. Er war das fünfte Kind von sechs Geschwistern. Als der Bürgerkrieg ausbrach, zog die Familie Valls-Taberner nach Genua, anschließend lebte Luis Valls-Taberner in Córdoba und Logroño und kehrte schließlich 1939 nach Barcelona zurück. Im Jahr 1948 schloss er sein Studium an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Barcelona ab und zog ein Jahr später nach Madrid, um zu promovieren. Seine Dissertation mit dem Titel „La cesión de contratos en el Derecho español“ legte er 1952 an der Universität Madrid vor. Im Alter von einundzwanzig Jahren beantragte Luis Valls-Taberner 1946 die Aufnahme in das Opus Dei, dem er bis zu seinem Tod angehörte. Im Januar 1950 besuchte er Josemaría Escrivá in Rom. Von 1948 bis 1956 war er Professor für Volkswirtschaftslehre und öffentliche Finanzen an den Universitäten von Madrid und Barcelona. Anfang der 1960er-Jahre gründete Luis Valls-Taberner den Verein Faces (Fomento de Actividades Culturales Económicas y Sociales), über den er ein Forum für verschiedene politische Strömungen schuf und dessen Finanzierung durch die Grupo Popular er sicherstellte. Valls-Taberner gelang auch der Erwerb der Tageszeitung Madrid für Faces.
Luis Valls-Taberner war ab 1953 auf Vorschlag seines Onkels für die „Banco Popular de los Previsores del Porvenir“, den Vorläufer der „Banco Popular Español“, tätig. Im Jahr 1957 wurde er im Alter von 31 Jahren zum geschäftsführenden Vizepräsidenten ernannt. 1972 wurde er Präsident des Finanzinstituts, dieses Amt legte er 2004 nieder. Nach seinem Rücktritt übernahm er den Vorsitz der Aktionärsversammlung. Valls-Taberner führte bei der Banco Popular die Trennung der Funktionen zwischen Verwaltungsrat und Geschäftsführung ein, sodass Entscheidungen (vor allem hinsichtlich der Kreditvergabe) ausschließlich nach fachlichen Kriterien getroffen wurden. Während der fast fünfzig Jahre, in denen er an der Spitze des Instituts stand, spezialisierte sich die Banco Popular auf kleine und mittlere Unternehmen als Kunden. Er war einer der Initiatoren des spanischen Privatbankverbands und setzte sich zudem für die soziale Verantwortung von Unternehmen ein, indem er verschiedene Projekte ins Leben rief. Luis Valls-Taberner war Mitglied des Consejo Privado del Conde de Barcelona. Er starb im Alter von 79 Jahren in Madrid an Nierenversagen, nachdem ihm zuvor mehrere Melanome entfernt worden waren.
Publikationen La cesión de contratos en el derecho español. Barcelona, Bosch, 1955. ISBN 978-84-7162-191-7
Literatur Gabriel Tortella, José María Ortiz-Villajos, José Luis García Ruiz: Historia del Banco Popular: la lucha por la independencia. Madrid, Marcial Pons, 2011. ISBN 9788497689175 Luis Valls-Taberner Muls: Desapego y libertad: apuntes de un banquero inclasificable, Argentinien/Spanien, Indicios. ISBN 978-8415732167
Einzelnachweise
Weblinks Website von Luis Valls-Taberner Luis Valls Taberner: La historia de un retrato La metamorfosis del Popular bajo el imperio Valls Luis Valls renuncia a la presidencia del Banco Popular tras 32 años en el cargo El último magnífico Los siete grandes y sus viejas costumbres Adiós al "cardenal" Luis Valls
Kategorie:Opus-Dei-Mitglied Kategorie:Hochschullehrer (Universität Barcelona) Kategorie:Hochschullehrer (Universität Complutense Madrid) Kategorie:Bankier Kategorie:Spanier Kategorie:Geboren 1926 Kategorie:Gestorben 2006 Kategorie:Mann