Moria ist eine argentinische filmbiografische Webserie, die von About Entertainment für Netflix produziert wurde. Anlässlich ihres 80-jährigen Jubiläums, diese Serie begleitet das Leben und die künstlerische Laufbahn des legendären argentinischen Showgirls Moria Casán in verschiedenen Lebensabschnitten. Mit einem ganz eigenen erzählerischen Ansatz des Regisseurs Javier van de Couter spielen Moria Casán selbst, Sofía Gala Castiglione, Griselda Siciliani und Cecilia Roth die Hauptrollen. Die Serie feierte am 14. August 2026 Premiere.

Handlung „Moria“ ähnelt weniger einer traditionellen audiovisuellen Biografie als vielmehr einer überdimensionalen, zeitgenössischen Version jener Sendungen, in denen die Diva vor dem Publikum saß, um aus ihrem Leben zu erzählen – nur dass sie nun über acht Folgen, drei Schauspielerinnen, gigantische Kulissen und die Produktionsmittel von Netflix verfügt. Diese Serie strebt keineswegs einen dokumentarischen Ansatz an, sondern lädt dazu ein zu verstehen, dass sich unter jeder Schicht der Figur eine weitere verbirgt und dass die Geschichte, die Moria im Laufe von 80 Jahren über sich selbst aufgebaut hat, respektiert wird. Denn Moria nimmt in der argentinischen Populärkultur einen einzigartigen Platz ein, von einer immensen Größe, die kaum zu erreichen ist. Moria kontrolliert ihren Mythos, korrigiert ihre Vergangenheit, wählt ihre Wunden aus, verherrlicht ihre Siege und verwandelt ihre Niederlagen in Episoden eines persönlichen Epos – denn genau das hat sie während ihrer gesamten Karriere getan. In dieser Distanzierung vom historischen Ereignis kommt das eigentliche künstlerische Ziel zum Vorschein: die Entstehung der Figur, der Diva, zu schildern: In ihren eigenen Worten, völlig unpolitisch korrekt, bezeichnet sie sich selbst als „den Obelisken mit Titten“.

Rezeption Die Resonanz beim Publikum war enorm. Die Reaktionen der Prominenten ließen nicht lange auf sich warten. Der Produzent Pablo Culell bezeichnete das Projekt als „eine Fülle an Kreativität, Spaß, Emotionen und Talent“ und lobte die Leistung einer Besetzung, die er als „himmlisch“ bezeichnete. Die Fernsehmoderatorin Verónica Lozano erklärte, sie sei „von der Serie fasziniert“, während die Schauspielerin Lola Berthet die Folge als „ein EKG der Emotionen, das die Seele zum Explodieren bringt“ beschrieb. Der uruguayische Journalist Rodrigo Lussich analysierte den einzigartigen Wert des Projekts: „Es handelt sich um einen atypischen Fall unter den Biopics, da diese in der Regel über eine bereits verstorbene Hauptfigur gedreht werden; es ist einzigartig, einen Film über jemanden zu drehen, der seine eigene Geschichte erzählen und darin die Hauptrolle spielen kann.“ Pablo Agustín hob das Zusammenspiel aller Facetten des Lebens der Diva hervor, von „den Veränderungen, dem Sex, dem Glamour und den Streitigkeiten“ bis hin zum sensibelsten Kern der Handlung: „Die Liebesgeschichte einer Frau und ihrer Tochter, einer Frau und ihrer Enkelkinder.“ Patricia Arellano bezeichnete Sofía Gala Castigliones Darstellung ihrer eigenen Familiengeschichte als „unglaublich“.

Was die Kritik angeht, so gehen die Meinungen weit auseinander. Die Serie wurde für ihre ambitionierte Inszenierung gelobt, deren ästhetischer und erzählerischer Ansatz sich von einer konventionellen Biografie abhebt. Die Produktion funktioniert am besten, wenn sie sich ganz ihrer eigenen Extravaganz hingibt und die Fiktion als Blickwinkel nutzt. Aber es wird auf Mängel in der Umsetzung sowie das Fehlen bekannter Figuren und wichtiger Ereignisse hingewiesen. Moria verteidigt sich damit, dass es sich um die Erzählung ihrer eigenen Wahrheit handele.

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Einzelnachweise

Kategorie:Fernsehsendung (Argentinien) Kategorie:Fernsehserie der 2020er Jahre Kategorie:Miniserie Kategorie:Webserie Kategorie:Netflix